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Lebenshilfe Havelland feiert 25. Geburtstag

Einsatz für Behinderte Lebenshilfe Havelland feiert 25. Geburtstag

Im Juni 1991 gründeten Falkenseer Eltern die Lebenshilfe. Ihre Vision: Menschen mit geistiger Behinderung eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Aus dem Elternverein ist ein Unternehmen mit 100 Beschäftigten geworden, das im ganzen Landkreis tätig ist. Die Angebote beschränken sich längst nicht mehr nur auf geistig Behinderte.

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Mit einem bunten Programm feierte der Verein Lebenshilfe Havelland am Freitag in Falkensee sein Jubiläum. Die einzelnen Gruppen des Vereins stellten sich auf der Bühne mit kreativen Beiträgen vor. .

Quelle: Tanja M. Marotzke

Falkensee. Manchmal erzählen Namen schon die ganze Geschichte. Um zu verstehen, welche Entwicklung der Lebenshilfe-Verein in den vergangenen 25 Jahren genommen hat, genügt ein Blick auf die Vereinsnamen zum Zeitpunkt der Gründung und jetzt. Aus der Lebenshilfe für geistig Behinderte in Falkensee ist mittlerweile die Lebenshilfe Havelland geworden, die längst auch über die Stadtgrenzen hinaus tätig ist und deren Angebote sich heute nicht mehr nur auf geistig Behinderte beschränken. Bestes Beispiel ist die Falkenseer Integrationskita „Entdeckerland“, in der Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam lernen und spielen – gelebte Inklusion. „Im Mittelpunkt steht bei uns nicht die Behinderung, sondern der Mensch“, sagt der Vereinsvorsitzende Hubert Kaufhold.

Er gehörte zu der Gruppe von Eltern, die sich am 18. Juni 1991 zusammentaten und den Verein gründeten. Ihre Vision: Menschen mit geistiger Behinderung eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

Aus dem Elternverein von damals ist ein mittelständiger Betrieb geworden, mit 100 Mitgliedern und ebenso vielen Beschäftigten. „Wir sind ein soziales Unternehmen“, sagt Geschäftsführer Markus Janitzky. Mit einem Festakt im Lebenshilfe-Center in der Falkenseer Bahnhofstraße wurde am Freitag das Jubiläum gefeiert, in Beisein unter anderem des amtierenden Landrats Roger Lewandowski (CDU), von Sozialdezernent Wolfgang Gall und Bürgermeister Heiko Müller (SPD). Sämtliche Einrichtungen der Lebenshilfe stellten sich mit einem kurzen Auftritt vor, sogar die Verwaltung hatte gemeinsam mit dem Vorstand ein Lied einstudiert. Eröffnet wurde bei dieser Gelegenheit auch eine Ausstellung mit Werken geistig behinderter Künstler, die noch bis 13. Juli im Lebenshilfe-Center zu bewundern sind.

25 Jahre Lebenshilfe sind eine Erfolgsgeschichte, doch sie begann mit einer Niederlage. Bei der Bewerbung um die Trägerschaft der Behindertenwerkstätten in der Spandauer Straße – den heutigen Fliedners Werkstätten – ging der Verein Anfang der Neunzigerjahre leer aus. 1995 übernahm man vom Landkreis die Wohnstätte in der Ruppiner Straße – es war der Anfang einer rasanten Entwicklung. Mittlerweile betreut die Lebenshilfe im Monat rund 500 Menschen, es gibt es mehrere Wohngruppen, ambulant betreutes Wohnen, einen Elterntreff. Seit 1997 kümmert sich der Verein im gesamten Landkreis um die Frühförderung und bietet Familien mit entwicklungsauffälligen und behinderten Kindern Unterstützung von der Geburt bis zum Schuleintritt. Man organisiert Fahrdienste und Urlaubsfahrten bis nach Spanien und Griechenland; ganz neu ist der Lebenshilfe-Club am Mittwoch, bei dem gemeinsam gekocht, getanzt und gespielt wird.

„Wir sehen uns als Interessensvertreter behinderter Menschen. Wir sehen uns als Wächter in der Gesellschaft, damit die Rechte der Menschen mit Behinderung, insbesondere mit geistiger Behinderung, überall beachtet werden“, sagt Hubert Kaufhold. Das gilt auch im Vereinsleben: 2009 wurde in der Lebenshilfe der Rat behinderter Menschen installiert, eine Art Selbstvertretung, in ihrer Art einmalig im Havelland. Anliegen und Wünsche der Behinderten werden direkt an den Vorstand und die Geschäftsführung herangetragen. „Auch das gehört für uns zu einem selbstbestimmten Leben dazu“, sagt Markus Janitzky.

Von Philip Häfner

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