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Künstler der Scheune zeigen ihre Werke

Milower Land Künstler der Scheune zeigen ihre Werke

18 westhavelländische Ateliers öffnen am Wochenende ihre Türen, auch die Gruppe „Künstler der Scheune“ aus Milow im Havelland beteiligen sich. Bei ihnen können sich die Gäste am Samstag nicht nur zahlreiche Bilder anschauen.

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Ursula Eismann zeigt im Gemeinderaum im Milower Gutskomplex stolz eines ihrer Bilder und Werke ihrer Malfreunde.

Quelle: Christin Schmidt

Milow. Jeden Montag verwandelt sich der Milower Gemeinderaum auf dem Gelände des Gutskomplexes in ein Atelier. Dann werden Staffeleien aufgebaut, Pinsel und Farbpaletten ausgebreitet und eifrige Hobbymaler aus dem Milower Land lassen ihrer Kreativität freien Lauf.

Sie treffen sich hier, um sich auszutauschen, miteinander zu plaudern und um in der Gemeinschaft zu malen. Die meisten bevorzugen für ihre Werke Ölfarben, einige haben sich auf Aquarellmalerei spezialisiert. Die Motive reichen von Landschaften, über Stillleben bis hin zu politischen Szenen und Porträts berühmter Persönlichkeiten. Eine Kostprobe ihres Könnens werden die Malfreunde am Wochenende der breiten Öffentlichkeit präsentieren. Dann laden sie zum Tag des offenen Ateliers ein, der am 6. und 7. Mai im gesamten Land Brandenburg stattfindet.

2010 zum ersten Mal gemeinsam in der Scheune ausgestellt

„Welche Bilder dieses Mal zu sehen sind, kann ich noch nicht sagen, denn jeder von uns bringt seine Werke erst einen Tag vor der Ausstellungseröffnung mit“, sagt Ursula Eismann. Sie ist eine von derzeit 13 Hobbymalern, die viele als die „Künstler der Scheune“ kennen.

Der Name geht zurück auf die erste gemeinsame Ausstellung, die 2010 in einer Scheune stattfand. Ein Milower Unternehmer hatte den ungewöhnlichen Ausstellungsort zur Verfügung. Etwa 20 Hobbymaler, die sich aus verschiedenen Malkursen kannten, organisierten damals zum ersten Mal eine eigene Ausstellung in ihrer Heimat. „Das kam so gut an, dass wir beschlossen, die Ausstellung zu wiederholen“, erinnert sich Ursula Eismann. Damals entstand auch der Name „Künstler der Scheune“. „Und als der neue Gemeinderaum entstand, dachten wir uns, warum sollen wir bis nach Rathenow fahren, wir könnten doch auch hier gemeinsam malen“, erzählt die sympathische Seniorin.

Demnächst zeigen die ihre Werke im Wasserturm in Genthin

Seither hat sich die Gruppe bereits zwei Mal an der Frühlingsgalerie in Rathenow beteiligt, 2016 bekam „Scheunenmaler“ Horst Wahlsdorf für sein Werk sogar den zweiten Platz. Derzeit sind auch einige Werke der Gruppe im Rathenower Rathaus ausgestellt und am 13. Mai eröffnen die Künstler der Scheune eine Ausstellung im Wasserturm in Genthin.
Obwohl die Gruppe seit 2012 nicht mehr in der Scheune ausstellt – als Ausstellungsraum war dieser Ort einfach zu dunkel – ihren Namen haben sie trotzdem behalten. „Auch wenn wir ja eigentlich gar keine Künstler sind, sondern Hobbymaler. Wir malen für uns, einfach, weil es uns Spaß macht.

Die Künstler der Scheune vor ihrem Domizil im Milower Gutskomplex

Die Künstler der Scheune vor ihrem Domizil im Milower Gutskomplex.

Quelle: privat

Nur wenige verkaufen ihre Bilder, aber es ist uns ein Bedürfnis, unsere Werke der Öffentlichkeit zu präsentieren“, erklärt Ursula Eismann. Die studierte Kunstpädagogin malt am liebsten Landschaften und Blumen, auch ihren Enkel hat sie schon porträtiert. Mit ihren eigenen Werken geht sie dabei stets sehr kritisch um und greift auch mal zu radikalen Mitteln, wenn ihr ein Werk nicht gelingen will. „Ich habe auch schon eines meiner Bilder zum Osterfeuer mitgenommen“, verrät Ursula Eismann.

