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L 202-Umverlegung soll bis 2021 erfolgen

Wustermark/Brieselang L 202-Umverlegung soll bis 2021 erfolgen

Bis 2021 soll eines der größten Infrastrukturprojekte im Havelland realisiert werden – die Verlegung eines Abschnittes der L 202. Der Durchgangsverkehr wird dann durchs GVZ Wustermark statt durch Zeestow rollen. Wenn die Finanzierung geklärt ist.

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Der Weg nach Zeestow auf der jetzigen L 202 über die Autobahnbrücke könnte spätestens ab 2021 den Lkws verwehrt werden.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Wustermark/Brieselang. Für eines der größten Infrastrukturprojekte im Havelland werden in den nächsten Wochen und Monaten die Weichen gestellt. Es betrifft die Verlegung der Landesstraße 202. Wenn es nach den Wünschen der Gemeinde Brieselang geht, soll diese Straße künftig nicht mehr durch den verkehrsmäßig stark belasteten Ortsteil Zeestow führen sondern durch das benachbarte Güterverkehrszentrum Wustermark und von dort über die Brücken über den Havelkanal und die Autobahn in Richtung Nauen. Einem entsprechenden Ansinnen Brieselangs haben die Wustermarker Gemeindevertreter vom Grunde her zugestimmt. Allerdings unter der Voraussetzung, dass die Kostenfrage geklärt ist. Deshalb bevollmächtigte die Gemeindevertretung Wustermark jetzt Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos), mit Brieselang in Abstimmung mit dem Landesbetrieb Straßenwesen eine Finanzierungsvereinbarung auszuhandeln, die dann den beiden Gemeindeparlamenten vorgelegt werden wird.

Die Brieselanger hatten bereits im März dem Grundsatzkonzept zur Neutrassierung der L 202 zugestimmt und gleichzeitig beschlossen, für die Erstellung des Fördermittelantrages Planungsmittel von 100 000 Euro in diesem Jahr bereitzustellen. Das soll am Mittwochabend in der Gemeindevertretersitzung erfolgen.

Die Vorteile einer Neutrassierung für beide Gemeinden liegen auf der Hand: Die Ortslage Zeestow würde erheblich vom Durchgangsverkehr entlastet. Das GVZ Wustermark bekäme eine durchgehend zweistreifige Verbindung in Richtung Nauen. Außerdem würden der Kuhdammweg, die Fahrbahn auf den Brücken über den Havelkanal und die Autobahn, die Rampenbereiche der beiden Brückenbauwerke und die Rostocker Straße in die Unterhaltung und Baulast des Landes Brandenburg übergehen, was die Gemeinde Wustermark entlasten würde.

Inzwischen hat auch das Brandenburger Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung signalisiert, dass es das vorliegende Konzept begrüßt und finanziell unterstützt wird, ohne das schon konkrete Zahlen genannt wurden. Laut Brieselangs Bürgermeister Wilhelm Garn (CDU) handele es sich um Projekt im zweistelligen Millionenbereich. Es wurde eine Arbeitsgruppe, bestehend aus dem Landesbetrieb Straßenwesen, dem Autobahnamt, der Infrastruktur- und Projektentwicklungsgesellschaft Potsdam (IPG) und den Gemeinden Brieselang und Wustermark gebildet, deren Ziel es ist, die Landesstraße bis etwa 2021 umzuverlegen.

„Die Vorplanung für die Straßenverlegung läuft bereits“, sagt Brieselangs Bürgermeister. Er rechne damit, dass die Verhandlungen mit Wustermark nach den Sommerferien beginnen und „auf jeden Fall noch in diesem Jahr eine Vereinbarung zustande kommt“. Allerdings hänge viel von der Höhe der Fördermittel und der Zustimmung des Autobahnamtes ab. „Ich denke, dass Wustermark und Brieselang etwa mit 3 Millionen Euro rechnen müssen“, so Garn.

Von Jens Wegener

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