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Rechter Winkel statt schräger Querung

Kreuzung B 188 / L 97 wird im Frühjahr umgebaut Rechter Winkel statt schräger Querung

Der Ort, wo die L 97 (Großderschau – Schmetzdorf) die B 188 (Rathenow – Wust) kreuzt, wird im Frühjahr zur Großbaustelle. Die Kreuzung wird komplett umgebaut, weil sie nicht mehr den aktuellen Sicherheitsbestimmungen entspricht. Autofahrer müssen sich auf Beeinträchtigungen des Verkehrsflusses einstellen.

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Die Kreuzung B 188/L 97 wird im Frühjahr umgebaut. Ende Mai soll sie fertig sein.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Es gibt etliche Rathenower, die tagtäglich auf der B 188 in Richtung Stendal unterwegs sind, weil sie in der Nachbarstadt arbeiten. Die wenigsten werden allerdings wissen, dass die im Wald liegende Kreuzung der Bundesstraße mit der L 97 (Großwudicke – Schmetzdorf) nicht dem Idealbild einer Straßenkreuzung entspricht. Aber so ist es. Die Landesstraße führt schräg über die Bundesstraße hinweg. Das entspreche nicht mehr den gängigen Sicherheitsvorschriften, sagt Karsten Ziehm, Leiter der Straßenmeisterei Rathenow. Deshalb werde die Kreuzung komplett umgebaut.

Und zwar so, dass die beiden Enden der L 97 künftig im rechten Winkel auf die Bundesstraße treffen. Das erhöhe, so Ziehm, die Aufmerksamkeit der Autofahrer. Bei der schrägen Variante bestehe immer die Gefahr, dass der Autofahrer die eine Seite der zu kreuzenden Straße gut einsehen könne, und dadurch möglicherweise verleitet werde, die Straße ohne Stopp zu überqueren. Die Gefahr, dass der Verkehr auf dem schlechter einsehbaren Straßenstück übersehen werde, sei relativ groß. Treffen die Straße dagegen im rechten Winkel aufeinander, sei der Verkehrsteilnehmer gezwungen, beiden Seiten die gleiche Aufmerksamkeit zu widmen.

Ampelschaltung auf der Bundesstraße

Der Umbau der Kreuzung beginnt im Februar mit Baumfällarbeiten und soll Ende Mai abgeschlossen sein. Die L 97 wird während der Straßenbauarbeiten im Kreuzungsbereich voll gesperrt, die Umleitungsstrecke wird frühzeitig ausgeschildert. Auch der Verkehr auf der B 188 wird durch den Umbau der Kreuzung beeinträchtigt. Voraussichtlich werden die Autofahrer mittels einer Ampelschaltung einspurig über die Baustelle hinweggeführt. „Es ist nicht ausgeschlossen, dass der Bereich kurzfristig auch mal voll gesperrt werden muss“, sagt Ziehm. Der Landesbetrieb Straßenwesen werde aber – wenn es zu Sperrungen komme – rechtzeitig informieren.

Der ein oder andere aufmerksame Zeitgenosse wird sich fragen, warum die Kreuzung nicht schon im Sommer 2014 umgebaut wurde. Da nämlich unterzog der Landesbetrieb die B 188 zwischen dem Abzweig nach Buckow und der Landesgrenze Sachsen-Anhalt einer Komplettsanierung. Auf dem rund 5,5 Kilometer langen Straßenstück wurde nicht nur die Oberfläche erneuert, sondern es kam auch zu einer Verbreiterung der Fahrbahn um 50 Zentimeter.

Ungeklärte Eigentumsfragen hätten dazu geführt, dass die Kreuzung damals aus dem Gesamtvorhaben herausgelöst werden musste, erklärt Ziehm. Mittlerweile sei alles geregelt, sodass dem Bauvorhaben nichts mehr im Wege stehe. Der genau Baubeginn werde den Bürgern über die Medien mitgeteilt.

Von Markus Kniebeler

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