Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Land(schafft)Kunst ist Demografie-Beispiel
Lokales Havelland Land(schafft)Kunst ist Demografie-Beispiel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 05.07.2017
Kanzleichef Thomas Kralinski (rechts) in Neuwerder. Quelle: Christin Schmidt
Anzeige
Neuwerder

Es ist kein Geheimnis, dass auch in Brandenburg Landstriche verwaisen, Dörfer und Städte mit rückläufigen Bevölkerungszahlen und den damit einhergehenden Folgen zu kämpfen haben. Wie man mit diesen Folgen umgehen und sie im positiven Sinn nutzen kann, zeigt der Verein „Land(schafft)Kunst“, der sich der Förderung zeitgenössischer Kunst widmet und nun bereits zum sechsten Mal die gleichnamige Biennale im einstigen Kolonistendorf Neuwerder veranstaltet hat.

Die Idee, ein ganzes Dorf samt Höfen, Gärten und Scheunen in Zusammenarbeit mit den Bewohnen in eine Galerie zu verwandeln, und das Engagement der Vereinsmitglieder würdigte am Samstag der Chef der Staatskanzlei, Thomas Kralinski (SPD). Er zeichnete Land(schafft)Kunst als Demografie-Beispiel des Monats aus. „In Neuwerder wird deutlich, dass der demografische Wandel auch kreativ genutzt werden kann“, lobte Kralinski in seiner Ansprache. Die Resonanz mit 3000 bis 4000 Besuchern, die an den drei Wochenenden seit der Eröffnung am 17. Juni die Werke von 25 Künstlern links und rechts des Kastanienweges entdeckten, sei enorm und zeuge von der Anziehungskraft des Ortes und der Biennale. „Es ist beeindruckend zu sehen, wie es den Organisatoren gelingt, die Dorfbewohner mitzureißen, so dass ein Miteinander entstehen kann“, so Kralinski.

Vor der Auszeichnung erst noch ein Rundgang durch das Dorf

Bevor er die Auszeichnung an die Vereinsmitglieder übergab, ließ er sich von der Künstlerin und Mitinitiatorin Ulrike Hogrebe durch das Dorf und damit auch durch die wohl ungewöhnlichste Galerie Brandenburgs führen. Dabei begegnete er unter anderem einem überdimensional großen, weißen Hasen auf einer Wiese, einem riesigen, aufgeblasenen Mops in knalligem Orange, tanzenden Skulpturen vor einer Scheune, in der Yoga praktiziert wird, sowie einem Pferd, einem Esel, einer Giraffe und einem Gorilla. Die Tiere waren natürlich nicht aus Fleisch und Blut – anders die Kühe in pink, lila, grün und blau, die der Künstler Claudio D’Ambrosio zur Eröffnung vor zwei Wochen bemalt hatte.

Beeindruckt zeigte sich Kralinski aber nicht nur von der Vielfalt der Kunstwerke, auch die sorgfältig angelegten Höfe, die gepflegten Häuser und Gärten hinterließen beim Chef der Staatskanzlei Eindruck. „Dieses Dorf und Ihre Biennale sollten im nächsten ,Brandenbuch’ Erwähnung finden“, meinte Kralinski am Ende seines Besuchs. Das „Brandenbuch“ ist eine Landeskunde, die von der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung herausgegeben wird. Es erzählt von der Geschichte des Landes und der Identität seiner Bewohner.

Von Christin Schmidt

Die Katerbrüder Cremoso und Caramello waren die Stars auf dem Sommerfest, zu dem der Tierschutzverein „Tierheim Falkensee und Umgebung“ eingeladen hatte. Das Fest zählte so viele Besucher wie noch nie, die sich über die Tierschutz-Arbeit der Ehrenamtler informierten.

02.07.2017
Polizei Unfallbilanz vom Wochenende in Brandenburg - 42-Jähriger stirbt bei Überholmanöver

Ein Überholmanöver auf der B 102 im Havelland ist am Samstagnachmittag für einen 42-jährigen Mann tödlich geendet. In ganz Brandenburg sind bei Verkehrsunfällen am Wochenende mehr als 100 Menschen verletzt worden.

03.07.2017

Der Vorsitzende der SPD Havelland, Martin Gorholt wurde wiedergewählt. Er sieht seine Partei vor Ort, im Land und im Bund auf einem guten Weg. Zur Kreisreform, also die Fusion des Havellandes mit der Stadt Brandenburg und dem Amt Beetzsee erkennt er keine Alternative und appelliert an die Vernunft aller Gesprächspartner.

05.07.2017
Anzeige