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Havelland Kriegerdenkmal wird saniert
Lokales Havelland Kriegerdenkmal wird saniert
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00:30 25.10.2015
Das Kriegerdenkmal in Nitzahn. Quelle: Norbert Stein
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Nitzahn

Kaum noch lesbar sind die Inschriften auf dem Denkmal für die Gefallenden des 1. Weltkrieges in Nitzahn. Zeit und Witterung haben dem Kriegerdenkmal zugesetzt und sichtliche Spuren hinterlassen. Eine zu DDR-Zeiten von der Staatsführung nicht erwünschte Unterhaltung haben dazu geführt, dass vielen Kriegerdenkmälern gestalterische Details verloren gingen. Auch das Denkmal vor der Kirche in Nitzahn blieb davon nicht verschont. Nun lässt die Gemeinde Milower Land das Kriegerdenkmal im Ortsteil Nitzahn vom Knake-Natursteinwerk Rathenow sanieren.

Sockel wurde bereits saniert

Der Sockel und das Fundament wurden bereits saniert, damit das Denkmal einen zukunftssicheren Stand hat. „Die Maurerarbeiten sind im wesentlichen abgeschlossen“, erklärt die Leiterin der Bauverwaltung der Gemeinde Barbara Jaensch. Die Erneuerung der Inschrift und die Beseitigung von Einschusslöchern am Adler auf dem Denkmal gehören zu den nächsten Arbeiten. Voraussetzung dafür ist trockenes Wetter.

Eigentlich gehören zu dem rund 90 Jahren alten Denkmal ein Medaillon und ein Schwert. Die Teile sind aber nicht mehr vorhanden oder in einem sehr schlechten Zustand. Sie werden derzeitig in einer Gießerei neu angefertigt und anschließend am Denkmal angebracht.

5000 Euro pro Jahr

Die Gemeinde plant jedes Jahr 5000 Euro im Haushalt ein für die Sanierung von Kriegerdenkmalen. So konnten schon in Vieritz, Knoblauch in Zollchow die Denkmale zur Erinnerung der Gefallenen des 1. Weltkrieges hergerichtet werden. Für die Einwohner sind es auch Stätten der Erinnerung an die Gefallenen des 2. Weltkrieges, gegen Gewalt, Vertreibung und Gewaltherrschaft.

Auch die Sanierung des Kriegerdenkmals in Nitzahn wird aus dem 2015 um ein paar Tausend Euro aufgestockten Haushaltsfonds der Gemeinde finanziert. In drei Wochen sollen alle Arbeiten erledigt sein. Am Sonntag, 15. November, findet am Denkmal in Nitzahn die diesjährige Gedenkveranstaltung des Landeskreis Havelland und der Deutschen Kriegsgräberfürsorge Havelland zum Volkstrauertag statt.

Von Norbert Stein

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