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Havelland Kreiseldebatte in Dallgows Wilmsstraße
Lokales Havelland Kreiseldebatte in Dallgows Wilmsstraße
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20:40 09.03.2016
Unübersichtlich, gefährlich: Wilmsstraße an der Bahnbrücke. Quelle: Marlies Schnaibel
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Dallgow-Döberitz

Hier wird es brenzlig: Wer aus der Schillerstraße von Dallgow auf die Wilmsstraße biegen will, hat es nicht leicht. Von links rauschen Autos um die Kurve, rechts versperrt eine schöne Baumallee den Blick auf die Straße, ein Spiegel soll helfen – ist aber zugefroren. Jedenfalls am Mittwoch um 9 Uhr.

Wenig hilfreich: Der Spiegel an der Wilmsstraße ist zugefroren. Quelle: Marlies Schnaibel

„Hier ist es total gefährlich, die Sicht ist schlecht. Ich denke da vor allem an die Kinder, die hier zur Schule radeln“, bemängelt Constanze Wreesmann-Brühl. Sie war am Dienstagabend in die gemeinsame Sitzung von Verkehrs- und Bauauschuss gekommen.

Seit Längerem diskutieren die Dallgower, wie sie die Situation entschärfen können In dem Bereich grenzen auch auf kürzestem Raum noch die Eichendorff- und die Charlottenstraße auf die Wilmsstraße. Das Planungsbüro Richter-Richard hat zwei Entwürfe erarbeitet: einen Kreisel am Café, wo die Schillerstraße jetzt einmündet, oder etwas weiter nördlich eine Kreuzungsvariante.

Beim Kreisel würde die Nauener Straßen angebunden werden. Bei der Kreuzungsvariante würde die Schillerstraße nördlich vom Goetheplatz an die Wilmsstraße herangeführt. Der Straßenabschnitt wird täglich von tausenden Fahrzeugen genutzt, er soll im Jahr 2018 grundhaft ausgebaut werden. Bauamtsleiterin Sabine Kern hatte die bisherigen Diskussionen am Anfang der Debatte in den beiden Ausschüssen zusammengefasst. Danach ging es vor allem darum, den Bereich für Fußgänger und Radfahrer einfacher und sicherer zu gestalten und dem Durchgangsverkehr aus Falkensee etwas entgegenzusetzen.

Ein klares Meinungsbild kam aber am Dienstag nicht zustande. „Die Verkehrsplaner sollten den Fahrradverkehr fördern“, begründete Peter-Paul Weiler (Grüne) sein Veto für die Kreuzungsvariante, Allerdings gab Theo Hoelscher (SPD) zu bedenken, dass in dem auf dem Entwurf eingezeichneten Areal bereits mit dem Bau eines Hauses begonnen wurde. Jörg Vahl (CDU) bemängelte, dass in beiden Varianten die Eichendorffstraße gekappt werden würde. Hans-Peter Pförtner (BBD) meinte: „Kreuzung ist keine strategische Lösung“, Fußgänger und Fahrradfahrer seien wichtig, aber nicht das einzige Argument bei solchen Entscheidungen.

Eine Entscheidung ist am Dienstag nicht gefallen, die Verwaltung wurde beauftragt, die Machbarkeit der Varianten zu prüfen. Das Ergebnis wird in die Verkehrsentwicklungsplanung einfließen, der Plan wird für Dallgow gerade erarbeitet. Ob und welche Berührungen es zum Falkenseer Verkehrsentwicklungsplan gibt, wollen die Dallgower jetzt erkunden. Ausschussvorsitzender Hans-Peter Pförtner hatte vorgeschlagen, sich mit den Nachbarn zusammenzusetzen, um nach Ansätzen für eine Kooperation und Abstimmung zu suchen. „Es ist sinnvoll zu erfahren, was Falkensee plant in unsere Richtung“, sagte Jörg Vahl, gestand aber gleich, er sei „skeptisch, ob die Falkenseer mit uns zusammenarbeiten wollen“. Hannelore Steinig meinte: „Die Zusammenarbeit ist wichtig, es gibt viele Dinge, wo man eine gemeinsame Haltung vertreten kann“, sagte sie und verwies auf die Verlängerung des Brunsbüttler Damms. Die Dallgower wollen nun von Verkehrsausschuss zu Verkehrsausschuss Kontakt aufnehmen.

Von Marlies Schnaibel

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