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Havelland „Lauf der Sympathie“ zieht über 2000 Starter an
Lokales Havelland „Lauf der Sympathie“ zieht über 2000 Starter an
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09:07 16.03.2018
Startschuss beim Lauf im vergangenen Jahr. Quelle: Laura Sander
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Falkensee

Wenn am Sonntag um 11 Uhr an der Falkenseer Stadthalle der Startschuss zum 29. „Lauf der Sympathie“ fällt, ist Klaus Scholz wahrscheinlich schon längst im Zielbereich vor dem Spandauer Rathaus unterwegs. Selbst mitlaufen wird er definitiv nicht.

Hat er noch nie getan – und das, obwohl er den größten Volkslauf der Region nun schon seit 19 Jahren gemeinsam mit dem TSV Falkensee organisiert und beim VfV Spandau die Laufsektion betreut. Die zehn Kilometer sind ihm zu lang und der Fünfkilometerlauf für Einsteiger eigentlich auch.

Freiwillig würde er sich das nie antun. „Ich war noch nie ein großer Läufer“, sagt er und lacht. Die längste Strecke, die er laufend zurückgelegt hat, waren 5000 Meter. „Das war bei der Bundeswehr. Da hatte ich keine andere Wahl“, sagt Scholz.

Ohnehin hätte der 68-Jährige gar keine Zeit am Sonntag. Dazu gibt es auch am Renntag selbst noch viel zu viel zu organisieren: „Wir werden am Sonntag rund 100 Leute im Einsatz haben, die müssen koordiniert werden“, sagt er.

Benötigt werden unter anderem Streckenposten, Helfer für den Auf- und Abbau, Helfer im Start- und Zielbereich. Und Scholz muss bei Problemen und als Ansprechpartner für die Polizei stets erreichbar sein.

Die Idee zum „Lauf der Sympathie“ wurde im Wendejahr 1989 geboren. Nach dem Mauerfall wollten sich die benachbarten Gemeinden, die so lange zu unterschiedlichen Staaten gehört haben, laufend wieder annähern. Die Wiedervereinigung ist längst Geschichte, aber ein bisschen was von der Zweistaatlichkeit hat sich bis heute gehalten.

Weil der Lauf der Sympathie von Brandenburg nach Berlin führt, müssen für die Erteilung von Genehmigungen verschiedene Landesbehörden konsultiert werden, die sich dann auch noch untereinander abstimmen müssen. „Das kann manchmal ganz schön kompliziert sein“, sagt Scholz.

Der „Lauf der Sympathie“ ist der größte Volkslauf in der Region. Am Sonntag werden wieder mehr als 2000 Hobbyläufer an den Start gehen. „In den vergangenen Tagen haben wir schon mehr als 1800 Startnummern eingetütet“, sagt Scholz. Weil es jedes Jahr noch mehr als 500 Nachmeldungen gibt, rechnet er wie in den vergangenen Jahren auch mit 2300 bis 2500 Teilnehmern.

Zwei Drittel der Läufer kommen aus Berlin, ein Drittel aus Brandenburg, schätzt Scholz. Weil zwei Wochen später in Berlin der Halbmarathon ansteht, werden viele die zehn Kilometer als Trainingslauf unter Wettkampfbedingungen nutzen.

Da trifft es sich gut, dass die Bedingungen bei dem Volkslauf genau die gleichen sind wie bei einer Großveranstaltung. „Wir benutzen die gleiche Technik und die gleichen Chips zur Zeiterfassung, wie zum Beispiel der Berlin-Marathon“, sagt Scholz, der auch bei der Organisation anderer Laufveranstaltungen hilft.

Bei den Marathons in Frankfurt und Düsseldorf und bei den „25 Kilometern von Berlin“ ist er für das Wohl der startenden Top-Athleten zuständig.

Zum ersten Mal wird in diesem Jahr der Streckenverlauf leicht verändert. Gestartet wird in Falkensee nicht mehr von der alten Stadthalle, die abgerissen wird, sondern von der neuen Stadthalle. Weil die ein paar 100 Meter dichter an Berlin dran liegt, muss der gesamte Streckenverlauf angepasst werden.

„In Spandau haben wir eine kleine Straßenschlaufe aus der Strecke genommen und den neuen Verlauf zentimetergenau nachmessen lassen“, sagt Scholz. Diese Aufgabe übernahm der Deutsche Leichtathletik Verband (DLV), der auch beim Berlin-Marathon und anderen professionellen Rennen die Strecke vermisst.

Von Ralf Stork

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