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Havelland Landkreis fördert ersten Hausarzt
Lokales Havelland Landkreis fördert ersten Hausarzt
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15:11 14.06.2016
Aus den Händen des amtierenden Landrates Roger Lewandowski (l.) und Amtsarzt Erich Hedtke (r.) erhielt Alexander Meczulat den Förderbescheid. Quelle: Jens Wegener
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Elstal

Vor genau zehn Tagen öffnete Allgemeinmediziner Alexander Meczulat seine erste eigene Praxis. Dafür hatte er sich den Wustermarker Ortsteil Elstal ausgesucht und mit den Räumen am Karl-Liebknecht-Platz neben der Elstaler Bürgerbegegnungsstätte auch einen zentralen Punkt gefunden. „Am ersten Tag standen um 8 Uhr die ersten Patienten vor der Tür. Besonders die Nachmittagssprechzeiten werden inzwischen von Elstalern und Wustermarkern genutzt“, sagt der 38-Jährige.

Die Besucher, die am Dienstagstagmittag in seiner Praxis auftauchten, wollten aber nicht seinen ärztlichen Rat. Sie kamen mit einem Geschenk in Höhe von 20 000 Euro. Der amtierende Landrat Roger Lewandowski (CDU) übergab den Förderbescheid gemeinsam mit dem Amtsarzt des Landkreises Havelland Erich Hedtke. Es ist die erste finanzielle Zuwendung, den der Landkreis im Zuge seines erst im März aufgelegten Förderprogrammes zur Verbesserung der medizinischen Versorgung ausgehändigt hat. „Ich hoffe, dass Herr Meczulat für andere Ärzte Ansporn ist, sich auch im Havelland niederzulassen“, sagte Roger Lewandowski.

In der Gemeinde Wustermark arbeiten jetzt drei Allgemeinmediziner, zwei in Elstal, einer in Wustemark selbst. Bis zur Praxiseröffnung von Alexander Meczulat kam auf die 3000 Elstaler also von nur ein Hausarzt. „Vor der Prüfung des Förderantrages dachten wir, dass eher die ländlichen Regionen in Rhinow oder Nennhausen ärztlich unterversorgt seien“, so Amtsarzt Erich Hedtke. „Aber die Zahlen von Elstal zeigten, dass es auch im Osthavelland noch Bedarfe gibt.“ Derzeit kommen im Havelland im Schnitt 1630 Patienten auf einen Hausarzt. In Wustermark waren es bisher 2769. Spitzenreiter ist die Gemeinde Schönwalde-Glien. Dort werden mehr als 3000 Bürger von einem Hausarzt versorgt, so Hedtke. Allerdings könne das durch die Nähe zu Falkensee und Spandau kompensiert werden.

Mit dem Ziel, die medizinische Versorgung auch in Zukunft flächendeckend und möglichst wohnortnah auf qualitativ hohem Niveau gewährleisten zu können, hatte der Landkreis ein entsprechendes Förderprogramm entwickelt. Der amtierende Landrat Roger Lewandowski (CDU) hofft auf ein breites Interesse bei Ärzten und angehenden Medizinern: „Die Früchte unseres Engagements können wir hoffentlich bald ernten.“ Ein weiterer Interessent habe sich gemeldet, für 2017 sei eine Förderung möglich.

Gefördert werden Ärzte in Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin oder Facharzt Öffentliches Gesundheitswesen während der ambulanten Weiterbildungsphase für einen Zeitraum von 30 Monaten mit einem monatlichen Betrag von bis zu 1000 Euro sowie Fachärzte, die sich für die Übernahme oder Neugründung einer Praxis im Landkreis entscheiden. Bei der Aufnahme einer Selbstständigkeit unterstützt der Landkreis die Mediziner mit einer Einmalzahlung von bis zu 20 000 Euro. Die Fördermittel müssen nicht zurückgezahlt werden, sofern man sich für eine fünfjährige Tätigkeit im Landkreis verpflichtet.

Kontakt beim Landkreis: stefan.neugebauer@havelland.de oder (0 33 85) 5  51  71  25

Von Jens Wegener

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