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Weitere 4,2 Millionen für die Traglufthallen

Unterkünfte für Asylbewerber Weitere 4,2 Millionen für die Traglufthallen

Nachdem der Kreistag im September beschlossen hatte, zur Unterbringung von Flüchtlingen drei Traglufthallen in Nauen, Brieselang und Falkensee zu errichten, hat er am Montagabend in einer Sondersitzung nun deren Betreiben und die Versorgung vergeben. Bis Dezember 2016 werden dafür Kosten von 4,2 Millionen Euro entstehen.

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Traglufthallen wie diese hier sollen in Nauen, Brieselang und Falkensee errichtet werden.

Quelle: dpa

Rathenow. Nachdem der Kreistag vor einer Woche auf seiner planmäßigen Tagung bereits Mehrausgaben von 3,7 Millionen Euro für die Unterbringung von Asylbewerben und Flüchtlingen beschlossen hatte, gab das Gremium auf einer Sondersitzung am Montagabend weitere Ausgaben von 4,2 Millionen Euro frei. Die jetzt beschlossene Summe wird gebraucht für das Betreiben von drei angemieteten Traglufthallen, die bis zum 19. Dezember in Nauen (Robert-Bosch-Straße), Brieselang (Lange Straße) und Falkensee (Leipziger Straße) errichtet werden sollen. Verwendet wird das Geld auch für die Versorgung der in den drei Hallen insgesamt untergebrachten 900 Flüchtlinge.

Das Betreiben aller drei Traglufthallen ist vom Kreistag an den Regionalverband Brandenburg-Nordwest der Johanniter-Unfall-Hilfe vergeben worden, der im Westhavelland seit September die Notunterkunft am Rathenower Hasenweg betreibt. Bereitstellen müssen die Johanniter dafür laut Betreibervertrag Heimleitung, Sozialarbeiter und Hausmeister. In einem beschränkten Verfahren hatte der Landkreis drei Träger der Wohlfahrtspflege aufgefordert, Angebote abzugeben. Nur die Johanniter hatten das fristgerecht erledigt und haben nun vom Kreistag den Auftrag erhalten. Für das Betreiben einer jeden Traglufthalle vom 19. Dezember 2015 bis zum 18. Dezember 2016 sind 417 786 Euro zu zahlen, was zusammen rund 1,25 Millionen Euro ausmacht.

Aus brandschutzrechtlichen Gründen dürfen sich die Flüchtlinge in den drei Traglufthallen nicht selbst versorgen, weil der Einbau von Küchen und das Aufstellen von Kochplatten dort nicht erlaubt sind. Laut Beschlussvorlage war das Beschaffen von separaten Küchencontainern in der nötigen Zeit nicht möglich, weil die Nachfrage gegenwärtig bundesweit sehr hoch sei. Darum müssen die Asylbewerber in den Traglufthallen eine Vollverpflegung erhalten. Der Landkreis hatte in einem beschränkten Verfahren sechs geeignete Unternehmen zur Abgabe von Angeboten aufgefordert, zwei von diesen haben fristgerecht eines eingereicht. Den Zuschlag vom Kreistag erhalten hat die Zuerbel & Link GbR in Neuruppin, die nun für neun Euro pro Person am Tag die Vollverpflegung samt Service übernimmt. Das kostet für ein Jahr bis zum 18. Dezember 2016 pro Halle 984 960 Euro, was zusammen 2,95 Millionen Euro ergibt.

Von Bernd Geske

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