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Lebensqualität trotz Pflegebedürftigkeit

Modelprojekt Lebensqualität trotz Pflegebedürftigkeit

Hinter dem Begriff Pflegeprävalenz verbirgt sich der Anteil pflegebedürftiger Menschen im Verhältnis zur Einwohnerzahl einer Region. Diesen Faktor zu senken und die Lebensqualität für Pflegebedürftige zu steigern, ist Ziel eines Modelprojekts, an dem sich die Gemeinde Milower Land beteiligt.

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Ines Neidt ist die Koordinatorin für das Modelprojekt zur Senkung der Pflegeprävalenz im Milower Land

Quelle: Ch. Schmidt

Milower Land. Die Deutschen werden im Älter, zugleich nimmt der Anteil alter Menschen an der Gesamtbevölkerung zu und auch die Zahl der Pflegebedürftigen steigt. Prognosen zufolge wird der Bedarf an Pflegepersonal in den nächsten Jahren kräftig zunehmen. Um das Leben im Alter zu erleichtern, auf eventuelle Schwierigkeiten vorbereitet zu sein und Bedarfe künftig besser abdecken zu können, haben sich die Gemeinde Milower Land und die Stadt Nauen erfolgreich für das Modelprojekt zur Senkung der Pflegeprävalenz im Ländlichen Raum beworben, das von der Qualitätsgemeinschaft Pflege ins Leben gerufen wurde. In beiden Orten soll jeweils innerhalb von drei Jahren ein Netzwerk aufgebaut, Bedarfe erfasst und Angebote bereitgestellt werden.

Dieser Aufgabe widmet sich jetzt Ines Neidt. Die 55-Jährige Rathenowerin hat die Koordination für das Projekt übernommen. Jeweils zwei Tage pro Woche wird sie in Nauen und in Milow vor Ort sein. Jeden Donnerstag können die Milower zur Sprechstunde in das Gemeindebüro im Gutskomplex von 14 bis 18 Uhr kommen oder telefonisch einen Beratungstermin vereinbaren. Ines Neidt berät aber nicht. „Ich möchte die Ideen und Wünsche der Menschen erfassen. Denn nur so können wir Maßnahmen entwickeln, die künftig dazu beitragen, das Leben alter und pflegebedürftiger Menschen angenehmer zu gestalten.“ Zudem soll ermittelt werden, welche Faktoren Pflegebedürftigkeit auslösen. Sind es chronische Erkrankungen, ungesunde Lebensweise und häufige Überbelastung oder trägt vor allem soziale Vereinsamung und mangelnde gesundheitliche Vorsorge dazu bei?

Ziel des Projektes ist es, vorbeugende Maßnahmen und Unterstützungsangebote zu entwickeln, so dass Betroffene so lange wie möglich im Heimatdorf und im eigenen Haus leben können. Dazu zählen auch niedrigschwellige Entlastungsangebote wie ein Einkaufs- oder Fahrservice. Um die Bedarfe zu ermitteln und die Ausgangssituation zu erfassen, wurden bereits Ende Oktober 2200 anonymisierte Fragebögen in den Haushalten der Gemeinde verteilt. Bisher kamen aber nur rund 180 Bögen ausgefüllt zurück. Zu wenige für eine repräsentative Erhebung. Ines Neidt will nun noch einmal gezielt um Mithilfe bitten. Wer sich beteiligen möchte, kann sich im Gemeindebüro in der Stremmestraße einen Fragebogen abholen oder gleich vor Ort ausfüllen.

Projektpartner sind neben der Gemeinde Milower Land und der Stadt Nauen auch das Sozialministerium des Landes Brandenburg, der Landkreis Havelland, die Havellandkliniken sowie die Pflege- und Krankenkassen. Die Projektkoordinatorin ist ab sofort unter  0 33 86/21 00 53 zu erreichen. Innerhalb der nächsten 14 Tage wird auch das E-Mail-Postfach freigeschaltet: ines.neidt@qgp-brandenburg.de.

Von Christin Schmidt

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