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Küchenanbau eingeweiht

Mehr Platz in Wustermarker Grundschule Küchenanbau eingeweiht

Gut zwei Jahre haben die Planungen und Vorarbeiten gedauert. Jetzt können die Wustermarker Grundschüler in schönerem Ambiente das Mittagessen einnehmen.

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Kantorin will ein Kinderensemble aufbauen

Großer Andrang bei der Essenausgabe.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Wustermark. Milchreis mit Zimt und Zucker – es gibt wohl nur wenige Kinder, die dieses Gericht nicht mögen. An der neuen Essenausgabe in der Wustermarker Grundschule jedenfalls herrschte am Mittwochmittag großer Andrang. Viele der insgesamt 355 Mädchen und Jungen ließen es sich schmecken. Noch dazu, weil sie jetzt nicht mehr in einem beengten Durchgangsraum sondern in der großen Aula die Mahlzeiten einnehmen können. Der neue Schulleiter Michael Heinrich sprach von „ruhiger Atmosphäre und mehr Esskultur“, die jetzt an der Otto-Lilienthal-Schule herrschen.

Pünktlich zum Schuljahresbeginn ist der Anbau an die Aula fertig geworden. Auf rund 120 Quadratmeter verteilt befinden sich darin neben der Essenausgabe auch diverse Lager- und Technikräume sowie Umkleiden für das Personal. Selbst der bisherige Schulleiter Eberhard Willig und seine Stellvertreterin Marianne Sachse, die inzwischen im Ruhestand sind, waren gekommen, um sich das Ergebnis einer zweijährigen Planung und Bauzeit anzusehen. „Es ist ein schöner tag für Wustermark und für diese Schule“, sagte Willig.

Stolze 597 000 Euro, und damit knapp 150 000 Euro mehr als ursprünglich geplant, hat die Gemeinde Wustermark in den Anbau investiert. Vor allem der Brandschutz und die Auflagen bezüglich des Denkmalschutzes des Hauptgebäudes ließen die Kosten explodieren. Trotzdem sprach Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) davon, „dass das Geld für das Wohl der Kinder gut angelegt ist“. Laut Bauamtschef Wolfgang Scholz sei seit 1993 nahezu in jedem Jahr an der Schule etwas erneuert oder saniert worden. Mehrere Millionen Euro sind in das Gebäude bisher geflossen, zuletzt wurden diverse Klassenräume neu gestaltet, Fluchttreppen angebaut, in den Fluren Sicherheitstüren eingebaut. „Und wir sind hier längst nicht fertig. Bis 2018/19 werden noch etwa 1,7 Millionen Euro investiert“, so Scholz. Man werde sich auch nicht von dem Tiefschlag abhalten lassen, als im Frühjahr das Bildungsministerium den Wechsel der Grundschule zu einer Ganztagsschule abgelehnt hat, sagte der Bürgermeister. Er wie auch der neue Schulleiter gehen fest davon aus, dass es an der Otto-Lilienthal-Schule ab 2016/17 die Ganztagsangebote geben wird.

Eine Neuerung ist bereits seit dem ersten Schultag am Montag voll eingeschlagen. Der Humanistische Freidenkerbund Havelland bietet mit der Aktion „Fit in den Tag“ täglich ein gesundes Frühstück an. Ähnlich wie bereits an der Elstaler Oberschule praktiziert, können die Kinder vor Schulbeginn und in der ersten großen Pause für kleines Geld essen und trinken. „Dieses Angebot ist einmalig im Havelland“, meinte Humanistenchef Volker Mueller.

So sehr alle Wustermarker Gemeindevertreter den neuen Küchentrakt lobten, ärgerte sich Grünen-Abgeordnete Ingeborg Kalischer doch über einen Punkt: „Es war mal geplant, hier eine Frischeküche zu installieren. Das ist leider nicht gelungen.“ Jetzt werden die von Sodexo vorgekochten Mahlzeiten in der Wustermarker Schulküche erwärmt und dann ausgegeben.

Von Jens Wegener

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