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Kultur, Kaffee und Schokokuchen

Dorfschreiber las in Strodehne Kultur, Kaffee und Schokokuchen

Mit ihrem Projekt Landmade bringen Gabriele Konsor und Birte Hofmann Kultur aufs Land. Am Sonntag holten sie den Autor Gregor Mirwa nach Strodehne. Er hatte das Dorf und seine Bewohner im Juli an zwei Wochenenden beobachtet und befragt und daraus ein Stück verfasst, das den Charakter des Ortes unterhaltsam beschreibt.

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Sonntagnachmittag im Dorf: Gregor Mirwa (Mitte links) liest aus „Mach ma nicht so dolle“ vor.

Quelle: Christin Schmidt

Strodehne. Sonntagnachmittag im Haveldorf Strodehne: Wind, Sonne und Regen liefern sich einen Wettstreit vor den Fenstern der ehemaligen LPG-Küche während drinnen im Kulturversorgungsraum etwa 20 Menschen auf Stühlen, Sofa und Teppich eng nebeneinander hocken. Bei Cappuccino und Schokokuchen wollen sie hören, was der Dorfschreiber Gregor Mirwa über Strodehne und seine Bewohner zusammengetragen hat. „Mach ma nich so dolle“ hat er seinen Dorfschwank betitelt, den er gemeinsam mit dem Sprecher Marko Lakobrija in einer szenischen Lesung zum Besten gibt. Alteingesessene und Zugezogene, Großstädter und Havelländer, Katze und Hund hören zu. Auch einige Co-Autoren sind gekommen, die zu Mirwas etwas Werk beigetragen haben. Entstanden ist es aus Gesprächen, die der Autor an zwei Wochenenden im Juli im Dorf führte. Das Ergebnis gewährt dem Zuhörer einen Einblick ins Dorfleben. Tatsächliche Begebenheit mischen sich auf unterhaltsame Weise mit Mirwas Fantasie und zeichnen ein sehr treffendes Bild in dem sich so mancher wiedererkennt.

Kulturversorgung auf dem Land in der ehemaligen LPG-Küche

Kulturversorgung auf dem Land in der ehemaligen LPG-Küche.

Quelle: Ch. Schmidt

Zu Wort kommt der Altbauer ebenso wie der Griesgram und die Neuzugezogene, Touristen und ein Journalist, die Politik und die Kultur. Auch ein Känguru spielt mit und ein Junge, der mit seinem Rad und einem Radio auf dem Gepäckträger seine Runden dreht. Weder den Jungen noch das Känguru lässt Mirwa sprechen. Nur die Musik, die aus dem kleinen Gerät dröhnt, hält Einzug in die Geschichte. „Weiße Rosen aus Athen“, singen Mirwa und Lakobrija bei Kaffee und Kuchen inbrünstig, als der Junge tatsächlich vor dem Fenster vorbei fährt.

Dass Dorfbewohner und Gäste in so gemütlicher Runde lauschen und sich anschließend über das Gehörte austauschen konnten, ist dem Kulturprojekt Landmade zu verdanken. Das hat es sich zur Aufgabe gemacht Kunst und Kultur aufs Land zu bringen und zwar über den kulturtouristischen Aspekt hinaus. Dabei werden die Menschen aktiv einbezogen – sie sollen nicht nur mitreden, sondern vor allem mitmachen. Dass man so eine Dorfgemeinschaft zusammenbringen kann, haben die Landmade-Organisatoren Gabriele Konsor und Birte Hoffmann am Sonntagnachmittag erneut bewiesen.

Von Christin Schmidt

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