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Kreistag beschließt fünf neue Notunterkünfte

Asylfrage im Havelland Kreistag beschließt fünf neue Notunterkünfte

Auf einer Sondersitzung hat der Kreistag Havelland am Montagabend in Friesack mit großer Mehrheit die Eröffnung von fünf neuen Notunterkünften für Asylbewerber und Flüchtlinge beschlossen. Sie sollen in Brieselang, Elstal, Falkensee und Schönwalde errichtet werden und zusammen Platz für rund 660 Personen bieten.

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In Rathenow ist Anfang September eine Notunterkunft für Asylbewerber eröffnet worden.

Quelle: Bernd Geske

Friesack. Bereits bis zum 1. November sollen in Brieselang, Elstal, Falkensee und Schönwalde vier neue Notunterkünfte für Asylbewerber und Flüchtlinge geschaffen werden. Zum 1. April 2016 soll dann in Brieselang noch eine zweite Notunterkunft eröffnen. Das hat der Kreistag am Montagabend auf einer Sondersitzung im Schulteil Friesack des Oberstufenzentrums (OSZ) Havelland mit großer Mehrheit beschlossen. Die fünf neuen Unterkünfte zusammen sollen nach dem jetzigen Stand der Planung Platz für 666 Personen bieten. Mit dieser Entscheidung ergänzt der Kreistag seinen Beschluss vom 21. September, nach dem drei große Traglufthallen angemietet werden. Diese werden zusammen rund 900 Asylsuchende und Flüchtlinge beherbergen können, werden aber erst Ende Dezember zur Verfügung stehen.

Bis Jahresende noch 811 Asylsuchende

Gemäß der gegenwärtig noch geltenden Zuweisungszahl des Landes von Ende August, sagte Landrat Burkhard Schröder (SPD) müsse der Kreis im Jahr 2015 insgesamt 1599 Asylbewerber neu aufnehmen. Laut Vorlage bedeutet das zum Stand von Ende September, dass bis Jahresende noch 811 Personen unterzubringen sind. „Wir wissen nicht genau“, blickte der Landrat voraus, „wie weit oberhalb der 1599 wir ankommen.“ Er bezog sich damit auf die verbreitete Annahme, dass die Zahl der Flüchtlinge wohl noch höher ausfallen wird als die August-Prognose.

Es bereite Mühe, Notunterkünfte zu finden, gab er zu und teilte mit, dass die Verwaltung teils bis zu 40 Objekte in Betrachtung hat. Bei dieser Flut, räumte der Landrat ein, könne es vorkommen, dass nicht immer alle Informationen wunschgemäß fließen. Er betonte aber: Alle fünf jetzt vorgelegten Objekte seien „endverhandelt“. Stimme der Kreistag zu, würden die Verträge sofort unterzeichnet.

Nutzungszeiten sind begrenzt

Der Landkreis geht davon aus, dass im 1. Quartal 2016 rund 1000 Plätze für Asylsuchende in längerfristig geplanten festen Gemeinschaftsunterkünften fertig gestellt werden. Das betrifft Standorte in Schönwalde, Dallgow-Döberitz, Nauen und Falkensee. Weil aber bis dahin und bis zur Eröffnung der drei Traglufthallen noch Plätze fehlen, mussten kurzfristig weitere Notunterkünfte her. Das jetzt beschlossene Paket, sagte Landrat Burkhard Schröder, gehöre für „zwischendurch“ dazu. So sind die Nutzungszeiten der jetzt anzumietenden Objekte begrenzt.

Zweimal auf ein Jahr, einmal auf zwei Jahre, einmal auf drei Jahre und einmal auf nur sechs Monate. In vier Fällen behält sich der Landkreis aber die Möglichkeit der Vertragsverlängerung vor.

Von Bernd Geske

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