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Havelland Kreisausbildungslager der Jugendwehren
Lokales Havelland Kreisausbildungslager der Jugendwehren
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17:09 08.07.2018
Keine einfache Übung: Jugendliche aus Emkendorf und Rathenow beim Schlauchkegeln mit verbundenen Augen. Quelle: Uwe Hoffmann
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Paaren/Glien

Von Mittwoch bis Sonntag trafen sich rund 400 Kinder und Jugendliche von 46 Jugendwehren aus dem Havelland mit über 200 Ausbildern und Betreuern zu ihrem 26. Kreisausbildungslager der Jugendfeuerwehren, das zum siebten Mal auf dem Gelände des MAFZ in Paaren im Glien abgehalten wurde.

Auf dem Programm standen zunächst zwei Ausbildungstage. „Die Kleineren legen während der Ausbildungstage ihre Jugendflamme 1 und 2 ab. Zusätzlich findet während des Lagers eine Einsatzübung statt, die jeweils zwei Wehren gemeinsam absolvieren“, sagt der 15-jährige Robin Zaluga, seit fünf Jahren Mitglied der Jugendfeuerwehr Falkensee, die mit rund 20 Jugendlichen anreiste. „Das Lager macht Spaß. Hier kann man immer neue Leute kennenlernen.“

Die Jugendfeuerwehren des Kreises Havelland haben sich im MAFZ von Paaren/Glien zum großen Ausbildungslager getroffen. Teamgeist und Kameradschaft standen immer im Vordergrund.

Eine Nachtwanderung und die Abschluss-Disco, in diesem Jahr unter dem Motto „Hut steht dir gut“, am Samstagabend gehörten natürlich auch dazu. Doch zuvor galt es am Samstag die Lager-Olympiade zu absolvieren. Zu den Aufgaben, die je zwei Wehren gemeinsam bestritten, gehörten abgewandelte Übungen aus der Ausbildung. So mussten an der Station 8 die Jugendlichen blind verschiedene Schläuche kuppeln.

An Station 10 mussten zwei Jugendliche eine identische Figur aus Legosteinen bauen. Verständigen konnten sie sich dabei nur über Funk. Auch Spaßwettbewerbe, wie Stiefelweitwurf oder lustige Stationen zum Wassertransport standen auf dem Plan.

Insgesamt 21 Stationen zum Üben

„Der Teamgeist und die Kameradschaft stehen bei allen Stationen im Vordergrund“, sagt Kreisjugendwart Christopher Sureck. Bei dem hochsommerlichen Wetter tat den Teilnehmern jede Abkühlung gut – auch einmal außerhalb einer Übung, mit einem großen Schwall aus dem Eimer. Der Arbeiter-Samariter-Bund sicherte nicht nur das Kreisausbildungslager ab, sondern betreute im Rahmen der Lager-Olympiade auch eine der 21 Stationen.

„Straz“ heißt Feuerwehr auf Polnisch. Den Parcours gemeinsam bewältigen die Jugendlichen der Feuerwehren aus Friesack, die 1992 erstmals ihr Jugendausbildungslager in Zootzen organisierte, und ihrer Partnerstadt Parchowo, dem ehemaligen Parchau der preußischen Provinz Westpreußen. „Wir sind immer gern in Friesack und jetzt in Paaren. Die Fahrt nach Deutschland ist bei unseren Kindern und Jugendlichen immer sehr beliebt“, erzählt Zofia Warak, eine der vier Betreuerinnen der 14 polnischen Jugendlichen.

Zehn Jahre Partnerschaft mit Parchowo

„Mit unseren Besuchen der vor zehn Jahren begründeten Partnerschaft zwischen beiden Feuerwehren wechseln für uns jedes Jahr ab“, ergänzt der stellvertretende Amtsjugendwart Kevin Krause, Mitglied der Einheit Retzow. In der Gemeinde Parchowo mit rund zehn Feuerwehren bilden rund 40 Kinder und Jugendliche die Jugendfeuerwehr.

Erstmals nahm eine Jugendfeuerwehr aus dem Havelländer Partnerlandkreis Rendsburg-Eckernförde teil. Neun der insgesamt 23 Jugendlichen der Jugendwehr der Gemeinde Emkendorf kamen mit drei Ausbildern nach Paaren. „In unseren früheren Brandbezirken, vergleichbar mit den heutigen Gemeinden, werden die Jugendlichen zu einer Jugendfeuerwehr zusammengefasst. Emkendorf hat drei Ortsteile“, erklärt der stellvertretende Jugendwart Nils Schlichting. „Im Kreis Rendsburg-Eckernförde organisieren wir alle zwei Jahre ein Kreisausbildungslager der Jugendfeuerwehren.“

Kreisjugendwart ist jetzt Christopher Surek

Pascal Kühn feierte am Samstag seinen 16. Geburtstag. Eine erstmals angemeldete Jugendfeuerwehr aus dem Partnerlandkreis Siegen-Wittgenstein musste absagen. Auch Jugendliche aus dem Landkreis Oberhavel, der Feuerwehren aus Kremmen und Liebenwalde, nahmen wieder teil. Der Kontakt kam während des ersten Kreislagers in Paaren über Sylvia Eschbach zustande, die früher in Schönwalde wohnte und der Liebe wegen nach Liebenwalde zog.

Im Rahmen des Kreisausbildungslagers übergab die Paretzer Kameradin Lisa Müntz ihr Amt als Kreisjugendwartin, das sie seit Anfang 2016 ausübte, aus beruflichen Gründen an den bisherigen Jugendwart der Nauener Einheit Berge, Christopher Surek. Zu ihrer Verabschiedung wurde Lisa Müntz mit der Ehrennadel in Silber der Landesjugendfeuerwehr ausgezeichnet.

Im Landkreis Havelland, mit 96 aktiven Wehren, sind rund 800 Jungen und Mädchen in rund 60 Jugendfeuerwehren aktiv.

Von Uwe Hoffmann

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