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Havelland Kreisverwaltung hat bald einen Fahrradbeauftragten
Lokales Havelland Kreisverwaltung hat bald einen Fahrradbeauftragten
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19:22 08.10.2018
Freizeitradler und alle anderen, die das Fahrrad nutzen, haben bald Unterstützung von einem Fahrradbeauftragten. Quelle: Tanja M. Marotzke
Havelland

Die Initiative kam aus der Region zwischen Nauen und Falkensee. Dort gibt es gleich mehrere Arbeitsgemeinschaften, die die Situation für Fahrradfahrer in den Städten und Gemeinden – aber auch dazwischen – verbessern wollen.

Wie der Wunsch entstand

Manchmal tut ein Blick über die Kreisgrenzen wohl und dort entdeckten die Kreistagsfraktionen von Bündnis 90 / Die Grünen und der Linken Landkreise, in denen es Fahrradbeauftragte gibt. Das ist also nichts Neues und so entstand der Wunsch, auch in der havelländischen Kreisverwaltung die Stelle eines Fahrradbeauftragten zu schaffen.

Fahrradtouristen sind aus dem Gästebilanzen längst nicht mehr wegzudenken. Zwar gibt es Kreistagsabgeordnete, die anderer Meinung sind – aber der Fahrradtourismus nimmt im Landkreis neben dem Wassertourismus eine zentrale Rolle ein. Insbesondere die Region um Rathenow ist bei Radtouristen beliebt und die überregionalen Fahrradwege werden auch vom Tourismusverband beworben.

Manchmal ist es für Fahrradfahrer gefährlich. Quelle: Tanja M. Marotzke

Frühzeitig hatte Landrat Roger Lewandowski Zustimmung signalisiert. Nachdem der Wirtschaftsausschuss des Kreistages dem bereits zugestimmt hatte, hatten die Mitglieder des Kreisbauausschusses das Wort. Zum Aufgabengebiet des Fahrradbeauftragten gehöre auch der Radwegebau in und zwischen den Kommunen.

So fehlen im Radwegenetz im Landkreis immer wieder entscheidende Teilstücke. „Die Radwege liegen nicht nur innerorts sondern oft an Kreis- und Landesstraßen“, weiß Tobias Bank (Linke). Ein Fahrradbeauftragter könne denen, die als Träger für den Ausbau von Radwegen infrage kommen helfen, Fördermittel zu beantragen und weitere bürokratische Hürden zu überwinden.

Fahrt zur Arbeit

Doch es sind nicht nur die Touristen. Insbesondere in den Dörfern rund um die Logistik- und Güterverkehrszentren gebe es immer mehr Menschen, die nun mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Eine anderes Themenfeld sind die Radwege, die zu Schulen führen. Ein Beispiel aus dem Westhavelland ist in den vergangenen Jahren immer wieder diskutiert worden. Zwischen Böhne und Rathenow West soll ein durchgehender Radweg mehr Sicherheit für Kinder bieten.

Das Fahrrad habe als Transportmittel, als Sportgerät und als Tourismusprojekt hohen Stellenwert, sagte Bank abschließend. Landrat Roger Lewandowski will die Stelle des oder der Fahrradbeauftragten des Kreises im Amt für Kreisentwicklung oder im Referat Wirtschaftsförderung einrichten. „Da passt es hin“, hieß es am Montag bei einer Sitzung des Kreistages in Rathenow.

Der Radweg zwischen Rathenow und Rhinow ist seit Jahren in einem schlechten Zustand. Die Sanierung wird immer wieder verschoben. Quelle: Christin Schmidt

Nachdem der Antrag im Kreistag vor einigen Monaten in die Ausschüsse überwiesen wurde, hatte Lewandowski einen Vorschlag erarbeitet. Die Person, die sich mit dem Thema befasst, soll 50 Prozent ihrer Arbeitszeit dafür aufwenden. Eine neue Stelle wird nicht geschaffen. Durch die Umverteilung von Aufgaben soll die Kapazität frei werden.

Noch mehr Aufgaben

Ein Fahrradbeauftragter des Kreises würde die havelländischen Interessen in Zukunft auch in der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen Brandenburg wahrnehmen. Die Mitgliedschaft in dem Verband hatten ebenfalls Linke und Bündnis 90 / Die Grünen gemeinsam beantragt. 3000 Euro kostet die Mitgliedschaft um Jahr. Mitglied würde der Kreis aber erst 2019 werden.

Mit Mehrheit stimmten die Mitglieder des Kreistages für den Vorschlag – sie hoffen, dass so Sanierung der Radwege, Neubau und die Akquise von Fördermitteln besser koordiniert werden.

Von Joachim Wilisch

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