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Havelland Landkreis sucht händeringend Nachwuchs
Lokales Havelland Landkreis sucht händeringend Nachwuchs
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11:21 29.11.2017
Diese beiden Frauen haben ihre Berufung in der Verwaltungsarbeit gefunden. Ausbildungsleiterin Susanne Klaus (l.) und ihr Schützling Alice Babi. Quelle: Christin Schmidt
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Havelland

Von wegen eine Ausbildung in der Verwaltung ist langweilig und verstaubt. Vielfältig, interessant und herausfordernd, so beschreibt die 17-jährige Alice Babi ihren Arbeitsplatz. Die junge Rathenowerin lässt sich im Landkreis Havelland zur Verwaltungsfachangestellten ausbilden und hat sich damit einen Traum erfüllt.

„Meine Eltern haben schon immer gesagt, dass ein Bürojob etwas für mich wäre. Für die Verwaltung habe ich mich entschieden, weil mir Sicherheit wichtig ist. Außerdem liegt mir das Schreiben, ich bin strukturiert und ordentlich, dieser Beruf ist einfach das Richtige für mich“, sagt Alice Babi.

Mit 15 Jahren bewarb sie sich und zwar nur beim Landkreis und das mit Erfolg. „Sie hat uns wirklich begeistert im Vorstellungsgespräch, so unschuldig und zugleich so selbstsicher“, schwärmt Susanne Klaus. Seit 2013 ist sie Sachbearbeiterin für Aus- und Fortbildung beim Landkreis und erste Ansprechpartnerin für alle Auszubildenden. „Sie können jederzeit mit ihren Sorgen und Nöten zu mir kommen“, erklärt die gebürtige Havelländerin.

Auch ihre Karriere begann als Auszubildende beim Landkreis vor genau 20 Jahren. Lange Zeit war sie im Allgemeinen Personalbereich tätig, nun kümmert sie sich um den Nachwuchs. Eine Aufgabe, die ihr Spaß macht, die aber auch immer mehr Herausforderungen mit sich bringt.

Ausbildungsmöglichkeiten beim Landkreis Havelland

Nachwuchskräfte haben derzeit die Wahl zwischen sechs Ausbildungsmöglichkeiten.

Zum 1. September 2018 bildet der Landkreis Verwaltungsfachangestellte, Informatikkaufmänner – und frauen sowie Kauffrauen – und -männer für Büromanagement aus.

Auch eine Ausbildung zum Straßenwärter ist nächstes Jahr möglich.

Zudem gibt es den Studiengang Öffentliche Verwaltung Brandenburg, Bachelor of Laws und den Studiengang Verwaltungsinformatik – Bachelor of Science.

2018 nicht im Angebot sind die Berufe Vermessungstechniker und Geomatiker.

Bewarben sich vor ein paar Jahren noch hunderte Kandidaten auf einen Ausbildungsplatz, sind es heute deutlich weniger Bewerber. Dem Landkreis geht es nicht anders als den privaten Unternehmen. Nachwuchskräfte sind zunehmend Mangelware.

Früher konnte man mit dem Sicherheitsaspekt – geregelte Arbeitszeiten, gute Perspektiven, sicherer Job punkten können, heute locken diese Argumente kaum noch. Viele wüssten gar nicht, wie vielfältig Verwaltung ist, sagt Alice Babi. Umwelt, Verkehr, Landwirtschaft, Jugend und Soziales, Gesundheit und Kultur – die Auszubildenden haben die Möglichkeit in die verschiedensten Bereiche hineinzuschnuppern.

Etwa zehn Nachwuchskräfte bildet der Landkreis jedes Jahr aus. Besonders beliebt ist die klassische Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten. Wer möchte, kann sich damit später auch zum Verwaltungsfachwirt qualifizieren.

Mit der Ausbildung zum Straßenwärter bietet der Landkreis sogar einen handwerklichen Beruf an. „Leider ist es so, dass viele, die einen Handwerksberuf suchen, gar nicht wissen, dass der Landkreis auch in diesem Bereich ausbildet“, weiß Susanne Klaus.

Zwei Duale Studiengänge stehen zur Wahl

Übrigens ist das Abitur für eine Ausbildung beim Landkreis nicht nötig. Alice Babi ist der beste Beweis, dass man auch mit dem Abschluss der zehnten Klasse für diesen Job bestens geeignet sein kann. Selbst Quereinsteiger, die bereits eine Ausbildung abgeschlossen haben und sich neu orientieren wollen, finden immer wieder den Weg in die Verwaltung, darunter nicht selten junge Mütter. „Wir sind da wirklich offen und haben mit Quereinsteigern durchaus gute Erfahrungen gemacht“, berichtet Klaus.

Neben den Ausbildungsberufen gibt es außerdem die Möglichkeit, ein Duales Studium beim Landkreis zu absolvieren. Bewerber haben die Wahl zwischen dem Studium Öffentliche Verwaltung Brandenburg, ein gemeinsamer Studiengang des Landes Brandenburg und der Kommunen, und dem ganz neuen Studiengang Verwaltungsinformatik. Der theoretische Teil wird jeweils an der Technischen Hochschule Wildau absolviert.

Wer auf den Geschmack gekommen ist, kann sich noch bis 8. Dezember beim Landkreis bewerben. Mehr auf www.havelland.de

Von Christin Schmidt

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