Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Kreistag beschließt: Schule soll nach Brieselang

Rathenow Kreistag beschließt: Schule soll nach Brieselang

Sehr schnell war am Montagabend im Kreistag klar, wohin die Diskussion über den Schulentwicklungsplan für das Havelland bis 2022 laufen wird. In fast allen Bereichen zeichnete sich große Zustimmung ab. Nach langer und leidenschaftlicher Diskussion gibt es am Ende eine große Mehrheit – eine neue Schule soll in Brieselang entstehen.

Voriger Artikel
Pfeilwerfer nehmen die 180 ins Visier
Nächster Artikel
Sie gaben einem jungen Flüchtling ein Zuhause

Havellands Landrat Roger Lewandowski (CDU).

Rathenow. Sehr schnell war am Montagabend im Kreistag klar, wohin die Diskussion über den Schulentwicklungsplan für das Havelland bis 2022 laufen wird. In fast allen Bereichen zeichnete sich große Zustimmung ab.

Überall wachsende Schülerzahlen sorgen für weniger Platz in vielen Grundschulen, das lag auf der Hand, und dass die Probleme an wenigen Orten sich beherrschen lassen würden durch bereits angelaufene Maßnahmen der Gemeinden. Dass das Osthavelland in wenigen Jahren eine weitere Gesamtschule brauchen wird, war auch noch allgemeiner Konsens. Temperamentvollen Streit gab es aber in der Frage, wo sie errichtet werden soll: In Brieselang, wie es der Schulentwicklungsplan des Kreises vorsieht? Oder doch in Elstal, wie es viele örtliche Stimmen wünschen?

Am Ende ging der Entwurf mit einer großen Mehrheit durch. Es gab nur zehn Gegenstimmen oder Enthaltungen von Linken, Grünen und AfD. Die Gesamtschule in Falkensee sei an ihrer Kapazitätsgrenze, teilte die für Bildung zuständige 1. Beigeordnete Elke Nermerich (SPD) mit. Es gelte natürlich, dort für Entlastung zu sorgen. In Schönwalde gebe es keine weiterführende Schule, der Standort Brieselang liege in „angenehmer, erreichbarer Entfernung“.

Tobias Bank (Linke) aus der Gemeinde Wustermark trug die Argumente für Elstal vor. In Wustermark entstünden in den nächsten Jahren drei Wohngebiete mit Platz für insgesamt 3 300 neue Einwohner, sagte er. So habe es doch Sinn, die Schule da zu errichten, wo die Schüler sein werden.

„In acht Jahren werden die Schülerströme ganz anders sein“, befand Tobias Bank. „Wir vergeben hier eine Chance.“

Michael Koch, Vorsitzender der CDU-Fraktion, wies darauf hin, dass es auch in anderen Orten Wachstum gibt. In Brieselang entstehe ein neues Gebiet mit 2000 Wohnungen. Damit die Gemeinde planen könne, in welcher Weise ihr Schulneubau ausgelegt werden solle, werde hier und jetzt eine Entscheidung gebraucht.

„Die neue Schule müsste eigentlich nach Falkensee“, sagte Rocco Buchta, Vorsitzender der SPD-Fraktion. Als sinnvoll für das ganze Osthavelland habe sich aber der Standort Brieselang herausgestellt. Wolfgang Seelbach (Grüne), auch Mitglied des Kreisschulbeirates, sprach sich dafür aus, im Schulentwicklungsplan keine Empfehlung für einen Standort auszusprechen. Die Entscheidung werde das Bildungsministerium treffen, man sollte es mit einer Empfehlung nicht unter Druck setzen.

Landrat Roger Lewandowski (CDU) ließ sich am Ende der langen Debatte dann auch noch das Wort erteilen. Er lobte die „sachliche und leidenschaftliche Diskussion“ und nannte einige wenige Zahlen. Im Einzugsgebiet von Brieselang seien im Ü-7-Verfahren gegenwärtig 776 Kinder erfasst, im Einzugsgebiet von Elstal seien es dagegen nur 334.

In einigen Jahren werde sich diese Differenz auf 873 zu 362 noch vergrößert haben. „Wenn man die Fakten betrachtet, ist klar, wo man die Schüler unterbringen muss“, resümierte er. Entsprechend eindeutig fiel dann auch die Zustimmung zum Schulentwicklungsplan aus.

Von Bernd Geske

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Havelland
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg