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Kunstauktion zum 10. Bürgerbrunch

Rathenow Kunstauktion zum 10. Bürgerbrunch

Nicht zum ersten Mal lädt die Bürgerstiftung für die Region Rathenow die Gäste des alljährlichen Bürgerbrunchs zu einer Versteigerungen ein. Bisher hatten Schüler ihre Arbeiten zur Verfügung gestellt. Nun geben erstmals Rathenower Künstlerinnen ihre Werke her. Schon deshalb dürfte der 10. Bürgerbrunch besonders werden. Dazu gibt es noch eine echte Premiere.

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Gisela Kanitz (2.v.l.) darf eines der Werk von Jordis Hammer (l.) auswählen. Ute Arndt (r.) und Annelie Knobloch stehen ihr beratend zur Seite.

Quelle: Christin Schmidt

Rathenow. Auf Kunstaktionen müssen die Bieter meist sehr tief in die Tasche greifen, um ein Werk zu ersteigern. Wer Kunst liebt, es sich aber nicht leisten kann, einen sechsstelligen Betrag für ein Werk zu investieren, sollte sich am kommenden Sonntag den Bürgerbrunch auf dem Märkischen Platz nicht entgehen lassen. Die Bürgerstiftung für die Region Rathenow wird zum vierten Mal den Gästen mehrere Werke präsentieren, die für einen guten Zweck versteigert werden.

Bisher stellten Schüler und Vereine der Bürgerstiftung verschiedene Schülerarbeiten zur Verfügung – vom Tierbild bis zum getöpferten Windlicht. Die Werke kamen stets während des Bürgerbrunchs unter den Hammer. Dabei sorgte das Bieten immer für einen spannenden Programmhöhepunkt. In diesem Jahr dürfte die Versteigerung sogar noch aufregender werden, denn erstmals unterstützen Künstler die Stiftung und stellen ihre eigenen Werke zur Verfügung.

Annelie Knobloch mal extra für die Auktion ein Bild

Ute Arndt, Annelie Knobloch und Jordis Hammer, die gemeinsam das Offene Atelier im Kulturzentrum betreiben, steuern jeweils ein Bild zur Versteigerung bei. Gisela Kanitz, die Vorstandsvorsitzende der Stiftung, hatte nun die Qual der Wahl. Sie durfte am Wochenende im Offenen Atelier die Bilder für die Auktion aussuchen – zumindest zwei von drei. Denn während Jordis Hammer und Ute Arndt mehrere Bilder zur Auswahl bereitgestellt hatten, entschloss sich Annelie Knobloch eigens für den Bürgerbrunch ein Bild anzufertigen.

Auf was genau die Gäste am Sonntag bieten, soll noch nicht verraten werden. Nur so viel: Jordis Hammer stellt ein Landschaftsbild in Aquarell zur Verfügung und von Ute Arndt wird es ein abstrahiertes Blumenmotiv in Öl geben. Annelie Knobloch steckt derweil noch mitten in der Arbeit. „Das Werk hat einen sehr starken Bezug zu Rathenow“ verriet die 35-Jährige während des Treffens im Offenen Atelier. Sie wird vermutlich noch die ganze Woche an ihrem Bild arbeiten. Erst am Sonntag soll es feierlich enthüllt und erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden. „Es wird in jedem Fall ein sehr großformatiges, farbintensives Werk“, verspricht die Künstlerin. Sie wird gemeinsam mit Ute Arndt und Jordis Hammer die Versteigerung am Sonntag vor Ort mitverfolgen.

10 Jahre Bürgerstiftung für die Region Rathenow

Im November 2007 wurde die Bürgerstiftung mit 16 Gründungsstiftern ins Leben gerufen.

Mit 135.000 Euro startete die Stiftung damals. Inzwischen verfügt die Stiftung über ein festes Stammkapital von rund 475 000 Euro.

Eine Erbschaft und eine großzügige Zustiftung sorgten Anfang 2017 für ein sattes Plus in Höhe von rund 210 000 Euro.

Aktuell gehören rund 40 Mitglieder dem Forum an, den Vorsitz hat Marianne Opitz inne.

In diesem Jahr feiert die Stiftung nun ihr zehnjähriges Jubiläum unter anderem mit dem Bürgerbrunch.

20 Tische für den Brunch, der wie immer um 10 Uhr beginnt, sind bereits reserviert. Nachzügler haben noch die Möglichkeit unter: 0 33 85/5 42 90 einen Tisch zu bestellen. Auch wer sich erst am Sonntag spontan entschließt, zum Brunch zu kommen, wird noch einen Platz finden. „Einige Reserve-Tische planen wir immer ein“, verspricht Vorstandsmitglied Mario Schwalme.

Für 40 Euro können je acht Personen sich zwei Bänke und einen Tisch teilen. Wer mag, bringt sich zudem einen Picknickkorb mit Speisen und Getränken mit. Wie jedes Jahr besteht auch die Möglichkeit, das Brunchbüfett des Restaurants Harlekin in Anspruch zu nehmen. Die Einnahmen für die Tische fließen ebenso wie das Geld aus der Versteigerung in die Kasse der Bürgerstiftung und damit später wieder zurück in gemeinnützige Projekte in der Region.

Eine Druckpresse fürs Offene Atelier

Dank der jährlichen Kapitalerträge der Stiftung flossen so in den vergangenen zehn Jahren rund 29 000 Euro an verschiedenste Institutionen im Westhavelland. Im Fokus standen dabei stets Projekte, die das Wohl von Kindern und Jugendlichen im Blick haben. Unter anderem hat die Stiftung in diesem Jahr beispielsweise einen Schwimmkurs für Mädchen und Jungen aus Flüchtlingsfamilien unterstützt. 2016 profitierte neben anderen der Verein TonArt.

Dieser betreibt eine Freie Schule für Musik- und Kunst, die Schüler aus dem ganzen Westhavelland nutzen. Demnächst darf sich der Kunst- und Kulturverein Havelland, dem Jordis Hammer angehört, über eine Spende freuen. „Das Geld wollen wir in eine Druckpresse investieren, die im Offenen Atelier in Rathenow stehen wird und von Schulen und Vereinen kostenlos genutzt werden kann“, verrät die Künstlerin. Wer am Bürgerbrunch teilnimmt, unterstützt damit dieses und viele weitere Projekte.

Von Christin Schmidt

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