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Kreistag Havelland schreibt Landratsstelle aus

Verzweifelt gesucht Kreistag Havelland schreibt Landratsstelle aus

Ein Sonderparteitag der SPD Havelland soll am 28. Mai entscheiden, ob die SPD einen eigenen Bewerber in die Landratswahl im Kreistag am 20. Juni schickt. Das hat der Unterbezirksvorstand der SPD am Dienstag beschlossen. Der Kreistag hat am Mittwoch die offizielle Ausschreibung der Landratsstelle beschlossen.

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Martin Gorholt weiß noch nicht, ob die SPD einen Bewerber für die Landratswahl benennt.

Quelle: dpa

Rathenow. Die SPD im Havelland tut sich schwer mit der Frage, wie sie in Zukunft Kommunalpolitik im Kreis betreiben will. Nach der Landratswahl im April,, die im zweiten Durchgang mangels Wahlbeteiligung scheiterte, steht noch nicht fest, ob es einen SPD-Bewerber für die Wahlentscheidung gibt, die nun der Kreistag treffen muss.

Die Stelle des Landrats des Landkreises Havelland wird öffentlich ausgeschrieben. Darauf einigten sich die Mitglieder des Kreistages am Mittwoch bei einer Enthaltung. Es gab keine Diskussionen. Ziel ist es, den Landrat auf der Kreistagssitzung vom 20. Juni 2016 in öffentlicher Sitzung zu wählen. Der Landrat wird als Beamter auf Zeit für die Dauer von acht Jahren zu wählen sein. Die Wahl eines Landrats wird notwendig, weil der bisherige Amtsinhaber Burkhard Schröder auf eigenen Wunsch zum 1. April 2016 in den Ruhestand versetzt wurde.

Zur Wahl am 10. April waren acht Bewerber angetreten, keiner erreichte die nötige Mehrheit. Auch die Stichwahl am 24. April brachte keine Entscheidung, weil Roger Lewandowski (CDU) gegen seinen Mitbewerber Martin Gorholt (SPD) zwar die Mehrheit der Stimmen auf sich vereinen konnte, aber nicht das notwendige Quorum erreichte. Die Bewerbungsfrist für die Stelle des Landrats läuft bis zum 2.Juni. Gesucht wird eine „zielstrebige, verantwortungsbewusste und entscheidungsfreudige Persönlichkeit mit ausgeprägten integrativen Fähigkeiten und Führungsqualitäten“, bewerben können sich Deutsche und sonstige Unionsbürger, die nicht jünger als 18 Jahre sind.

Am Abend vor der Kreistagssitzung in Friesack hatte es eine Sitzung des SPD-Unterbezirksvorstandes gegeben. Auf der Tagesordnung stand auch eine Debatte über die Frage, ob ein SPD-Kandidat seine Bewerbung für die Landratsstelle abgeben soll. Bekanntlich ist die SPD im Kreistag in einer Zählgemeinschaft mit der CDU. Für die CDU wird sich auf jeden Fall der amtierende Landrat, Roger Lewandowski, bewerben. Er hatte bei der gescheiterten Direktwahl die meisten Stimmen bekommen, es fehlten Lewandowski nur 174 Stimmen bis zum Quorum, dann wäre die Wahl gültig gewesen.

Martin Gorholt will den langen Entscheidungsprozess der SPD nicht als Absage an die Zählgemeinschaft werten. „Es hat unterschiedliche Meinungen im Vorstand gegeben. Wir haben mit vielen Fraktionen und Gruppen im Kreistag Gespräche zu dem Thema geführt. Unser Meinungsbildungsprozess ist nicht abgeschlossen.“ Nach weiteren Gesprächen wolle man den Mitgliedern auf einem Parteitag berichten. „Danach soll die Parteibasis eine Entscheidung treffen“, so Gorholt am Mittwoch.

Von Joachim Wilisch und Marlies Schnaibel

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