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Landesbetrieb Forst will mehr Rettungspunkte

Erste Hilfe für Waldarbeiter und Spaziergänger Landesbetrieb Forst will mehr Rettungspunkte

Damit das Wild die jungen Eichenanpflanzungen im Forst Krüger Horst nicht beschädigt, haben Waldarbeiter der Oberförsterei Rathenow in der letzten Woche Schutzzäune repariert. Dazu hatten Christine Kublik, Angelika Albrecht, Marita Man they und Bernd Koch auch Mobiltelefone, Trillerpfeifen, Erste- Hilfe- Koffer und Unterlagen für eine Notfallalarmierung dabei.

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Waldarbeiter der Oberförsterei Rathenow und Funktionsförster Matthias Leibrandt (3.v.r) erläutern das System der Rettungspunkte.

Quelle: N. Stein

Havelland. „Die Ausstattung ist Pflicht bei Arbeiten im Wald“, erläutert Matthias Leibrandt, der für den Einsatz der Waldarbeiter in der Oberförsterei als Funktionsförster zuständig ist. Aus Gründen der Sicherheit sind bei Arbeiten im Wald mindestens drei Arbeiter gemeinsam im Einsatz. Nur so könne eine bei Unfällen notwendige Rettungskette von erster Hilfe, Notruf und Lotsendienst gesichert werden, erklärt Matthias Leibrandt.

Weil Bäume und Unterwuchs mitunter die Sicht versperren, haben alle Waldarbeiter eine Trillerpfeife dabei, um sich im Fall einer Verletzung oder eines Unfalls bemerkbar machen zu können. Die so verständigten Kollegen können Hilfe Leisten. Reicht dies nicht aus, werden sie mit dem Mobiltelefon einen Notruf an die Rettungsleitstelle absetzen. Ein Waldarbeiter wird zu einem Rettungspunkt fahren, der dort die Rettungskräfte in Empfang nimmt und zum Unfallort im Wald bringt. Für die Waldarbeiter im Krügers Horst wäre der Waldparkplatz an der Bammer Landstraße dieser Rettungspunkt.

Für die Oberförsterei Rathenow sind derzeit 42 solcher Rettungspunkte ausgewiesen. Es sind zumeist markante und von den Rettungskräften leicht zu erreichende Stellen, wie zum Beispiel der Galm bei Zollchow. Die Oberförsterei Rathenow wird ihr Rettungspunktesystem in nächster Zeit überarbeiten und erweitern, damit die Retter in Zukunft schneller zu Unfallopfern finden. „Schwierig ist es derzeit vor allem noch für die Wälder an der B188“, sagt Mathias Leibrandt.

Im Landesbetrieb Forst Brandenburg werden zirka 1700 Rettungspunkte festgelegt und den Leitstellen, Feuerwehren und Rettungsdiensten in Karten und Listen übergeben. Rettungspunkte mindern nicht das Unfallrisiko. Waldarbeiter und Forstunternehmen, die im Auftrag des Landesbetriebes arbeiten, bekommen mit ihrem Arbeitsauftrag die nächstgelegenen Rettungspunkte schriftlich mitgeteilt.

Der Landesbetrieb möchte auch Erholungsuchenden die Chance geben, Rettungspunkte zu finden. Darum werden sie mit Schildern gekennzeichnet. So wird jeder Rettungspunkt eine Nummer bekommen. In den Wäldern der Oberförsterei Rathenow erfolgt die Beschilderung der Rettungspunkte im zweiten Halbjahr.

Von Norbert Stein

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