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Havelland Landfrauen mit traumhafter Krone
Lokales Havelland Landfrauen mit traumhafter Krone
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19:15 12.09.2016
Die Etziner Landfrauen hatten den schönsten Erntewagen. Quelle: Wolfgang Balzer
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Etzin

Sie hatten sichtlich Spaß auf ihrem bunt geschmückten Erntewagen mit der Aufschrift „Ist die Ernte geschafft, schmeckt der Gerstensaft.“ In feschen Dirndls winkten die Etziner Landfrauen den mehreren hundert Zuschauern beim Ernteumzug durch Etzin zu. „Wir sind eben variabel“, scherzte Regina Liehmann in der Sandschelle bei der anschließenden Aufstellung der rund 20 kleinen und großen Erntewagen.

Im Wettstreit um das schönste und originellste Gefährt hatten in diesem Jahr die Landfrauen die besten dekorativen Einfälle. Vor allem ihre Erntekrone, die mit den dicht an dicht geflochtenen Gersten-, Roggen-, Hafer- und Weizenähren nicht nur einer uralten Tradition folgte, sondern die auch einen Hauch Eleganz ausstrahlte. „Wir sammeln bereits ab Juli die besten Ähren. Insgesamt sind wir runde 100 Stunden mit der Gestaltung beschäftigt“, erzählte Sigrid Liehmann von der 14-köpfigen Gruppe der Landfrauen.

Aber die „süßen Früchtchen“ der Kita „Zwergenland“ standen ihnen kaum nach. Sie hatten gleichfalls stundenlang gemeinsam mit den Erzieherinnen und Eltern so fantasievoll und bunt dekoriert, dass das eigentliche Gefährt nur noch zu erahnen war. Den dritten Platz vergab die Jury an Stefan Kunz, der mit der Familie sein etwas kleineres Gefährt recht originell gestaltet hatte.

In der geschmückten Erntefesthalle hatten die Helfer ein Kuchenbuffet zusammengestellt, als ob es auch hier einen Preis zu gewinnen gäbe. „Es sind genau 35 und einer steht noch im Kühlschrank“, sagte eine der Kuchenspenderinnen. Die Einnahmen werden unter anderem für die Preise der schönsten Erntewagen verwandt.

Einen solchen hätten viele verdient gehabt. So war erstmals die Jugendfeuerwehr des Ortes dabei. „Zwei Tage haben wir gemeinsam den Wagen dekoriert“, erzählte „Muddi“, wie die Jugendwartin Stefanie Kuschereits vom Feuerwehrnachwuchs in Etzin genannt wird. Nachtwanderungen, schlafen in der Wache, gemeinsame Radtouren – die Kleinen sollen Lust auf Feuerwehr bekommen, meinte die Jugendwartin. Das klappt offensichtlich so gut, dass es im Moment mehr Mitmach-Wünsche gibt, als Nachwuchs aufgenommen werden kann.

Die Etziner lebten ihr Erntefest. Zwischen mehr als 40 kleinen und großen Strohpuppengruppen, oft mit originellen Sprüchen, zog sich das bunte Band der Fahrzeuge, in dem die restaurierte Handdruckspritze der Feuerwehr von 1925 mit einer Leistung von 200 Liter pro Minute ebenso wenig fehlte wie der moderne Fendt, der mit seinen 330 PS und neun Tonnen Gewicht runde zweieinhalb Hektar in der Stund pflügt.

Eingeleitet wurde das zweitägige Fest mit einem Fackelzug und anschließender Schlagerparty plus Showprogramm des „Blütenkönigs von Werder“ in der Mehrzweckhalle. Für die jüngsten Etziner und Gäste gab es einen Streichelzoo, Kinderschminken, eine Hüpfburg und eine Bastelstrecke. So war Ortsvorsteherin Nicole Fritz am Ende des alljährlichen örtlichen Höhepunktes zwar etwas geschafft, aber sichtlich begeistert vom Enthusiasmus der 300 Etziner, ihr Fest so bunt und vielseitig selbst zu gestalten: „Ich möchte allen Helfern und den Sponsoren danken.“

Von Wolfgang Balzer

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