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Havelland Landrat gibt 25.000 Euro für die Kanuten
Lokales Havelland Landrat gibt 25.000 Euro für die Kanuten
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02:15 14.05.2017
René Pollak, Vorsitzender des Kanu-Vereins, erhält vom Landrat den Förderbescheid zur Dachsanierung. Links Vorstandsmitglied Lothar Klaus, rechts Jörg Wartenberg, Vorsitzender des Kreissportbundes. Daneben Rathenows Bürgermeister Ronald Seeger. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

Der Landrat muss einen guten Draht zum Wettergott haben. Als Roger Lewandowski am Mittwoch zu einem Arbeitsbesuch nach Rathenow kam, entwickelte sich der Tag konsequent in eine positive Richtung: Von kühl und grau am Vormittag ging es unaufhaltsam in Richtung Frühling. Am späten Nachmittag dann, beim Besuch des Rathenower Wassersportvereins Kanu 1922, strahlte die Sonne mit aller Kraft.

Und die Gastgeber an der Rathenower Havel taten es ihr nach. Dazu hatten sie auch allen Grund. Zum einen, weil der höchste Verwaltungsbeamten des Kreises sie zum ersten Mal mit einem Besuch beehrte. Zum zweiten, weil er nicht mit leeren Händen gekommen war. Gleich nach der Begrüßung zauberte Lewandowski einen Umschlag hervor und überreicht ihn René Pollak, dem Vorsitzenden des Vereins. Darin: Ein Förderbescheid in Höhe von 25 000 Euro.

Das Geld wird verwendet, um das Dach des vereinseigenen Sozialgebäudes zu sanieren. Als das Dach vor 36 Jahren gedeckt wurde, da war Wellasbest das Material der Stunde. Seitdem haben sich die Zeiten gewandelt. Wellasbest hat heute nicht mehr den besten Ruf. Und weil es das Geld vom Kreis gibt, nimmt der Verein nun die Sanierung in Angriff. 38 000 Euro sind als Gesamtkosten veranschlagt. Bis Ende November soll das neue Dach an Ort und Stelle sein.

Roger Lewandowski konnte sich bei seinem Besuch gleich davon überzeugen, dass das Geld gut angelegt ist. Von dem malerischen Grundstück sah er Kindern beim Schnuppertraining auf dem Wasser zu. Er inspizierte die Bootshalle und bewunderte die jüngste Neuerwerbung des Vereins: Einen Vierer, der bei den Olympischen in Rio im Einsatz war. Und er sah sich im Fitnessraum um, den er augenzwinkernd als „beeindruckende Folteranlage“ bezeichnete.

Der Termin bei den Rathenower Kanuten war für Lewandowski die zweitletzte Etappe eines langen Tages, der morgens um 8 Uhr begonnen hatte. In Begleitung von Rathenows Bürgermeister Ronald Seeger hatte Lewandowski sich auf eine Rundreise durch die Rathenower Ortsteile begeben. Hatte sich in der Kita Göttlin und der Kirche Grütz umgesehen, war in Böhne bis zur Badestelle gelaufen, hatte in Steckelsdorf im legendären Eiscafé Schwarz Rast gemacht und seinen Besuch am Abend in Semlin bei schönstem Sonnenschein vor der malerischen Seekulisse beendet.

Nicht an jeder Station der Reise konnte Lewandowski Geld aus der Kreiskasse verteilen. Darum sei es auch gar nicht gegangen. „Ich wollte die Orte kennen lernen und die Menschen, die in ihnen leben“ sagte er. In Gesprächen mit den Ortsvorstehern habe er sich über Themen informiert, die momentan diskutiert werden. Und er habe sich über die Geschichte und die Entwicklung der jeweiligen Orte in Kenntnis setzen lassen.

Bei einem Kreis dieser Größe sei es wichtig, sich einen Überblick zu verschaffen, sagte Lewandowski, der seit dem vergangen Sommer im Amt ist und in Rathenow eine Art Antrittsbesuch absolvierte. „Es ist einfach ungemein hilfreich, wenn man bei politischen Diskussionen nicht nur den Namen der Orte und ihrer Vertreter kennt, sondern gleich ein Bild vor Augen hat.“

Von Markus Kniebeler

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