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Krippe für Hoppenrader Kirche

Das dritte Geschenk von Rudolf Müller Krippe für Hoppenrader Kirche

Nach der Wustermarker und der Dyrotzer hat nun auch die Hoppenrader Kirche eine Krippe. Der gelernte Tischler Rudolf Müller aus Wustermark hat sie geschnitzt und der Kirchengemeinde geschenkt.

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Rudolf Müller hat insgesamt ein Jahr an den Figuren gearbeitet.

Quelle: Jens Wegener

Hoppenrade. Es war sein dritter Streich. Ob es einen vierten geben wird, will Rudolf Müller noch nicht versprechen. Aber insgeheim denkt er schon an die Elstaler Kirche, weil er dort seine Lehre als Tischler gemacht hat.

Der 75-jährige Wustermarker übergab am Dienstagvormittag dem Gemeindekirchenrat von Hoppenrade ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk: eine Krippe aus Lindenholz mit 14 Figuren und Teilen inklusive Stall, dem Stern von Bethlehem und einem Schaf. „Das Schaf ist neu. Das haben die anderen beiden nicht“, sagte der Rentner in der Hoppenrader Kirche. 2008 hatte er bereits eine ähnliche Krippe für die Kirche in Wustermark, im vergangenen Jahr für das Gotteshaus in Dyrotz hergestellt. „Wir können ihm gar nicht genug danken. Wir freuen uns über das wunderschöne Werk, das im Gottesdienst am 24. Dezember in dieser Kirche zu sehen sein wird“, erklärte Pfarrerin Heike Benzin.

Diana Janke, Sylvia Sakic und Günter Tessendorf vom Gemeindekirchenrat Hoppenrade ließen es sich am Dienstagvormittag nicht nehmen, die Krippe selbst in Augenschein zu nehmen. „Die Figuren sind so toll gelungen. Auch die Gewänder und der Stall sind faszinierend“, sagte Sylvia Sakic.

Ein gutes Jahr arbeitete Rudolf Müller, der selbst katholisch ist, an der Krippe. Natürlich nicht jeden Tag und wenn, dann auch nur immer so lange, wie er Lust hatte. „Meistens habe ich mich nach dem Abendessen in die Veranda zurückgezogen und losgelegt. Maschinen brauchte ich dazu nicht, nur die verschiedenen Schnitzmesser“, so der Experte.

Die Vorlagen zu den Figuren hat er sich aus Zeitschriften oder Büchern geholt. „Aber ehrlich gesagt, bei der dritte Krippe kennt man Maria, Josef und die anderen schon und muss nicht mehr auf Bilder gucken.“ Lediglich beim Jesuskind hat er sich entscheiden, statt der ausgestreckten lieber angelegte Arme zu schnitzen, weil die nicht so schnell abbrechen können, wenn die Figuren um- oder aufgestellt werden.

Bei seinem jetzigen dritten Exemplar schraubte Rudolf Müller alle Teile auf einer Bodenplatte an. Außerdem lieferte auch gleich noch einen großen Holzkasten mit, in dem die 90 Zentimeter breite und etwa 20 Zentimeter hohe Krippe verschwinden kann, wenn das Weihnachtsfest vorbei ist. Das passt insofern ganz gut, weil die Hoppenrader Kirche nach umfangreichen Sanierungsarbeiten außen nun auch innen saniert werden und die Krippe deshalb staubsicher und geschützt in der Sakristei abgestellt werden soll.

Dass eine geschnitzte Krippe jetzt in der Kirche steht, sei auch Annemarie Janke, einem langjährigen Kirchenmitglied „geschuldet“, erzählte Pfarrerin Heike Benzin: „Sie hat die Krippe in Dyrotz gesehen und zu Herrn Müller gesagt: ’So eine wollen wir auch’. Da konnte er nicht Nein sagen.“

Von Jens Wegener

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