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Havelland Kreis macht bei „Maerker“ mit
Lokales Havelland Kreis macht bei „Maerker“ mit
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00:19 16.12.2017
Mitglieder der „Maerker-Familie“ aus dem Havelland waren am Mittwoch zu der Unterzeichnung ins Kreishaus gekommen
Havelland

Der Landkreis Havelland und das kreiseigene Unternehmen Havelbus wollen noch schneller und direkter auf Bürgerhinweise reagieren. Zu diesem Zweck sind sie dem Bürgerportal „Maerker“ beigetreten, das im Jahr 2009 gemeinsam vom Brandenburgischen Innenministerium und dem Städte- und Gemeindebund aus der Taufe geboren wurde.

Der „Maerker-Verbund“, dem mittlerweile über 100 von 200 brandenburgischen Kommunen angehören, verfolgt zwei Ziele: Schnelligkeit und Transparenz. Jeder Hinweis, der über die Internet-Plattform www.maerker.brandenburg.de eingegeben wird, muss innerhalb von drei Tagen behandelt werden. Gemeldet werden kann alles, was das öffentliche Leben betrifft: Defekte Straßenlaternen, gefährliche Schlaglöcher, wilde Mülldeponien, beschmierte Straßenschilder. In den am „Maerker“ beteiligen Kommunen und Unternehmen gibt es Mitarbeiter, bei denen die Anfragen landen. Diese Verantwortlichen leiten das Anliegen an die zuständige Abteilung im eigenen Haus weiter. Stellt sich heraus, dass nicht die Kommune, sondern eine andere Körperschaft tätig ist, wird der Bürgereintrag dorthin weitergeleitet. Auf dem Portal kann der Bürger den Status der Bearbeitung seines Anliegens verfolgen. Bei der ersten Meldung leuchtet das Ampelsymbol rot. Sobald die Anfrage weitergeleitet ist, springt die Ampel auf gelb. Bei einer Antwort gibt es grünes Licht. Das soll spätestens nach drei Tagen der Fall sein.

Diese Verbindlichkeit ist nach Auffassung von Landrat Roger Lewandowski das Neue am System. Bürgeranfragen und Hinweise seien in der Verwaltung bislang natürlich auch behandelt worden. Aber jetzt verpflichte man sich erstmals, die Anliegen in einer festgelegten Frist zu behandeln. „Das heißt nicht, dass jedes Problem innerhalb von drei Tagen aus der Welt geschafft werden kann“, sagte Lewandowski. Wichtig sei aber, dass der Bürger spüre, dass sich in der zuständigen Abteilung mit dem Anliegen befasst werde. Und wenn in der Antwort plausibel erklärt werde, warum die Lösung des Problems länger dauere, werde das in den meisten Fällen auf Verständnis stoßen.

„Der ’Maerker’ ist ein wichtiger Baustein im Dialog zwischen Bürger und Verwaltung“, so Lewandowski. Verwaltung sei kein Selbstzweck. „Unser Arbeitgeber ist der Bürger.“ Und der habe einen berechtigten Anspruch, dass sein Anliegen ernst genommen wird. Mathias Köhler, Geschäftsführer von Havelbus, argumentierte ähnlich. Mit dem Märker werde eine Plattform geschaffen, die im Fall von Havelbus den Austausch zwischen dem Fahrgast und dem Unternehmen schneller und direkter mache.

Dass das System funktioniert, führte Ronald Seeger, Bürgermeister der Stadt Rathenow, aus. Rathenow war im Jahr 2009, als das Maerker-Projekt startete, eine von vier Gründungskommunen. Seitdem seien bei Hauptamtsleiter Jörg Zietemann, dem Maerker-Verantwortlichen in der Stadt, über 400 Meldungen eingegangen, so Seeger. Viele Missstände wie die Reparatur defekter Straßenlampen oder die Reinigung vermüllter Flächen würden zeitnah behoben. Die Lösung anderer Probleme, etwa die Sanierung von Straßen, nähmen mehr Zeit in Anspruch. Aber das werde dem Antragsteller in jedem Falle mitgeteilt und erklärt.

Die Maerker-Idee wird übrigens weiter entwickelt. Unter dem Motto MaerkerPlus läuft derzeit ein Pilotprojekt. Das soll es den Bürgern erlauben, nicht nur Anfragen zu stellen, sondern mit Mitarbeitern der Verwaltung und anderen Bürgern zu debattieren. Eine Art Stammtisch also – nur dass der nicht in der Kneipe steht, sondern im Netz.

Von Markus Kniebeler

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