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Havelland Land gibt 3,8 Millionen für Döberitzer Heide
Lokales Havelland Land gibt 3,8 Millionen für Döberitzer Heide
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02:15 16.11.2017
Die Offenlandflächen in der Döberitzer Heide sollen wiederhergestellt werden, um den Lebensraum bedrohter Tierarten zu schützen. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Mit einem neuen Maßnahmenpaket möchte die Heinz-Sielmann-Stiftung in den europäischen Schutzgebieten Döberitzer Heide – Ferbitzer Bruch und der Tangersdorfer Heide die ursprünglichen Offenlandstrukturen wieder herstellen, um so die trockenen Heiden und kalkreichen Sandböden sowie feuchte Mähwiesen und Moore zu erhalten und später besser pflegen zu können. Die beiden mit insgesamt rund 3,8 Millionen Euro kalkulierten Projekte, wird das Land Brandenburg aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ fördern.

Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger (l.) übergab die Förderbescheide an den Stiftungsratsvorsitzenden der Heinz Sielmann Stiftung Fritz Brickwedde. Quelle: Tanja M. Marotzke

Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger übergab dazu am Montag die Förderbescheide an den Stiftungsratsvorsitzenden der Heinz Sielmann Stiftung Fritz Brickwedde. „Die Wiederherstellung und Pflege der wertvollen Trockenrasen, offenen Grasflächen und Heide auf unseren Flächen ist überlebenswichtig für zahlreiche Arten, die vielerorts bereits nahezu ausgestorben sind“, betonte Brickwedde. Die Zahl der Insekten sei in Deutschland dramatisch zurück gegangen. Lebensräume müssten daher dringend erhalten werden.

Konkret sollen in den nächsten Monaten, bis zum Frühjahr, Gehölze und Baumstubben gerodet und eine neue Technik zur Heideverjüngung angewandt werden. Auch Maßnahmen zum Schutz der Rotbauchunke und die Umnutzung und Herrichtung von früheren Schießanlagen als Winterquartiere für seltene Fledermäuse sind vorgesehen.

Von den Landschaftspflegemaßnahmen würden aber auch andere seltene Vogelarten, wie Steinschmätzer, Ziegenmelker und Schwarzkehlchen profitieren. Auch seltene Insekten, darunter viele Schmetterlings- und Wildbienenarten finden im Offenland wie in der Döberitzer Heide deale Lebensbedingungen.

Zur Döberitzer Heide

Die Döberitzer Heide wurde bis 1992 insgesamt 95 Jahre militärisch als Truppenübungsplatz genutzt. Im Jahr 2004 erwarb die Stiftung einen großen Teil der Döberitzer Heide und siedelte 2008 die ersten Wisente auf dem Gelände an.

Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz betreut die Heinz Sielmann Stiftung heute rund 3 650 Hektar mit rund 5 500 verschiedenen Tier- und Pflanzenarten.

Die Pflege des ehemaligen Truppenübungsplatzes stellt die Mitarbeiter der Sielmannstiftung jedoch vor große Herausforderungen, da noch immer Munitionsreste im Erdreich lauern können. „Daher schicken wir unsere Mitarbeiter auch nur mit geschützten Fahrzeugen direkt ins Gelände. Derzeit erproben wir darüber hinaus die Nutzung von ferngesteuerten Fahrzeugen“, so Projektleiter Peter Nitschke.

Möglich wird die Förderung, da der Bund in diesem Jahr erstmalig den Bundesländern Mittel für investive Maßnahmen im Naturschutz zur Verfügung stellt. „Allerdings ist der Zeitplan sehr eng, da die Mittel bis Februar abgerufen werden müssen, sonst verfallen sie“, sagte Umweltminister Jörg Vogelsänger.

Das rund 3 600 Hektar umfassende Areal der Sielmann Naturlandschaft Döberitzer Heide wird im Wesentliche durch die 1 860 Hektar große „Wildniskernzone“ und die rund 1800 Hektar umliegende Naturerlebnis-Ringzone unterteilt. Während in der Kernzone Wisente und Przewalski-Pferde wild und durch Menschen nahezu ungestört leben, werden die offenen und halboffenen Bereiche in der Erlebniszone extensiv mit Rindern, Schafen und Ziegen beweidet.

Von Danilo Hafer

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