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Künstlerin findet im Havelland ihr Zuhause

Falkensee Künstlerin findet im Havelland ihr Zuhause

Die Keramikerin Katarina Monien ist weit herumgekommen. Nun hat sich die Norwegerin in Falkensee niedergelassen. Bei ihrer künstlerischen Arbeit lässt sie sich weiterhin von ihrer rauen Heimat inspirieren.

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Katarina Monien bei der keramischen Arbeit.
 

Quelle: Hans-Peter Theurich

Falkensee.  Katarina Monien ist schon ganz schön rumgekommen in der Welt: geboren in Norwegen, Studium in England, Schreinerlehre in Freiburg im Breisgau, Keramikerin in Virginia und Los Angeles, USA. Jetzt lebt sie seit einem Jahr in Falkensee: „Ich genieße das ländliche Leben. Hier habe ich endlich ein Atelier, in dem meine Keramik-Plastiken entstehen“, sagt die zweifache Mutter.

In Potsdam arbeitet sie für den norwegischen Kundendienst einer japanischen IT-Firma; auch um ihre Muttersprache fit zu halten. Nach Jahren im Ausland kann selbst die etwas einrosten. „Meine Töchter sprechen beide Norwegisch und natürlich Deutsch“, sagt Katarina Monien. Mindestens einmal im Jahr fährt die Familie in die eindrucksvolle Natur des skandinavischen Landes. Dort lässt sich Katarina Monien inspirieren für ihre Wandobjekte. Gerade weil die Künstlerin in Deutschland weit weg von Fjorden und Felsen lebt, hat die raue Natur mit ihren leuchtenden Farben großen Einfluss auf die Keramik. Da gibt es erstaunlich knallblaue Seen, umgeben von Schilf in Grellorange. Das sind die Vorlagen, nach denen die Keramikerin arbeitet und die man als Glasur auf grauem Ton wiedertrifft. Ein Skizzenbuch hat sie immer bei sich.

Ein Tag in der Woche ist bei Katarina Monien der Kunst vorbehalten. Wenn eine Plastik entsteht, muss zuweilen der Nachtschlaf dran glauben: „Ich stehe manchmal sehr früh auf, um zwei Stunden im Atelier zu arbeiten, bevor ich das Frühstück für meine Familie mache.“ Diese Zeit ist kostbar, dann gehen die Gedanken spazieren und nehmen fast beiläufig Einfluss auf das Werk; so schlichen sich verschlungene Pfade auf die Glasur einer Keramik, als das Flüchtlingsthema besonders aktuell war.

Wenn Katarina Monien etwas anpackt, dann entsteht hohe Qualität: Für ihr Gesellenstück als Schreinerin erhielt sie eine Auszeichnung. Von einer österreichischen Firma bekam sie einen Preis für ein Objekt aus Ton. Als sie in Norwegen in einer Keramik-Werkstatt arbeitete, übernahm Katarina Monien bald die kommissarische Leitung.

Ihre Arbeiten präsentiert die Galerie Bartscht in der Berliner Albrechtstraße. In ihrer Heimatstadt Moss, südlich von Oslo, sind ihre Objekte ebenfalls zu haben - übrigens in einer Galerie mit dem freundlichen Namen „kvinnelist“ (Frauenlist). Auf Anfrage übernimmt die Künstlerin Aufträge.

Natürlich gibt es für Katarina Monien ein Leben jenseits von Ton und Glasur. Sie liest leidenschaftlich Krimis, klar, die aus Skandinavien. Oder sie näht, das ist ihr Hobby. Außerdem läuft sie gern. Keramiken von Katarina Monien sind auf www.Kmonien.de zu sehen.

Von Judith Meisner

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