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Havelland Land fordert Abbiegespur zur Deponie
Lokales Havelland Land fordert Abbiegespur zur Deponie
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17:41 06.06.2016
Die Kreuzung Landesstraße 86/Einmündung Deponie Vorketzin soll aufgeweitet werden. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Ketzin/Havel

Es war eigentlich alles schon in Sack und Tüten: Deponiebetreiber Meab hatte für einige leere Hallen auf dem Gelände der Deponie Vorketzin ein Nachnutzungskonzept erarbeitet, hatte schon vier Firmen gewonnen, die sich dort einmieten wollten. Auch Gespräche mit Stadt Ketzin/Havel waren im Gange, weil der Bebauungsplan aus dem Jahr 2014 „MBA Deponie Ketzin/Havel“ geändert werden sollte. Doch die Meab hatte die Rechnung ohne den Landesbetrieb Straßenwesen in Potsdam gemacht. Der gibt seine Zustimmung nur, wenn bestimmte Auflagen erfüllt werden. Und die „kosten uns viel Zeit und viel Geld“, sagt Meab-Geschäftsführer Dirk-Uwe Michaelis. Konkret gesagt, soll die Meab an der Kreuzung der Landesstraße 86/Einmündung zur Deponie eine Linksabbiegespur und einen Fahrbahnteiler bauen. Planung, Grundstückserwerb und der Bau selbst, würden etwa 250 000 Euro kosten, so schätzt die Meab.

Eine weitere Forderung des Landesbetriebes, die Zufahrtsstraße zur Deponie, die bisher eine Privatstraße ist, öffentlich zu widmen, dürfte das geringste Hindernis sein. Ein entsprechender Beschluss soll bereits in der nächsten Ketztiner Stadtverordnetenversammlung am 14. Juni gefasst werden.

Alles andere aber ist aus Sicht der Meab schwierig, noch dazu unverständlich. „Es gibt doch mit der Deponie schon einen Gewerbebetrieb auf dem Areal. Dort fahren schon jetzt diverse Lkw hin und her. Warum soll jetzt, nach vielen Jahren eine Linksabbiegespur nötig sein“, fragt Dirk-Uwe Michaelis.

Mit dem 2014 in Kraft getretenen Bebauungsplan „MBA Deponie Ketzin/Havel“ war das Ziel verbunden, die 2003 auf dem Areal errichtete Mechanisch-biologische Restbehandlungsanlage (MBA) auf lange Sicht planungsrechtlich abzusichern. Die abfallrechtliche Genehmigung für die MBA endete im April 2016. Doch schon zum Jahresende 2015 war für die Meab klar, „dass wir die Anlage schließen und abbauen werden, weil einfach nicht mehr genügend Müllmengen zur Verfügung standen“, begründet der Meab-Geschäftsführer. Hatten sich doch nach der Stadt Potsdam (2011) später auch andere Landkreise entschieden, ihren Restmüll aus Kostengründen eher verbrennen zu lassen als ihn weiter nach Vorketzin zu schicken.

Also blieb der Meab die Möglichkeit, die drei großen Hallen, in der die Mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlage stand(insgesamt etwa 12000 Quadratmeter), an Fremdfirmen zu vermieten. Recht schnell meldeten sich Interessenten, so die Meab. Sie wollen Schlacke-, Recycling- und Bodenaufbereitungsanlagen betreiben. Ob diese Verträge zustande kommen, wenn es jetzt einen etwa einjährigen Zeitverzug gibt, ist offen.

Für den Landesbetrieb ist die Sache eindeutig, wie Dezernatsleiter Frank Schmidt der Stadt Ketzin/Havel mitteilte. „Die verkehrliche Erschließung des Gewerbegebietes ist über eine öffentliche Gemeindestraße zu gewährleisten.“ Der entsprechende Abschnitt der Landesstraße habe die Entwurfsklasse 3 und erfordere bei den zu erwartenden Verkehrsmengen (152 Kfz/d) „zwingend die Anlage eine Linksabbiegespur“. Voraussetzung für einen Baubeginn ist eine Vereinbarung zwischen der Stadt Ketzin/Havel und dem Landesbetrieb, in der alle Änderungen der Straßenanbindung der Deponie geregelt sind.

Von Jens Wegener

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