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Havelland Kühne Lastwagen-Manöver ärgern Rathenower
Lokales Havelland Kühne Lastwagen-Manöver ärgern Rathenower
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17:17 12.05.2016
Die Zufahrt zum Toom-Markt müsste erweitert werden. Quelle: Ch. Schmidt
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Rathenow

Seine Geduld ist langsam aufgebraucht. Frank Scholz fordert mit Vehemenz, dass vor seiner Haustür endlich etwas passiert. „Entweder wird eine Wendeschleife für den Lieferverkehr zum Toom-Baumarkt gebaut oder die Stadt löst das Problem mit einfachen Mitteln. Ähnlich wie in der Eigendorffstraße könnten vor dem Bahnübergang zwei Kübel stehen, so dass Feuerwehr und Rettungsdienst durchkommen“, schlägt Scholz vor. Sollte der Stadt selbst dafür das Geld fehlen, ist Scholz sogar bereit die Kübel zu bezahlen.

Das hier dringend etwas passieren muss, dass sieht auch City-Manager Jens Hubald so. Seit drei Jahren beschäftigt er sich mit dem Thema und der entsprechende Ordner wird dicker und dicker. Darin vermerkt sind auch die bereits entstandenen Schäden. Im Februar beschädigte ein LKW-Fahrer vermutlich beim Wenden eine verklinkerte Säule, sämtliche Betonpoller sind durch das Rangieren bereits in Mitleidenschaft gezogen, ebenso die Bordsteinkanten. „Und am Dienstag hätte es fast wieder geknallt“, so Scholz.

Es musste immer wieder neu verhandelt werden

Er machte noch einmal deutlich, dass sofort etwas passieren muss. Deshalb habe er auch kürzlich mit dem neuen Leiter des Baumarkts gesprochen und erfahren, dass das Grundstück für die angeblich geplante Wendeschleife gar nicht dem Markt, sondern einem Konsortium in Freiburg gehört. Ihn ärgert, dass jeder die Verantwortung von sich schiebt.

Richtig ist, so Hubald, dass für das Projekt Wendeschleife ein vom Baumarkt beauftragtes, externes Unternehmer zuständig ist. Mit diesem Konsortium sei die Stadt auch bereits seit 2013 in Kontakt. Allerdings wechselte das Konsortium zwischenzeitlich und man musste wieder neu verhandeln. Später wechselte auch noch der beauftragte Dienstleister, der Zeitplan musste erneut verworfen werden. „Aufgrund unserer ständigen Beschwerden, ließ der Baumarkt dann 2014 auch Arbeiten durchführen, allerdings nicht fachgerecht. Unser Bauamt hatte die Maßnahme bemängelt“, so Hubald. Anschließend einigte man sich auf das Vorgehen, so wie es jetzt geplant ist.

Eine Planskizze liegt nun vor

Jens Hubald stellte auch klar, dass die von Frank Scholz vorgeschlagenen Kübel nicht notwendig sind. „Geplant ist eine Ausweitung der Zufahrt, keine Wendeschleife. Das entsprechende Budget hat das zuständige Unternehmen bereits eingestellt, die Planskizze liegt vor, ebenso ein Angebot. Ein weiteres muss noch eingeholt werden“, weiß der City-Manager. Auch er ärgert sich, dass noch immer nichts passiert ist. Die Stadt hat bereits mit unterschiedlichen Wegen und Mitteln versucht, ihr Ziel durchzusetzen.

„Ich habe dem Unternehmen sogar damit gedroht die Straße zu sperren, doch letztendlich sind uns die Hände gebunden. Das einzige was wir tun können, ist Mitarbeiter des Ordnungsamts dort abzustellen, um am laufende Band Knöllchen zu verteilen. Dann trifft es aber immer nur den kleinen LKW-Fahrer.“ Jens Hubald wartet jedenfalls wie Frank Scholz sehnlichst darauf, dass das Unternehmen tätig wird und er ist guter Dinge, dass das nun endlich auch passiert.

Die Ausweitung der Ausfahrt wurde notwendig, weil die Lieferfahrzeuge in den letzten 20 Jahren immer größer wurden und die ursprüngliche Anfahrt nicht mehr ausreicht, um in die Ladegasse zu fahren.

Von Christin Schmidt

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