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Havelland Landrat auf Stippvisite
Lokales Havelland Landrat auf Stippvisite
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18:24 08.08.2017
NIcole Fritz informierte Roger Lewandowski (l.) und Bernd Lück über die aktive Jugendfeuerwehr im Etzin. Quelle: Jens Wegener
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Ketzin/Havel

Am selbst gebackenen Schokoladenkuchen von Etzins Ortsvorsteherin Nicole Fritz kamen die Gäste nicht vorbei. Landrat Roger Lewandowski (CDU) bekam am Dienstag bei seinem Arbeitsbesuch in dem 300-Seelen-Ort gleich einen Eindruck vom funktionierenden Dorfleben in Etzin. „Etwa zehn bis zwölf Mal pro Jahr gibt es in der Mehrzweckhalle an der Sandschelle private Feiern. Dazu kommen das Erntefest und diverse kleinere Treffen von Gruppen und Vereinen“, berichtete Nicole Fritz. Und die Ortsvorsteherin legte nach: „In letzten Jahr wurden fünf Kinder in Etzin geboren und in diesem Jahr sind es auch schon fünf. Wir sind jetzt 319 Einwohner, etwa 30 mehr als zu meinem Amtsantritt 2012.“ Woran das liegen könnte, wusste die Ortsvorsteherin allerdings nicht zu erklären.

Ketzins Bürgermeister Bernd Lück (FDP), der den Landrat bei dessen Tour durch die Ketziner Ortsteile begleitete, verwies auf die Anstrengungen der Kommune, diese Mehrzweckhalle finanziert und 2015 auch mit einer Heizung ausgestattet zu haben, so dass sie das ganze Jahr nutzbar ist. Ebenso kündigte er an, dass die Etziner Feuerwehr noch in diesem Jahr ein neues Löschfahrzeug erhalten wird und dass mit dem Bau des neuen offenen Jugendtreffs an der Sandschelle begonnen werde.

Auf die Frage von Nicole Fritz nach dem Stand zum Radwegbau nach Ketzin, gab es nichts Positives zu hören. „Zwei Grundstückseigentümer stellen sich quer, wollen der Stadt keinen Streifen verkaufen. Außerdem sind wir auf Fördermittel angewiesen, die das Land aber im Moment jedenfalls nicht vergibt“, so Bernd Lück. Bezüglich einer besseren Busanbindung von Etzin nach Ketzin, vor allem in den Ferien und an den Wochenenden, verwies Roger Lewandowski auf das für 2018 avisierte Buskonzept für den ländlichen Raum: „Wir werden nicht alle Wünsche berücksichtigen können, aber einige. Im Frühjahr soll der Grundentwurf vorliegen , dann können die Kommunen ihre Vorschläge einbringen.“

Auch bei Zachows Ortsvorsteherin Nancy Lorbiecki steht ein Radweg ganz

Nancy Lorbiecki, Roger Lewandowski (l.) und Bürgermeister Bernd Lück vor einem der neuen Holzgeräte auf dem Zachower Spielplatz. Quelle: Jens Wegener

oben auf der Prioritätenliste: von Zachow nach Roskow an den Landesstraße 92. „Dort mit dem Rad auf der Straße zu fahren, ist so gefährlich. Viele Roskower Kinder machen das aber, weil sie in Ketzin die Oberschule besuchen.“ Auch hier sei das Land gefordert, so Bürgermeister Bernd Lück. „Die Planung ist fertig, es fehlt das Geld.“

Bezüglich einer ebenfalls gewünschten Radwegverbindung an der Kreisstraße nach Tremmen, sagte der Landrat: „Wir werden zunächst eine Verkehrszählung unterstützen, die zu einem Zeitpunkt gemacht wird, den die Kommune bestimmt. Dann gibt es belastbare Zahlen.“

Geld für neue Holzspielgeräte hat die Stadt Ketzin/Havel auf dem Zachower Spielplatz in der Nähe des Dorfgemeinschaftshauses investiert. „Zum Erntefest am 16. September soll das letzte Spielgerät kommen und eingeweiht werden“, sagte Nancy Lorbiecki. Sie berichtete dem Landrat vom Leben im Dorf, von einem aktiven Anglerverein und fleißigen Freizeitfußballern, die den Sportplatz selbst mähen. Und von Jugendlichen, die die Fläche für die neue Holzhütte, die bei Festen als Verkaufsstand genutzt werden soll, selbst gepflastert haben.

Am Nachmittag besuchte der Landrat noch die Ortsteile Tremmen und Falkenrehde.

Von Jens Wegener

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