Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Landkreis gibt Riesensumme an lokalen Verein

Rathenow Landkreis gibt Riesensumme an lokalen Verein

Landrat Roger Lewandowski und Rathenows Bürgermeister Ronald Seeger haben den Verein Kleeblatt gewürdigt, der als Zentrum für Familien, Frauen und Kinder auftritt. Kleeblatt betreibt Eltern-Kind-Gruppen in Rathenow und Premnitz, die sehr gefragt sind. Der Kreis und die Städte haben 200.000 Euro zugesagt, um die Gruppen weiter zu fördern.

Voriger Artikel
Brala: Ein ganzes Dorf gegen das Riesenrad
Nächster Artikel
Zweiter Professor für Optik-Studium berufen

Landrat Roger Lewandowski (CDU, Mitte) mit Manuela Neubüser und Bürgermeister Ronald Seeger (CDU).

Quelle: Bernd Geske

Rathenow. Landrat Roger Lewandowski und Bürgermeister Ronald Seeger (beide CDU) haben am Donnerstag mit viel Geld und anerkennenden Worten den Rathenower Verein Kleeblatt bedacht, der als Zentrum für Familien, Frauen und Kinder auftritt. Der Landrat übergab an die Vereinsvorsitzende Manuela Neubüser eine Leistungsvereinbarung, mit der geregelt wird, dass Kleeblatt auch weiterhin eine größere Zahl von Eltern-Kind-Gruppen betreuen kann.

Damit das möglich wird, hat der Landkreis gleichzeitig dem Verein für dieses Jahr eine Fördersumme von knapp 140 000 Euro zugesagt. Die Städte Rathenow und Premnitz steuern weitere 35 000 bzw. 13 000 Euro bei, so dass insgesamt eine Summe von fast 200 000 Euro entsteht. „Das ist uns die Sache auch wert“, stellte der Landrat heraus. Kleeblatt finanziert mit dem Geld in Rathenow eine Gruppe mit zwölf Kindern und deren Eltern sowie eine Gruppe von sechs Kindern ohne Begleitung und das gleiche Angebot noch einmal in Premnitz. Wegen der großen Nachfrage sind an beiden Standorten die Öffnungszeiten verlängert worden.

Roger Lewandowski erinnerte daran, dass die erste Eltern-Kind-Gruppe im Havelland, die der Landkreis gefördert hat, 2009 eine von Kleeblatt war. „Der Träger hat das sehr gut gemacht“, resümierte er. Deshalb seien in weiteren Städten des Kreises auch welche aufgebaut worden. Es gebe jetzt zwei in Falkensee, in Nauen eine und in Friesack werde eine vorbereitet.

„Wir sind eine Elternbildungsstätte, die auf bestimmte Angebote spezialisiert ist“, erklärte Manuela Neubüser. Gegenwärtig gebe es bei Kleeblatt 13 Arbeitsplätze. Neben den Eltern-Kind-Gruppen organisiert der Verein unter anderem Kurse für Erste Hilfe und Baby-Massage, bildet Babysitter aus und verleiht unter anderem Reisebetten und Autositze für Kinder. Weil die Nachfrage so groß war, hat der Verein zum Jahresbeginn eine Integrationsgruppe für Flüchtlingsfrauen mit Kindern gebildet. Manuela Neubüser geht davon aus, bald eine Beratungsstelle im Bereich der Familienhilfe eröffnen zu können.

Eine große Anerkennung wurde Kleeblatt 2012 zuteil, als der Kreis den Verein als Träger der freien Jugendhilfe aufnahm. Der Rathenower Bürgermeister Ronald Seeger gab zu, er sei immer wieder überrascht, welche neuen Projekte Kleeblatt auflege. „Der Verein hat in den letzten Jahren viel auf die Reihe gebracht“, lobte er, „und bisher haben wir zusammen mit dem Landkreis immer einen Weg gefunden, um die Arbeit hier zu sichern.“

Von Bernd Geske

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Havelland
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg