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Kupferdiebe gestellt

Waghalsige Verfolgungsaktion in Berge Kupferdiebe gestellt

Nach einem Einbruch auf dem Flugplatz Bienenfarm hatte der Geschäftsführer die Idee, die Täter auf einem nahegelegenen Schrottplatz zu suchen. Mit Erfolg. Die Polizei stellte die Diebe.

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In das Hauptgebäude des Flugplatzes wurde vor gut einer Woche eingebrochen.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Bienenfarm. Gleich vier mutmaßliche Diebe stellten Polizeibeamte am Montagnachmittag im Nauener Ortsteil Berge, als diese gerade dabei waren, gestohlene Waren bei einem Schrotthändler zu verkaufen. „Zwei Täter waren noch vor Ort, als die Beamten eintrafen, zwei weitere hatten das Areal bereits zu Fuß verlassen. Aber die vorläufig Festgenommen haben uns die Namen der Komplizen verraten, so dass wir sie später feststellen konnten“, sagt Polizeisprecherin Jana Birnbaum.

Diesen Erfolg ermöglicht hat der Geschäftsführer des Flugplatzes Bienenfarm Manuel Meger (33). Er hatte die Täter bis zu dem Schrotthändler verfolgt und dann die Polizei gerufen. „Eine waghalsige und gefährliche Aktion“, so die Polizeisprecherin.

Gegen 13.30 Uhr hatte am Montag ein Mitarbeiter des Flugplatzes Bienenfarm mitbekommen, wie ein blauer Pkw ohne Kennzeichen vom Gelände wegfuhr, erzählt Meger. „Als mein Kollege sagte, dass er dieses Fahrzeug schon am Sonntag auf dem Flugplatz gesehen hatte, wurde ich unruhig. Wir beschlossen einen Kontrollrunde zu drehen.“

Gleich neben dem Hauptgebäude, in dem sich Büros und das Restaurant „Bienenkorb“ befinden, steht ein zum Flugplatz gehörendes Zweifamilienhaus, das derzeit unbewohnt ist und als Lager genutzt wird. „Ein Fenster stand offen, und als wir rein gingen, sahen wir, dass alles durchwühlt war. Im Keller hatten die Diebe Kupferrohre von der Heizungsanlage rausgerissen. Außerdem nahmen sie eine alte Leninstatue aus Gips mit“, so der Geschäftsführer. Noch bevor er die Polizei rufen wollte, sei ihm der Gedanke gekommen, bei einem nahen Schrotthandel nachzufragen, ob möglicherweise dort das Diebesgut verkauft wird. Manuel Meger setzte sich in sein Auto fuhr nach Berge und traute seinen Augen nicht, als er auf den Hof des Schrotthändlers kam. Dort standen die Leninstatue und das blaue Auto, aber dieses Mal mit Kennzeichen. „Ich bin ohne zu überlegen hingegangen und habe die Leute darauf angesprochen, dass die Rohre und die Statue gestohlen wurden.“ Als sie den Diebstahl bestritten, rief Manuel Meger die Polizei. Noch dazu versuchte er eine Flucht der drei Männer und einer Frau zu verhindern, in dem er sein Auto in die Hofeinfahrt stellte. „Mit war kurzzeitig mulmig. Aber Angstgefühle hatte ich nicht“, so Meger. Nach wenigen Minuten trafen zwei Streifenwagen ein. Die Polizisten übernahmen alles weitere, befragten auch den Schrotthändler. Wie sich herausstellte, hatte der schon mehrfach Dinge von den mutmaßlichen Tätern angekauft. Deswegen werde gegen ihn auch wegen des Verdachts der Hehlerei ermittelt“, so die Polizeisprecherin.

Nachdem auch der andere Flugplatzangestellte dazugekommen war und die Kupferrohre, die Leninstatue, einen Verstärker und einen CD-Player als Eigentum des Flugplatzes identifiziert hatte, räumten die beiden Festgenommenen (20 und 23 Jahre) den Diebstahl ein. „Die jungen Männer aus Nauen sind vorbestraft. Gegen sie wird nun wegen des Verdachts des schweren Diebstahls ermittelt. Es besteht auch die Möglichkeit, dass sie einen anderen Einbruch auf dem Flugplatzgelände vor gut einer Woche, als unter anderem ein Fernseher und die Registrierkasse gestohlen wurden, begangen haben.

Von Jens Wegener

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