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Havelland L 963: Brücke und Radwege kommen viel später
Lokales Havelland L 963: Brücke und Radwege kommen viel später
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00:19 13.10.2017
Die marode Milower Brücke wird statt 2018 frühestens zwei Jahre später erneuert. Auch für Radfahrer gibt es nun erst viel später eine Lösung. Quelle: Bernd Geske
Milow/Premnitz

Einige örtliche Verantwortliche in Milow und Premnitz können es nicht glauben: Die Erneuerung der baufälligen Milower Havelbrücke soll um mindestens zwei Jahre nach hinten verschoben werden. Zu diesem Projekt gehört auch die Erneuerung der L 963 zwischen Milow und Premnitz, die nun ebenfalls verschoben wird. Nicht zu vergessen ist der Ausbau der gesamten Ortsdurchfahrt von Milow, der nach Erneuerung der Milower Brücke folgen soll.

All diese Investitionen werden in der Region schon seit vielen Jahren gefordert und die Planverfahren dafür laufen bereits. Zu Beginn dieses Jahres machte sich Entspannung breit, weil man nach Aussagen des Landesbetriebs Straßenwesen davon ausgehen konnte, dass die Erneuerung von Brücke und Straße 2018 beginnt. Die jüngste Botschaft klingt vor diesem Hintergrund dagegen wie ein Donnerschlag: Auf Anfrage des Landtagsmitglieds Dieter Dombrowski (CDU) aus Bahnitz hat das Infrastrukturministerium vor wenigen Tagen mitgeteilt, für Brücke und Straße werde ein Baubeginn „Ende des Jahres 2019 angestrebt“. Man gehe von einer Bauzeit von zwei Jahren aus.

Christian Peter (links) und Holger Schiebold (beide CDU) bekräftigen, dass auf der Fahrbahn wenigstens Radwegmarkierungen aufgebracht werden sollen. Quelle: Bernd Geske

Diese beträchtliche Verzögerung haben nun die örtlichen CDU-Vertreter Christian Peter (Premnitz) und Holger Schiebold (Milower Land) zum Anlass genommen, um ihre alte Forderung wieder neu zu erheben: Sie wollen, dass aus Sicherheitsgründen an beiden Seiten der L 963 zwischen Milow und Premnitz wieder eine Radwegmarkierung aufgebracht wird, wie es schon einmal war. Bei Sanierungsarbeiten an der Fahrbahn im Jahr 2014 waren die bis dahin vorhandenen Markierungen im Auftrag des Landesbetriebs Straßenwesen entfernt worden. Verwaltungen und Abgeordnete von Milower Land und Premnitz fordern seitdem ohne Unterlass, dass die Radwegmarkierungen wieder aufgebracht werden sollen. Doch die zuständigen Behörden lehnen das bislang ab und nennen rechtliche Gründe.

„Seit 2015 setzen wir uns für diese Markierungen ein“, sagt Christian Peter. „So wie jetzt darf es nicht bleiben, es geht um mehr Sicherheit für Radfahrer und auch Autofahrer zwischen Milow und Premnitz.“ Holger Schiebold, der auch Kreistagsabgeordneter ist, hatte zu Beginn dieses Jahres eine Anfrage an den Landkreis gerichtet, welche Möglichkeiten einer Lösung des Problems man dort sieht. Deren Untere Verkehrsbehörde könnte eine Anordnung erlassen, die neue Radwegmarkierungen erlaubt. Doch Landrat Roger Lewandowski (CDU) teilte dazu mit: Eine verkehrsrechtliche Anordnung sei nicht möglich.

Felix Menzel (SPD), Bürgermeister der Gemeinde Milower Land, zeigt sich von der Bauverzögerung total überrascht und sagt: „Das wirft alle unsere Versuche, einen Kompromiss zu finden, über den Haufen.“ Er werde mit dem Infrastrukturministerium noch einmal sprechen, kündigt er an. Angesichts der Verzögerung bekräftigt auch er die Forderung nach einer schnellstmöglichen Radwegmarkierung. Der Kreis sei zuständig für die Anordnung, sagt er: „Das ist der Weg, der jetzt gegangen werden muss.“

Von Bernd Geske

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