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Kunstvolles Dutzend stellt aus

Falkensee Kunstvolles Dutzend stellt aus

Der 2. Falkenseer Kunstsalon in der Falkenseer Galerie Schneeweiß vereint zwölf Künstlerinnen und Künstler und bietet jede Menge Überraschungen

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Maritim: Der Farbholzschnitt stammt vom Falkenseer Thomas van der Linde.

Quelle: Hans-Peter Theurich

Falkensee. Im Bullerofen strahlen brennende Holzscheite gemütliche Wärme ab - Samstagnachmittag. Die Besucher der verträumten Galerie Schneeweiß in der Falkenseer Poststraße genießen die zahlreichen Werke: Malerei, Keramik, Collagen oder Skulpturen in Hülle und Fülle. Der 2. Falkenseer Kunstsalon kann sich sehen lassen. Bis Jahresende sind die Arbeiten zu sehen.

Ein echter Hingucker bei der Vernissage am Freitagabend: das großformatige Acryl/Öl-Gemälde „Face to Face“ von Bernd Martin. Blauer Himmel, blendendweiße Wolkengebirge und eine Millionen Jahre alter Kalkstein. Daraus hat der 73-Jährige eine faszinierende Komposition geschaffen. „Ich versuche, von der Natur zu lernen. Sonnenstrahlen, die auf eine Blume fallen, können mich zu immer neuen Arbeiten inspirieren“, erzählte er. Farbe sei für ihn „stets der psychologische Ausgangspunkt“. Das gilt natürlich auch für sein zweites ausgestelltes Bild „Lichtrot“. Ein Traum in zarten Tönen.

Wie Bernd Martin, lebt auch Rosalie Jahn in Falkensee. Ihre Aquarelle wirken luftig und heiter: „Falkenhagener See“, „Am Lindenweiher“ oder „Zum Sandstrand“. Ihr Ziel ist es, „vom Gegenständlichen zum Abstrakten zu gelangen“. Ein Beispiel dafür, ihr Ölgemälde „Ostsee, Fehmarn“, überwiegend in Blau und Weiß gestaltet. Die 50-Jährige ist zum ersten Mal beim Kunstsalon vertreten.

In seiner Laudatio würdigte der Schauspieler Hans-Heinrich Hardt die zwölf ausstellenden Künstler aus dem Havelland und Umgebung. Das Publikum erfreute er mit launigen Gedichten über die Kunst von F. W. Bernstein, Robert Gernhardt und Peter Rühmkorf.

Mit gelungenen Überraschungen wartete Thomas van der Linde auf. Der Künstler zeigt mehrfarbige Holzschnitte, die in einem aufwendigen Verfahren hergestellt werden. „Jeder dritte Druck misslingt. Aber die knifflige Arbeit macht mir Spaß“, sagte er. Außerdem hat er sich an weißes Porzellan gewagt; Schalen, Tassen und Vasen mit skurrilen Figuren bemalt. Herzallerliebst das Doppelschwein auf einem kleinen Becher, mit Goldrand, versteht sich.

Mut zum Experiment beweist mal wieder Wolfgang Sterrer. Für seine Serie „Bitumen 1-3“ verwendete er Teerlack. Die von Ferne düsteren Blätter in bräunlichem Schwarz überraschen bei näherem Betrachten als plastisch wirkende Kunstwerke. Eher surrealistisch bis witzig dagegen die feinen Collagen von Judith Meisner. „Claire Goll versteckt sich“, „Brandenburger Tor“ oder „Geistesblitze“ – alles farbenfroh, verspielt und nie ganz eindeutig.

Zum bunten Dutzend der Ausstellenden zählt auch Katarina Monien. Vasen, Kacheln und eine Wandskulptur präsentiert sie in der Galerie. Den Surrealisten Salvadore Dali nennt Stefanie Witt als ihr Vorbild. Nach Aktzeichnungen entstehen ihre Kaltnadelradierungen. „Menschliche Körper gliedere ich dabei in Steine und versuche wiederum, den leblosen Gegenständen Leben einzuhauchen.“ Auch die 38-Jährige geht einen eigenständigen Weg in der Kunst. So wie alle Schaffenden, die im 2. Falkenseer Kunstsalon vertreten sind.

Von Hans-Peter Theurich

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