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Havelland Kultkneipe packt ein
Lokales Havelland Kultkneipe packt ein
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00:18 30.12.2017
Abschrauben, abhängen, abhauen: Im Schrääg rüber wurde am Mittwoch abgebaut. Quelle: Marlies Schnaibel
Falkensee

Die Wimpel, die Pokale und die Fanschals waren zuerst weg. Die Fußballdevotionalien werden eingelagert. Die populäre Eventkneipe „Schrääg rüber“ von Falkensee wurde am Mittwoch abgebaut. Zwanzig Freiwillige packten mit an beim Umziehen. „Es hatten sich viel mehr gemeldet, aber sonst stehen wir uns nur im Wege“, sagte Heiko Richter, der Gründer und Betreiber vom Schrääg rüber.

Der Auszug war nötig geworden, weil der Mietvertrag nach 23 Jahren nicht mehr verlängert worden war. Die von manchen Seiten gefürchteten Ausschreitungen am letzten Abend der Musikkneipe bleiben aus. „Wir haben punkt 0 Uhr die Musik ausgemacht und die Bar geschlossen“, sagte am Mittwoch Daniela Richter. Kurz vorher hatte Heiko Richter das Haus verlassen, er wollte nicht dabei sein, wenn im Schrääg für immer das Licht ausgeht. Am letzten Öffnungstag der Gaststätte war es noch einmal besonders voll geworden. Die Veranstalter hatten sich jedoch bemüht, es zu keinen Ausrutschern kommen zu lassen. „Wir hatten einen Sicherheitsdienst vor Ort“, erklärte Daniela Richter, „und ich habe selbst noch bei der Polizei angerufen und gesagt: Wir machen Schluss, draußen stehen noch einige Leute rum.“ Die Polizei patrouillierte mehrmals an dem Abend. Gegen 1.30 Uhr soll es an der Rathauskreuzung ein Feuerwerk gegeben haben. Die Polizei ist zu der Zeit über Ruhestörung informiert worden. Als die Beamten vor Ort eintrafen, war jedoch keine Ruhestörung mehr feststellbar, teilte die Polizeidirektion West dazu mit.

Am Morgen danach begann das große Aus- und Abräumen. Die Sachen werden teilweise eingelagert, denn noch haben die Gastronomen keine Folgeräumlichkeiten gefunden. Per Facebook wurde von Freunden noch einmal allen gedankt – von Polizei bis Vermieterin. Von den Fans gab es in den letzten Tagen viel Lob: „Wir besuchten seit Jahren die Kultkneipe. Wir waren stolz, in Falkensee so eine Mischung aus Livemusik, Musikquiz, einem Guinness und guten Gesprächen zu haben. Heiko verstand es, Alt und Jung eine Möglichkeit der Begegnung zu geben“, schrieb Wolfgang Koehler an die MAZ.

Von Marlies Schnaibel

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