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Havelland Kulturhaus Liebigstraße wird zum Bürgerhaus
Lokales Havelland Kulturhaus Liebigstraße wird zum Bürgerhaus
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16:15 06.03.2018
Der Saalbereich des Kulturhauses Liebigstraße wird dieses Jahr für den Jugendclub PreJu umgebaut. Quelle: Bernd Geske
Premnitz

Wenn das Bauvorhaben abgeschlossen ist, wird das altehrwürdige Kulturhaus in der Premnitzer Liebigstraße nur noch von außen genau so wie früher aussehen. Mit einem Investitionsaufwand von 300 000 Euro will die Stadt das Innere des Gebäudes erheblich verändern. Der Bereichs des Saals und anschließende Räume dort sollen für den Jugendclub PreJu umgebaut werden. Auf der anderen Seite des Kulturhauses gibt die Begegnungsstätte des Ortsvereins der Arbeiterwohlfahrt (Awo) einen Teil ihrer Räume ab, damit sie für eine Eltern-Kind-Gruppe umgebaut werden können.

Als die Planungen für das Projekt begannen, lief es unter dem Arbeitstitel „Mehrgenerationenhaus“. Weil sich Förderbedingungen verändert haben, hat sich der Titel zwischenzeitlich in „Bürgerhaus“ gewandelt. Der Gedanke ist der gleiche: Menschen unterschiedlicher Altersgruppen sollen unter einem Dach gemeinsam untergebracht werden und in manchen Angelegenheiten etwas zusammen unternehmen.

Das Kulturhaus in der Liebigstraße. Quelle: Bernd Geske

Für jeden der beiden Teilabschnitte ist ein Kostenvolumen von 150 000 Euro vorgesehen. Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Havelland für die Vergabe von Fördermitteln aus dem Leader-Programm hat den Umbau befürwortet. Somit sind Fördermittel in Höhe von 225 000 Euro in Aussicht gestellt.

Wie die stellvertretende Premnitzer Bürgermeister Carola Kapitza sagt, ist die Baugenehmigung im Oktober 2017 erteilt worden. Der Fördermittelantrag wurde kurz danach beim Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) gestellt. „Alle erforderlichen Unterlagen sind eingereicht“, erklärt Carola Kapitza. Aber weil sehr viele Anträge dort eingereicht worden seien und Beschäftigte des LELF krank waren, dauere die Bearbeitung länger. In der Stadtverwaltung hoffe man, dass der Förderbescheid im März eintreffe.

Die Verwaltung will Vergabelose unter 100 000 Euro einteilen

Danach können die Bauarbeiten ausgeschrieben werden. Die Verwaltung will Vergabelose unter 100 000 Euro einteilen. Dann kann die Stadt die Aufträge zügig vergeben, ohne dass ein Ausschuss oder die Stadtverordnetenversammlung darüber abstimmen muss. Erklärter Plan der Verwaltung ist, teilt Carola Kapitza mit, dass alle Bauarbeiten bis Oktober fertig sind.

Die ursprünglichen Pläne hatten vorgesehen, dass 2017 der Saal für den Jugendclub umgebaut wird. 2018 sollten die Arbeiten für die Eltern-Kind-Gruppe folgen. Im Zuge des Baugenehmigungsverfahrens hatte das Bauordnungsamt aber unerwartet eine neue Brandschutzkonzeption für das Gebäude gefordert – schließlich werden künftig dort viele Kinder und Jugendliche untergebracht sein. Erstellen und Prüfen der Brandschutzkonzeption zogen sich lange hin, dass der 1. Bauabschnitt auf 2018 verschoben werden musste. Er wird nun gleichzeitig mit der Umgestaltung der Awo-Räume ausgeführt.

Was genau soll gemacht werden? Aus dem Saal des Kulturhauses wird zunächst das alte Parkett entfernt und durch einen neuen Fußboden ersetzt. Die Decke des Saales wird ein Stück tiefer abgehängt. Es werden ein paar Trockenbauwände eingezogen, um fünf bis sechs separate Räume zu erhalten. Installiert werden sollen auch mehrere mobile Stellwände. Zur Verfügung stehen auf dieser Seite außerdem das Foyer, die Gaststätte, die Küche, das Büro und die Garderobe. Die Besuchertoiletten sind vor nicht so sehr langer Zeit erst renoviert worden. Küche, Büro und Personaltoilette sollen im Zuge der Bauarbeiten renoviert werden.

75 Prozent Fördermittel aus dem Leader-Programm

Der Umbau des Kulturhauses Liebigstraße in ein Bürgerhaus für mehrere Generationen wird gefördert durch finanzielle Mittel aus dem Leader-Programm.

Der Fördersatz liegt in diesem Fall bei 75 Prozent.

Bei einer Bausumme von insgesamt 300 000 Euro gibt es 225 000 Euro.

Die Lokale Arbeitsgruppe (LAG) Havelland hat das Projekt bereits befürwortet.

Auszahler ist das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF). Der Bescheid wird im März erwartet.

Für die Eltern-Kind-Gruppe auf der anderen Seite des Kulturhauses muss der Toilettenbereich für kleinere Kinder umgebaut werden und es wird auch ein separater Eingang für diese Nutzergruppe gebaut. Nach den jetzigen Vorstellungen soll die Eltern-Kind-Gruppe eine Kapazität für 18 Mädchen und Jungen haben. Weil die Arbeiterwohlfahrt schon seit langer Zeit Nutzer der Räume rund um die Begegnungsstätte ist, hat die Stadt entschieden, dass die Awo auch Träger der Eltern-Kind-Gruppe sein soll. An gemeinsame Veranstaltungen mit der Awo-Begegnungsstätte ist gedacht, die in der Mehrzahl von Senioren besucht wird. Entsprechende Absprachen mit der Awo Kinder- und Jugendhilfe gGmbH, die ihren Sitz in Potsdam hat, sind geführt worden.

Nach dem jetzigen Stand der Dinge könnte also der Jugendclub PreJu noch in diesem Jahr aus seiner altangestammten Villa am See ausziehen, so dass diese zu Beginn des neuen Jahres leer sein würde. Ähnliche Pläne hatte es schon für Jahresende 2017/Anfang 2018 gegeben, doch weil die Brandschutzkonzeption auf sich warten ließ, musste der Umzug um ein Jahr verschoben werden. Ist die Villa am See leer, soll sie verkauft werden. Bislang hat die Stadt aber noch keinen Interessenten gefunden, der die gewünschten 240 000 Euro bezahlen würde.

Von Bernd Geske

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