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Kulturzentrum zeigt Plakate zum Kriegsende

Ab 4. Mai im Kulturzentrum Kulturzentrum zeigt Plakate zum Kriegsende

Ab Mittwoch wird im Kulturzentrum Rathenow eine Ausstellung von DDR-Plakaten gezeigt, die dem Tag der Befreiung gewidmet ist. Gemeint ist der 8. Mai, der in der DDR ein gesetzlicher Feiertag war und in einigen europäischen Ländern heute noch ein Gedenktag ist. Erinnert wird an das Ende des Zweiten Weltkriegs 1945.

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Tobias Bank beim Aufhängen der Plakate im Kulturzentrum Rathenow.

Quelle: Bernd Geske

Rathenow. Ab Mittwoch wird im Kulturzentrum Rathenow eine Ausstellung von historischen Plakaten gezeigt, die dem Tag der Befreiung gewidmet ist. Gemeint ist der 8. Mai, der in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) zeitweise ein gesetzlicher Feiertag war und in einigen europäischen Ländern heute noch ein Gedenktag ist. Erinnert wird an die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht 1945 und das damit verbundene Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa.

Gestaltet hat die Ausstellung im Kulturzentrum der Sammler Tobias Bank aus Elstal. Zusammengestellt hatte er sie im vergangenen Jahr auf Wunsch der Landesregierung und anlässlich der 70. Wiederkehr jenes Tages von April bis August 2015 im Landtag gezeigt. Bevor sie nach Rathenow kam, ist sie zuletzt in Berlin-Schöneweide präsentiert worden.

Bildsprache der Plakate erscheint gewöhnungsbedürftig

Die Bildsprache der Plakate mag heute gewöhnungsbedürftig erscheinen, für die Menschen in der DDR war sie eine Alltäglichkeit: Das Schwarz-Weiß-Foto einer lächelnden Sowjetsoldatin mit Fahnen vor dem Brandenburger Tor auf rotem Grund mit der Aufschrift „Links! Links! Links!“. Eine rote Nelke, unter deren Kraft Stacheldraht zerbricht mit „20 Jahre Befreiung vom Faschismus“.

Fehlen darf auch nicht die bekannte Riesenskulptur des russischen Kämpfers mit Schwert in der Hand und Kind auf dem Arm, ergänzt mit den Worten: „Dank Euch Ihr Sowjetsoldaten 1945 – 1985“. Tobias Bank hat jedes Stück mit einem Erklärungstext versehen. „Plakate mit derart politischen Aussagen darf man nicht uneingeordnet lassen“, erklärt er und sagt: „Menschen, die in der DDR gelebt haben, sind sicherlich mündig genug, dass man sie nicht extra an die Hand nehmen muss.“

Plakate zum 8. Mai 1945

Gezeigt wird die Ausstellung zum Tag der Befreiung vom 4. Mai bis zum 12. Juni.

Zu sehen ist sie Dienstag bis Sonntag in der Zeit von 11 bis 17 Uhr im 1. Obergeschoss.

Tobias Bank bietet für Schülergruppen Gespräche über die Ausstellung an und ist immer interessiert an Dingen aus DDR-Zeiten. E-Mail: ddr.exposition@gmail.com

Aus seinem Fundus hat er 23 Plakate sowie sieben Medaillen und Porzellanteller mit nach Rathenow gebracht. Fast alle Exponate stammen aus der DDR, herausgegeben in den Jahren 1951 bis 1985. Zwei Plakate stammen aus der Sowjetunion und sind produziert worden, um die Soldaten zum Kampf gegen die deutschen Aggressoren anzuspornen. Gehängt sind die Plakate aber nicht nach ihrer zeitlichen Reihenfolge. Er habe sie nach grafischen Gesichtspunkten geordnet, erklärt Tobias Bank, so falle es den Besuchern leichter, sie zu betrachten. Die Ausstellung sei für Erwachsene gedacht, sagt er, aber sie solle auch junge Leute zum Umgang mit der Geschichte anregen. Für Schülergruppen biete er Begleitgespräche an.

Tobias Bank wurde 1985 geboren und wuchs in Berlin-Mitte auf. Er arbeitet als Politik- und Verwaltungswissenschaftler und hat auch Geschichte studiert. Zu seiner DDR-Sammlung gehören rund 500 Plakate, 200 Orden, 800 Abzeichen und 3000 Porzellanerzeugnisse. Warum er gerade DDR-Devotionalien sammelt, hat er so erklärt: Als kleiner Junge habe er erlebt, dass vieles aus jener Zeit einfach weggeworfen wurde. Da sei in ihm der Wunsch erwacht, einige wichtige Dinge davon für die Nachwelt aufzuheben.

Von Bernd Geske

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