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Kunstwerk West will die Region beleben

Bützer Kunstwerk West will die Region beleben

Die Kunst- und Kulturszene im Westhavelland scheint derzeit einen wahren Aufschwung zu erleben. Zum einen werden zwei Jugendfestivals in diesem Jahr wiederbelebt, zum anderen tut sich auch einiges bei den Vereinen. Frische Ideen kommen nun aus dem Milower Land. Von dort aus wollen Kreative die Region mit Kunst- und Kultur beleben.

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Die Musiker von „Balls bigger than King Kong“ aus Ludwigsfelde spielten Bluesrock auf dem Havelbeatzzz Festival.

Quelle: Kunstwerk West

Bützer. Nachdem das Laut und Bunt Festival nach einem Jahr Pause am Wochenende wieder stattfindet und auch das Taste of Hip Hop Festival eine Neuauflage am 6. August erlebt, wollen zudem gleich mehrere Vereine dafür Sorgen, dass sich eine junge Kulturszene in der Region entwickeln kann. Erst im Mai wurde der Verein Klangbreite von kreativen Rathenowern wiederbelebt. Die Kunst- und Musikschule Tonart fördert bereits seit Längerem junge Talente und nun tut sich auch im Milower Land etwas. Dort hat schon Ende Juni der Verein Kunstwerk West mit dem Havelbeatzzz Festival im kleinen Bützer für Aufmerksamkeit gesorgt.

Vier Livebands boten ein breites Spektrum an Rockmusik, von Bluesrock über Rock 'n' Roll bis zu Folk und Surfrock. Das Programm kam an. Mehr als einhundert Gäste ließen sich die erste Auflage, die auf dem Hof des Vereinsvorsitzenden Dirk Lange stattfand, nicht entgehen. Dabei gab es sogar einige Konkurrenzveranstaltungen in der Umgebung. „Wir waren mit diesem Auftakt wirklich zufrieden. Die Stimmung war sehr gut. Alle Vereinsmitglieder haben mitangepackt, um den Gästen etwas zu bieten und auch für die Musiker dürfte es ein toller Abend gewesen sein“, berichtet Lange, der seit 15 Jahren in Bützer lebt.

Die Havelbeatzzz sind nur der Anfang

Wie er erklärt, gibt es Kunstwerk West schon ein paar Jahre, dreizehn Mitglieder aus verschiedensten Bereichen wollen ihn nun mit Leben füllen. „Wir haben Musiker, Fotografen, Handwerker, Pädagogen, Grafiker – also alles, was man braucht, um eine Veranstaltung wie die Havelbeatzzz auf die Beine zu stellen“, erzählt der Vorsitzende. Dabei soll das Festival keineswegs das einzige Standbein sein.

„Unser Ziel ist es, die Musik- und Kunstszene in der Region zu beleben. Wir wollen den Menschen hier vor Ort etwas bieten und dabei auch neue Wege gehen.“ Ideen dafür haben Dirk Lange und seine Mitstreiter – die nicht alle im Westhavelland leben, aber hier verwurzelt sind – schon jede Menge. Zum Beispiel ein Musikfest mit Flamenco und Latin Jazz oder eine Open Air Veranstaltung, die Filmkunst und Musik zusammenbringt.

Das große Ziel ist ein Vereinszentrum

Ein bis zwei Veranstaltungen wollen die Vereinsmitglieder jedes Jahr auf die Beine stellen. Zudem möchten sie gern andere Veranstaltungen in der Region unterstützen, zum Beispiel mit Technik oder Musikern. „Wir sind für vieles offen und freuen uns über weitere Mitstreiter, die sich gern mit eigenen Ideen einbringen können“, so Lange. Sein großes Ziel ist, den alten Stall auf seinem Hof in ein kulturelles Vereinszentrum mit Ton- und Fotostudio, Galerie und kleiner Bühne auszubauen. Die Pläne dafür stehen bereits, allerdings ist so ein Vorhaben ohne Fördermittel nicht zu stemmen. 350 000 bis 400 000 Euro wird das Vorhaben wohl verschlingen, so Lange.

Bis das Zentrum also tatsächlich steht, wird der Verein seine Gäste auf dem alten Bauernhof von Dirk Lange begrüßen. Bei der einmaligen Kulisse mit Blick auf die Havelwiesen dürfte das aber kein Problem sein. Wichtig ist dem 51-Jährigen, der in Bützer und Brandenburg/Havel als selbstständiger Gitarrenlehrer arbeitet, dass er den Menschen hier vor Ort etwas bietet. „Wir wollen nicht Gäste von weither anlocken, wir wollen den Westhavelländern, den Menschen unserer Heimat etwas bieten.“ Filmkunst, Fotografie, Musik – alles ist möglich, nur langweilig soll es nicht sein.

Vereinschef Dirk Lange – hier  mit  Freundin und  Sohn –  hat viele Ideen, um den Westhavelländern mehr Kunst und Kultur zu bieten

Vereinschef Dirk Lange – hier mit Freundin und Sohn – hat viele Ideen, um den Westhavelländern mehr Kunst und Kultur zu bieten.

Quelle: Kunstwerk West

Von Christin Schmidt

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