Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Lampen aus Zachow gehen in alle Welt
Lokales Havelland Lampen aus Zachow gehen in alle Welt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 25.06.2017
Landrat Roger Lewandowski (l.) informierte sich bei Betriebsleiter Steffen Sengespeik über diese Hardenberg-Lampen, die nach Berlin gehen. Quelle: Tanja M. Marotzke
Anzeige
Zachow

Man fährt mit seinem Elektro-Auto in eine fremde Stadt, muss dort nicht lange nach einer geeigneten Tankstelle suchen, sondern kann das Ladekabel in eine Vorrichtung an einer Straßenlampe stecken und „volltanken“. Was heute noch wie Science Fiction kling, ist bei der Firma Selux Alltagsthema. „Wir arbeiten mit anderen Unternehmen daran, diese Ladestationen in unsere Lampenmasten zu integrieren. Wenn immer mehr Elektroautos auf den Markt kommen, ist das eine Lösung, um nicht überall extra Stationen aufstellen zu müssen“, sagt Betriebsleiter Steffen Sengespeik.

Er führt seit rund drei Jahren den Produktionsstandort der Firma Selux (ehemals Semperlux) in Ketziner Ortseil Zachow. Dort baut das Unternehmen ausschließlich Außenlampen, in der Nähe von Halle werden Innenleuchten hergestellt, informierte Sengespeik am Donnerstag den Landrat des Havellandes Roger Lewandowski (CDU). Der hatte sich zu einem Informationsbesucht angemeldet, „weil mir der Stand von Selux bei der Ausbildungsbörse in Paaren im Glien aufgefallen war und ich mehr über dieses Unternehmen wissen wollte“, so Lewandowski.

Das Kommen hatte sich gelohnt, erfuhr er doch aus erster Hand von den innovativen Plänen mit den kombinierten Lampen als Ladestationen. „Wir wollen ja im Landkreis den Ausbau der Ladestationen für E-Autos schnell vorantreiben. Vielleicht kommen die Lampen von Selux dafür in Frage.“Ebenso möglich seien Lampenmasten und Leuchten, die als Hotspot fungieren und einen W-lan-Zugang haben“, ergänzte der Betriebsleiter.

Klassische, einfache Wegebeleuchtung war für das Unternehmen Selux noch nie das Kerngeschäft. Der Schwerpunkt lag immer auf dem besonderen Design und besonderen Licht. Das hat das 1948 gegründete Unternehmen zu einem der weltweit führenden Hersteller von Außenleuchten werden lassen. Selux verkauft in Europa, aber auch im arabischen Raum und den USA.

Je nach Auftragslage, so Steffen Sengespeik, verlassen jährlich etwa 7000 bis 10000 Leuchten die Hallen in Zachow. 90 Prozent davon sind mit LED-Technik ausgestattet. Die Produktpalette umfasst tausende Typen, „aber wir gehen so von 40 bis 50 aus, die wir regelmäßig produzieren.“

Gearbeitet wird dementsprechend in ein bis drei Schichten, wobei in Spitzenzeiten das Zachower Personal von 60 Mitarbeitern mit Leiharbeitern ergänzt wird. Selux vergibt zudem Kleinarbeiten in Werkstätten für Behinderte, allerdings nicht im Havelland.

Wer sich einen Eindruck für Lampen Made in Zachow machen will, kann das unter anderem in der Gutenpaarener Dorfstraße in Zachow. Exklusiver sind die Kandelaber am Berliner Kurfürstendamm, rund um das Brandenburger Tor und Unter den Linden oder die modernen Außenlaternen im Regierungsviertel. Auch an den Grachten in Amsterdam , in London und Brüssel stehen havelländische Leuchten. „Im Havelland selbst würden wir auch gern stärker präsent sein, aber oft kommen wir bei den Ausschreibungen nicht zum Zug, weil unsere Lampen auch aufgrund der vielen Handarbeit im hohen Preissegment liegen“, sagt Sengespeik. Das könne sich dank der LED-Technik ändern, denn die Stromersparnis gegenüber herkömmlichen Lampen sei enorm, so dass die Kommunen bei Neuanschaffungen auch Selux-Lampen ins Kalkül ziehen können.

Von Jens Wegener

Zum dritten Mal in Folge wurde das Rathenower Filmhaus mit dem Kinoprogrammpreis ausgezeichnet. Die Premiere von 7500 Euro sind für Haveltor-Geschäftsführerin Bestätigung und Anerkennung zugleich. Sie plant bereits das nächste Highlight für die Rathenower.

03.04.2018

Unfassbarer Vorfall in Rathenow (Havelland): Dort kam es am Mittwochabend vor einem Supermarkt zu einer Auseinandersetzung, deren Ausgang Mike Tyson gefallen würde: Zwei Männer gerieten in Streit, wurden handgreiflich – und am Ende fehlte einem 29-Jährigen ein Stück seines Ohres. Die Polizei sucht nun nach dem Täter.

22.06.2017

Viele Legenden ranken sich um die Phänomene im Brieselanger Forst. Ein mysteriöses Licht soll durch die Baumreihen geistern und regelmäßig Waldspaziergängern einen gehörigen Schrecken einjagen. Eine ganz einfache Erklärung fanden jetzt 15 Jungen und Mädchen, die sich ihre ganz eigene Interpretation der Geistergeschichte ausdachten.

25.06.2017
Anzeige