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Havelland Kulturzentrum begeht 60-jähriges Jubiläum
Lokales Havelland Kulturzentrum begeht 60-jähriges Jubiläum
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12:31 09.02.2018
Das Kulturzentrum auf dem Märkischen Platz.   Quelle: Christin Schmidt
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Rathenow

 Erinnerungen verblassen schnell und den Rathenowern ergeht es, wie vielen anderen Menschen. In der Rückschau verklärt sich so manches Ereignis. Wer spricht schon noch von den Jahren, in denen das Kulturhaus in Rathenow – damals hieß es noch Kulturhaus – geschlossen war. Es sollte umgebaut werden zu einem modernen Kulturzentrum. Doch dann gab es zahlreiche Schwierigkeiten, es ging nicht voran und der Bau wurde zum Gespött der Rathenower.

Verblasste Erinnerung

Wenn das Kulturzentrum – so heißt das Haus jetzt offiziell – sechzigjähriges Bestehen hat, dann sind diese Erinnerungen verblasst. Andere Ereignisse rücken in den Vordergrund: Man reibt sich verwundert die Augen, wenn man die Berichte über die Kulturhaus-Eröffnung vor 60 Jahren liest. Zu tausenden strömten die Rathenower in den neuen Musentempel, nach drei Jahren verzeichneten die Statistiker 500 000 Besucher.

Ein Träumchen

Von einer solchen Auslastung können die Verantwortlichen jetzt nur träumen. Die Zeiten haben sich geändert. Als das Kulturhaus seine Türen öffnete, dürsteten die Menschen nach Unterhaltung. Das kulturelle Programm im ersten Nachkriegsjahrzehnt war dürftig, die Freizeitgestaltung begrenzt.

Größeres Angebot

Inzwischen ist es anders. Neben dem Kulturzentrum gibt es weitere Attraktionen. Schloss Ribbeck, viele Museen, Berlin und Potsdam aber auch Brandenburg an der Havel sind nicht weit weg. Wir erinnern uns noch einmal: Die Mitglieder des Städtischen Berliner Sinfonie-Orchesters waren am 7. Oktober 1958 die ersten, die im nagelneuen Theatersaal ihre Instrumente erklingen ließen. Allerdings kamen nur geladene Gäste in den Genuss des kulturellen Leckerbissens. Für alle anderen Rathenower öffnete sich am 8. Oktober 1958 der Theatervorhang – Giuseppe Verdis Don Carlos stand auf dem Programm. Am darauffolgenden Sonntag dann mussten die Rathenower aber nicht einmal ein Theaterticket lösen. Zum Tag der offenen Tür strömten die Massen in das Haus, das für 3,5 Millionen Mark errichtet worden war.

Ideologischer Ballast

Ideologischen Ballast trug das Gebäude auch nach seiner Eröffnung mit sich. „Dieses Haus soll nie zum Alltäglichen, Selbstverständlichen werden”, schrieb etwa 1961 Manfred Huck, der damalige Direktor des Hauses. „Es bleibe für uns ein leuchtendes Symbol dafür, dass Arbeiter und Bauern alles zu schaffen vermögen, wenn sie selbst regieren und sich im Sozialismus ihr Leben so schön einrichten wie nie zuvor.”

Eine Tatsache

Tatsache ist, dass das Kulturhaus bis zur Wiedervereinigung unbestritten das kulturelle und gesellschaftliche Zentrum der Stadt war. Freilich hatte diese Beliebtheit ihren Preis. Anfang der 90er Jahre präsentierte sich das Haus abgenutzt und sanierungsbedürftig. An einer Generalüberholung ging kein Weg vorbei. Im Theatersaal fiel am 3. Oktober 1998 der letzte Vorhang. Nach fünf langen, von Pleiten, Pech und Pannen geprägten Umbaujahren wurde am 16. April 2004 das Kulturzentrum feierlich wieder eröffnet. Mehr als elf Millionen Euro waren verbaut worden, um das denkmalgeschützte Gebäude zu sanieren.

Geburtstagskonzert

Seitdem macht das Haus seinem Namen alle Ehre — als kulturelles Zentrum im Herzen der Stadt Rathenow. Zum Geburtstag am 7. Oktober 2018 tritt das Brandenburgische Konzertorchester Eberswalde auf. „Dein ist mein ganzes Herz“ lautet das Motto im Blauen Saal. Beginn ist um 15 Uhr, Karten gibt es an der Theaterkasse.

Von Joachim Wilisch

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