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Landrat Lewandowski ist seit 100 Tagen im Amt

Flüchtlingsunterkünfte, Haushalt und Kreisreform Landrat Lewandowski ist seit 100 Tagen im Amt

Der Landrat des Kreises Havelland ist am Dienstag seit 100 Tagen im Amt. Zeit für eine erste Bilanz. Drei Hauptthemen prägten diesen ersten Abschnitt im Amt: die Auseinendersetzung um die Finanzierung von Flüchtlingsnotunterkünften, die Kreisgebietsreform und der Haushalt für das Jahr 2017.

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Quelle: Wilisch

Rathenow. Was sind schon einhundert Tage. Etwas mehr als drei Monate ist der neue Landrat des Kreises Havelland im Amt und schon soll die erste Bilanz gezogen werden. Am 20. Juni legte Roger Lewandowski (CDU) vor dem Kreistag den Amtseid ab, nachdem er dort von den Abgeordneten gewählt wurde. Das war sein erster Tag im Amt, heute ist Tag 100.

Die erste spürbare Veränderung war der Einzug in das neue Büro. Dort, wo bis zum 31. März Altlandrat Burkhard Schröder (SPD) residiert hatte, sollte nun Lewandowski seinen Platz einnehmen. Aber er sitzt nicht nur in seinem Büro, er steht auch ab und zu. Denn Landrat Schröder hatte sich ein Stehpult für das Aktenstudium zugelegt – nicht, weil er oberlehrerhaft wirken wollte sondern weil es besser für die Bandscheiben ist.

Nachdem das Büro bezogen war – auf der Etage des Landratsbüros sind derzeit ohnehin die Bauhandwerker – ging es an die Arbeit. Die Themen waren vorgegeben. Für Lewandowski begann kein vollkommen neuer Arbeitsabschnitt. Als Stellvertreter des Landrates hatte er sich ohnehin in viele Vorgänge längst eingearbeitet. Die Debatten mit dem Land wegen der Vorhaltekosten für Flüchtlingsunterkünfte nahm viel Zeit in diesen ersten 100 Tagen ein. Landrat Lewandowski hatte vor einigen Wochen bei Sozialministerin Diana Golze (Linke) Alarm geschlagen. Der Landkreis hatte die Notunterkünfte vorfinanziert und fürchtete auf dem Millionenbetrag sitzen zu bleiben. Inzwischen wurde finanzielle Hilfe zugesagt. „Ein erster Schritt in die richtige Richtung“, sagt Lewandowski. Ausreichend sei das, was da vom Land komme, aber nicht.

Ein anderes Thema war lange abstrakt, nimmt inzwischen aber konkrete Formen an: die Kreisgebietsreform.Als der stellvertretende Ministerpräsident und Finanzminister des Landes, Christian Görke (Linke) Lewandowski besuchte, wurde das Thema ausgeklammert. Für Roger Lewandowski steht ein Kreistagsbeschluss im Fokus, der ihn auffordert, sich für den Erhalt des Landkreises Havelland in seinen bekannten Grenzen einzusetzen – mit der Kreisstadt Rathenow. Hinter vorgehaltener Hand wird allerdings auch spekuliert, was passiert, wenn die Kreisreform so durchgesetzt wird, wie vom Land geplant. Durchaus möglich, dass dann Brandenburg an der Havel zum Havelland kommt. Wirklich begeistert wäre Lewandowski nicht. Was die Reform betrifft, so sind für Lewandowski noch längst nicht alle Messen gelesen. Zumal auch ein Volksentscheid möglich ist.

Thema Nummer drei, das den neuen Landrat stark beschäftigt ist der Haushaltsplan 2017. Gerade wegen der Flüchtlingsfrage sind die Finanzspielräume eng geworden. Trotzdem wird der Landkreis Havelland mit Hilfe eines Griffs in die Rücklage es schaffen, den Haushalt ausgeglichen zu gestalten. „Das sichert und die finanzielle Handlungsfähigkeit“, so der Landrat.

Und die ist ihm wichtig. Er will die Programme, mit denen in den vergangenen Jahren auch Kreisinfrastruktur geschaffen wurde, weiter am Netz halten. Das Sportstättenprogramm „Goldener Plan“, das Kleininvestitionsprogramm für Schulen und vieles mehr.

Die Personalien sind vorerst gelöst. Elke Nermerich (SPD) ist seit gestern seine Erste Beigeordnete. Auch das Büro des Landrats hat wieder einen Leiter. Ob die Dezernate in den nächsten Monaten neu geschnitten werden, das ist ein Thema, dem sich Lewandowski demnächst widmet.

Weniger Freizeit hat er nun. Seine Familie merkt es bereits. Aber die Entschädigung gab es im Voraus. Kurz nach seiner Wahl durfte Lewandowski erst einmal Urlaub in Kroatien machen und Familie tanken. Und Kraft für die nächsten Arbeitsabschnitte.

Von Joachim Wilisch

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