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Land(schafft)Kunst ist Demografie-Beispiel

Neuwerder Land(schafft)Kunst ist Demografie-Beispiel

Thomas Kralinski (SPD), Chef der Potsdamer Staatskanzlei, hat am Sonnabend das Projekt Land(schafft)Kunst in Neuwerder als Demografie-Projekt des Monats geehrt. Gewürdigt wird damit die Idee, ein ganzes Dorf in Zusammenarbeit mit seinen Bewohnern in eine Galerie zu verwandeln.

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Kanzleichef Thomas Kralinski (rechts) in Neuwerder.

Quelle: Christin Schmidt

Neuwerder. Es ist kein Geheimnis, dass auch in Brandenburg Landstriche verwaisen, Dörfer und Städte mit rückläufigen Bevölkerungszahlen und den damit einhergehenden Folgen zu kämpfen haben. Wie man mit diesen Folgen umgehen und sie im positiven Sinn nutzen kann, zeigt der Verein „Land(schafft)Kunst“, der sich der Förderung zeitgenössischer Kunst widmet und nun bereits zum sechsten Mal die gleichnamige Biennale im einstigen Kolonistendorf Neuwerder veranstaltet hat.

Die Idee, ein ganzes Dorf samt Höfen, Gärten und Scheunen in Zusammenarbeit mit den Bewohnen in eine Galerie zu verwandeln, und das Engagement der Vereinsmitglieder würdigte am Samstag der Chef der Staatskanzlei, Thomas Kralinski (SPD). Er zeichnete Land(schafft)Kunst als Demografie-Beispiel des Monats aus. „In Neuwerder wird deutlich, dass der demografische Wandel auch kreativ genutzt werden kann“, lobte Kralinski in seiner Ansprache. Die Resonanz mit 3000 bis 4000 Besuchern, die an den drei Wochenenden seit der Eröffnung am 17. Juni die Werke von 25 Künstlern links und rechts des Kastanienweges entdeckten, sei enorm und zeuge von der Anziehungskraft des Ortes und der Biennale. „Es ist beeindruckend zu sehen, wie es den Organisatoren gelingt, die Dorfbewohner mitzureißen, so dass ein Miteinander entstehen kann“, so Kralinski.

Vor der Auszeichnung erst noch ein Rundgang durch das Dorf

Bevor er die Auszeichnung an die Vereinsmitglieder übergab, ließ er sich von der Künstlerin und Mitinitiatorin Ulrike Hogrebe durch das Dorf und damit auch durch die wohl ungewöhnlichste Galerie Brandenburgs führen. Dabei begegnete er unter anderem einem überdimensional großen, weißen Hasen auf einer Wiese, einem riesigen, aufgeblasenen Mops in knalligem Orange, tanzenden Skulpturen vor einer Scheune, in der Yoga praktiziert wird, sowie einem Pferd, einem Esel, einer Giraffe und einem Gorilla. Die Tiere waren natürlich nicht aus Fleisch und Blut – anders die Kühe in pink, lila, grün und blau, die der Künstler Claudio D’Ambrosio zur Eröffnung vor zwei Wochen bemalt hatte.

Beeindruckt zeigte sich Kralinski aber nicht nur von der Vielfalt der Kunstwerke, auch die sorgfältig angelegten Höfe, die gepflegten Häuser und Gärten hinterließen beim Chef der Staatskanzlei Eindruck. „Dieses Dorf und Ihre Biennale sollten im nächsten ,Brandenbuch’ Erwähnung finden“, meinte Kralinski am Ende seines Besuchs. Das „Brandenbuch“ ist eine Landeskunde, die von der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung herausgegeben wird. Es erzählt von der Geschichte des Landes und der Identität seiner Bewohner.

Von Christin Schmidt

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