Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Kreistag beschließt: Schule soll nach Brieselang
Lokales Havelland Kreistag beschließt: Schule soll nach Brieselang
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:15 11.05.2017
Havellands Landrat Roger Lewandowski (CDU).
Anzeige
Rathenow

Sehr schnell war am Montagabend im Kreistag klar, wohin die Diskussion über den Schulentwicklungsplan für das Havelland bis 2022 laufen wird. In fast allen Bereichen zeichnete sich große Zustimmung ab.

Überall wachsende Schülerzahlen sorgen für weniger Platz in vielen Grundschulen, das lag auf der Hand, und dass die Probleme an wenigen Orten sich beherrschen lassen würden durch bereits angelaufene Maßnahmen der Gemeinden. Dass das Osthavelland in wenigen Jahren eine weitere Gesamtschule brauchen wird, war auch noch allgemeiner Konsens. Temperamentvollen Streit gab es aber in der Frage, wo sie errichtet werden soll: In Brieselang, wie es der Schulentwicklungsplan des Kreises vorsieht? Oder doch in Elstal, wie es viele örtliche Stimmen wünschen?

Am Ende ging der Entwurf mit einer großen Mehrheit durch. Es gab nur zehn Gegenstimmen oder Enthaltungen von Linken, Grünen und AfD. Die Gesamtschule in Falkensee sei an ihrer Kapazitätsgrenze, teilte die für Bildung zuständige 1. Beigeordnete Elke Nermerich (SPD) mit. Es gelte natürlich, dort für Entlastung zu sorgen. In Schönwalde gebe es keine weiterführende Schule, der Standort Brieselang liege in „angenehmer, erreichbarer Entfernung“.

Tobias Bank (Linke) aus der Gemeinde Wustermark trug die Argumente für Elstal vor. In Wustermark entstünden in den nächsten Jahren drei Wohngebiete mit Platz für insgesamt 3 300 neue Einwohner, sagte er. So habe es doch Sinn, die Schule da zu errichten, wo die Schüler sein werden.

„In acht Jahren werden die Schülerströme ganz anders sein“, befand Tobias Bank. „Wir vergeben hier eine Chance.“

Michael Koch, Vorsitzender der CDU-Fraktion, wies darauf hin, dass es auch in anderen Orten Wachstum gibt. In Brieselang entstehe ein neues Gebiet mit 2000 Wohnungen. Damit die Gemeinde planen könne, in welcher Weise ihr Schulneubau ausgelegt werden solle, werde hier und jetzt eine Entscheidung gebraucht.

„Die neue Schule müsste eigentlich nach Falkensee“, sagte Rocco Buchta, Vorsitzender der SPD-Fraktion. Als sinnvoll für das ganze Osthavelland habe sich aber der Standort Brieselang herausgestellt. Wolfgang Seelbach (Grüne), auch Mitglied des Kreisschulbeirates, sprach sich dafür aus, im Schulentwicklungsplan keine Empfehlung für einen Standort auszusprechen. Die Entscheidung werde das Bildungsministerium treffen, man sollte es mit einer Empfehlung nicht unter Druck setzen.

Landrat Roger Lewandowski (CDU) ließ sich am Ende der langen Debatte dann auch noch das Wort erteilen. Er lobte die „sachliche und leidenschaftliche Diskussion“ und nannte einige wenige Zahlen. Im Einzugsgebiet von Brieselang seien im Ü-7-Verfahren gegenwärtig 776 Kinder erfasst, im Einzugsgebiet von Elstal seien es dagegen nur 334.

In einigen Jahren werde sich diese Differenz auf 873 zu 362 noch vergrößert haben. „Wenn man die Fakten betrachtet, ist klar, wo man die Schüler unterbringen muss“, resümierte er. Entsprechend eindeutig fiel dann auch die Zustimmung zum Schulentwicklungsplan aus.

Von Bernd Geske

Der Dartsport ist in den vergangenen Jahren immer populärer geworden. Auch an Rathenow ist dieser Trend nicht spurlos vorbeigegangen. Seit dem April 2016 trainieren Fans des Pfeilwerfens in einem eigenen Raum in der Schleusenstraße gleich neben der Stadtbibliothek.

11.05.2017

In seine neue Saison ist das DDR-Museum im Premnitzer Ortsteil Döberitz gestartet. Auf fast 1000 Quadratmetern Fläche zeigt der Inhaber Manfred Hüsges mehr als 40 000 Exponate. Von der SED-Fahne über eine Thälmann-Büste und PEBE-Steckbausteine ist bis zum Trabant-Pkw alles dabei. Die Dauerausstellung ist um eine Camping-Szene erweitert worden.

11.05.2017

Entgegen der Aussagen des Landesbetriebes Straßenwesen aus dem Jahr 2016 besteht nun doch Hoffnung auf Fördermittel für den Gehwegbau innerorts in zwei Wustermarker Ortsteilen.

11.05.2017
Anzeige