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Havelland Erst durchs Gehege, dann ins Café
Lokales Havelland Erst durchs Gehege, dann ins Café
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18:15 12.06.2016
Auf dem Straußenhof Großderschau führte Michael Prehn die Besucher zu den Straußen.
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Großderschau

Landesweit hatten am Wochenende 240 Landwirte und Einrichtungen ihre Höfe für Besucher der diesjährigen Brandenburger Landpartie geöffnet. Auch auf dem Straußenhof in Großderschau war alles vorbereitet für die Gäste. Nach etwas verhaltenem Auftakt kamen am Samstagnachmittag doch noch recht viele Besucher zum Stelldichein mit den Straußen. Für Michelle Albrecht und Philipp Schröder aus Rostock war es der erste Besuch auf dem Hof in Großderschau. Michelle Albrechts Großelten leben in Neustadt an der Dosse. Sie besucht die Rostockerin öfter. Um nach Großderschau zu fahren, sei bisher immer keine Zeit gewesen, erzählte die junge Frau. Aber die Landpartie wollte sie sich nun nicht entgehen lassen. Michael Prehn führte sie und Philipp Schröder über den seit fünf Jahren von Enrico und Nicole Dahms bewirtschaften Hof mit sieben Hektar Weide für die Strauße. „120 Tiere sind es derzeit, davon fünf Hähne“, erklärte Michael Prehn vor einer Koppel, aus der Strauße neugierig ihre lange Hälse den Besuchern entgegenstreckten. „ Sie schnappen nach allem, was glänzt: Uhren, Schmuck, Ohrringen“, mahnte der Hofführer seine Begleiter, etwas Abstand zu halten vom Gehege.

100 Küken sollen in diesem Jahr schlüpfen

Die Hähne sind mit jeweils zwei oder drei Zuchthennen in Liebesdingen voll ausgelastet. Die Hennen legen Eier, die in einem Brutapparat ausgebrütet werden. In gut einer Woche werden aus den ersten Eiern Küken schlüpfen. Die letzten Eier, die die Strauße legen, werden die Haupthennen und die Hähne gemeinsam im Freigelege ausbrüten. 100 Küken sollen in diesem Jahr auf dem Hof schlüpfen und in gut 15 Monaten zu bis zu 130 Kilogramm schweren ausgewachsen Straußen heranwachsen. „Geschlachtet hat jeder Strauß etwa 50 bis 60 Kilogramm Fleisch“, erklärte Michael Prehn den Besuchern aus Rostock. Als Steak oder in anderen Varianten wird das Fleisch den Gästen im hofeigenen Restaurant serviert oder zu Wurst verarbeitet im Hofladen verkauft. Straußenbrust wird der Gast aber auf der Speisekarte in Großderschau vergebens suchen. „Strauße haben keine Brust“, klärte der Hofführer auf. Wie schwer ein Straußenei ist, wollten die Besucher noch wissen. „Etwa 1500 Gramm und ausreichend für eine Mahlzeit für sieben Personen“, antwortete Michael Prehn. „Eine interessante Sache, und wirklich imposante Tiere“, verabschiedeten sich die Rostocker vom Hofführer, und steurten schnurstracks das Café an, wo sie sich Straußeneierlikörtorte servieren ließen.

Der Vogel Strauß

Der Afrikanische Strauß (Struthio camelus), der zu den Laufvögeln gehört, ist der größte lebende Vogel der Erde. Während er heute nur noch in Afrika südlich der Sahara heimisch ist, war er in früheren Zeiten auch in Westasien beheimatet. Für den Menschen war der Strauß wegen seiner Federn, seines Fleisches und seines Leders seit jeher von Interesse.

Die Strauße werden mit etwa 14 Monaten geschlachtet. Ein Vogel liefert bei einem Gewicht von rund 100 Kilogramm etwa 35 kg Fleisch. Verkauft wird es als Filet, Steak und Bratenfleisch. Das Fleisch ähnelt ernährungsphysiologisch dem von anderem Geflügel und hat einen niedrigen Fettanteil. In der Gastronomie wird Straußenfleisch daher häufig mariniert.

Von Norbert Stein

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