Am Tag des offenen Ateliers gibt es zur Kunst Akkordeonmusik

Sie ist längst nicht die einzige Lehrerin in der Gruppe, zu der neben zehn Frauen auch drei Männer gehören. Sogar ein malender Maurer, der eine Vorliebe für Aquarelle hat, ist dabei. Auf einen geschulten Lehrer, der Themen vorgibt oder die Hobbymaler anleitet, können die Künstler der Scheune nicht zurückgreifen. „Stattdessen helfen wir uns gegenseitig und geben uns Tipps“, so Eismann. Wenn jemand mal nicht weiter weiß, braucht er nur sein Bild hoch zu halten, dann geben ihm alle anderen gern Ratschläge.

„Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es zehn verschiedene Tipps sind. Es macht sich eben durchaus bemerkbar, dass wir aus unterschiedlichsten Schulen kommen“, fügt Ursula Eismann mit einem Lächeln hinzu.

Samstag und Sonntag sind Interessierte von 11 bis 17 Uhr im und vor dem Gemeinderaum, Stremmestraße 1, willkommen. Am Samstag gibt die Akkordeongruppe der Musikschule Fröhlich bei schönem Wetter ein Konzert. Für Kaffee und Kuchen wird gesorgt sein, so der Veranstalter.

Offene Ateliers im Westhavelland

Rathenow: Die Kunst- und Musikschule TonArt am Körgraben öffnet am Samstag ihre Türen. Der Karl Mertens Kunstverein lädt ins Atelier in der Semliner Straße 225 sowie in die Stadtgalerei, Berliner Straße 1a, und bietet Schnupperkurs in Ölmalerei. Auch das Offene Atelier im Kulturzentrum beteiligt sich.

Amt Nennhausen: Dirk Friese zeigt in seinem Atelier Saralya Keramiken und experimentelle Fotografie, Parkstraße 1 in Landin. In der Galerie von Uthea Dormer in der Steinstraße 4 in Landin gibt es abstrakte Malerei, Monotypien und Aquarelle zu sehen. Im
Kreativraum am Hohennauener See , Großes-Fenn 18 in Stechow-Fersesar, zeigt Hedwig Bönsch Acrylmalerei.

Amt Rhinow: Im Atelier Art Land in der Hauptstraße 23 in Wolsier wird die Ausstellung „L’ Amour A La Penture“ mit Werken von Wilfried Schwarz, Brigtte Wanagas-Schwarz und Dirk Niklaus gezeigt. Am 7. Mai gibt der Chor Wolsier ab 14 Uhr ein Konzert.

In der Kreativoase , Straße am Neubau 4 in Gülpe zeigt Jordis Hammer Aquarelle und Acrylmalerei. Skulpturen und Malerei von Matthias Rinne sowie Fotografien von Annette Wiechens können in der Pareyer Straße 9 in Gülpe bestaunt werden.

Milower Land: Kurator Bodo Rau eröffnet in der Kunsthalle Bahnitz , Dorfstraße 1, die Ausstellung „Lebenszeit“ mit internationalen Künstlern. An beiden Tagen sind von 12 bis 17 Uhr im Atelier von Karlheinz Biederbick , Dorfstraße 4 in Bahnitz, Reliefminiaturen aus Terrakotta und Großplastiken zu sehen. Christa Biederbick stellt in der Dorfstraße 24 Bildhauerarbeiten aus.

Der Vierseitenhof König , Dorfstraße 11 in Bahnitz, beherbergt eine Ausstellung. Am Samstag um 18 Uhr findet zudem eine Lesung statt. Objekte, Malerei, Grafiken und Reliefs sind auf dem Kunsthof Galm zu sehen, Galmer Straße 7, Galm.

Premnitz: Malerei, Grafik und Keramik stellt Wilfried Planke in der Alten Hauptstraße 16 aus. Er zeigt großformatige Aquarelle in der Ausstellung „Malerreisen in Europa und anderswo“.

Von Christin Schmidt

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