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Havelland Landkreis investiert 52 Millionen
Lokales Havelland Landkreis investiert 52 Millionen
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00:21 23.09.2017
Schnelles Internet soll es bis 2020 in jedem Winkel des Landkreises Havelland geben. Quelle: Rumpenhorst
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Rathenow

Der Ausbau der Breitband-Infrastruktur im Landkreis Havelland gehört zu den wesentlichen Vorhaben, die der Landkreis Havelland derzeit verfolgt. Landrat Roger Lewandowski (CDU) hat in den vergangenen Monaten zahlreiche Gespräche geführt. Die Breitbandstruktur im Landkreis müsse auskömmlich gestaltet sein, damit niemand im Havelland – egal wo er wohnt – auf schnelles Internet verzichten muss.

Gute Nachricht im Sommer

Eine gute Nachricht gab es dann im Sommer. Zusammen mit den Bundestagsabgeordneten Uwe Feiler und Sebastian Steineke (alle CDU) gab es vier Zuwendungsbescheide für Infrastrukturprojekte zum Breitbandausbau von Bundesminister Alexander Dobrindt (CSU) erhalten.

Über 30 Millionen Euro aus Berlin

Insgesamt fördert das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur die vom Landkreis beantragten Projekte mit insgesamt über 30 Millionen Euro. Damit wurde die volle Fördersumme, die beantragt war, auch gewährt.

Der Breitbandausbau ist das wichtigste Projekt von Landrat Roger Lewandowski (CDU). Quelle: Tanja M. Marotzke

Für Landrat Lewandowski ist der Breitbandausbau ein Schritt auf dem Weg in die digitale Zukunft: „Ich freue mich sehr, dass all unsere Anträge ausnahmslos und ohne Abstriche gefördert werden. Damit kommen wir unserem Ziel, eine flächendeckende Breitbandversorgung für das Havelland mit schnellem Internet zu erreichen, einen riesigen Schritt näher.“

Investitionen beginnen

Nun können endlich auch die Regionen des Landkreises Havelland, die bisher von einer schnellen Datenverbindung abgehängt waren, angeschlossen werden. Zusammen mit der Förderung des Landes und den Landkreismitteln wird die Kreisverwaltung in den kommenden Monaten insgesamt rund 52 Millionen Euro für die Umsetzung der geplanten Maßnahmen investieren.

Viel Arbeit im Sommer

Verbunden war das in den Wochen vor der Sommerpause mit viel Arbeit. Papiere mussten vorbereitet und ausgefüllt werden, damit die Förderanträge letztlich bewilligt wurden. „Allen Mitarbeitern in der Verwaltung, die durch ihre gute Vorarbeit die Grundlage für die jetzt ausgesprochenen Bewilligungen gelegt haben, bin ich sehr dankbar“, hatte Lewandowski schon vor Wochen betont.

Der Zeitplan steht

Derzeit liegt das Projekt auf dem Schreibtisch von Kreisbaudezernent Jürgen Goulbier (FDP). Im 4. Quartal rechnet Goulbier mit den Bescheiden für den Landesanteil. „Das werden etwa 17 Millionen Euro sein“, so Goulbier bei einer Sitzung des Kreistagsausschusses für Wirtschaft und Tourismus. In den Haushaltsplänen für die Jahre 2018 und folgende ist das Breitbandprojekt dann verankert,. Das hatte zuletzt auch die Finanzbeigeordnete Elke Nermerich (SPD) wissen lassen. Goulbier betonte, man werde das Projekt „technisch und juristisch mit Experten begleiten“.

Jürgen Goulbier begleitet das Projekt beim Landkreis. Quelle: Tanja M. Marotzke

Diese Experten befassen sich derzeit mit den Anforderungen für die Ausschreibung. „Wir müssen das europaweit ausschreiben“, sagte Goulbier den Mitgliedern in dem Ausschuss. Grundsätzlich werde man die Versorgung mit Breitband so ausrichten, dass insbesondere Gewerbebetriebe und Handwerker auf eine große Bandbreite zugreifen können.

Erste Aufträge im Juni 2018

Bis das Breitband in Rathenow und Umgebung – insbesondere aber in den ländlichen Gebieten, die derzeit noch „weiße Flecken“ auf der Internetversorgungskarte sind – nutzen zu können, muss noch etwas Zeit vergehen. Wenn es gut läuft, kann die Ausschreibung noch in diesem Jahr erfolgen. „Die Aufträge müssten dann bis spätestens Juni 2018 vergeben sein“, prophezeit Goulbier. Danach können dann die Bauarbeiter anrücken.

Zeitraum wird verlängert

Bewilligt ist das Fördergeld bis Oktober 2018. „Bis dahin werden wir das nicht durchziehen können“, so der Baudezernent. Der Antrag auf Verlängerung des Bewilligungszeitraumes werde zeitnah gestellt. Goulbier ist zuversichtlich, dass es da keine Probleme gibt. Wenn alles gut läuft, dann sollte die Abrechnung für das Projekt bis zum Jahr 2020 vorliegen.

Mobilfunk-Probleme bleiben

Keinen Einfluss hat das Breitband-Thema auf die Mobilfunkversorgung, die in Teilen des Landkreises – vor allem im Ländchen Rhinow und um Friesack – ausgesprochen schlecht ist. Eine auskömmliche Breitbandversorgung könne diese Lücke nicht schließen, hieß es.

Von Joachim Wilisch

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