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Leere Asylheime belasten Kreiskasse

Havelland will Kosten erstattet bekommen Leere Asylheime belasten Kreiskasse

Mehrere fertige oder fast fertige Asylunterkünfte im Havelland stehen leer. Dadurch entstehen dem Landkreis enorme Vorhaltekosten. Der amtierende Landrat Roger Lewandowski hat sich deshalb ans Land gewandt und will die Kosten erstattet bekommen.

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In Falkensee wird seit dieser Woche dieses neue Asylbewerberheim bezogen.

Quelle: Marlies Schnaibel

Havelland. Der Landkreis Havelland hat seit Monaten keine Asylbewerber und Flüchtlinge zugewiesen gekommen. Das sagte der amtierende Landrat Roger Lewandowski (CDU) auf der jüngsten Kreistagssitzung in Friesack. „In den fertigen, aber leeren Gebäuden entstehen enorme Vorhaltekosten für den Landkreis“, sagte er. Er hat deshalb vor Kurzem an Brandenburgs Sozialministerin Diana Golze geschrieben und um Erstattung gebeten.

Lewandowski erinnerte daran, dass im November vergangenen Jahres für das Havelland ein Aufnahmesoll von 2281 festgelegt worden. Das war eine Zeit starker Flüchtlingsströme. Für das Jahr 2016 ist dem Landkreis Havelland noch kein neues Aufnahmesoll genannt worden. Per Stand Ende März waren zwischen Falkensee und Premnitz 1581 Asylbewerber gezählt, davon 1064 in Gemeinschaftsunterkünften, die anderen in Wohnungen. Der amtierende Landrat erinnerte an die Dramatik des Herbstes, als sehr viele Asylbewerber und Flüchtlinge kamen und der Landkreis sehr schnell Lösungen finden musste. Damals wurden Einrichtungen hergerichtet und angemietet. Die jetzige Situation hat jedoch dazu geführt, dass Einrichtungen leer stehen. So können die Menschen aus Notunterkünften in Gemeinschaftsunterkünfte gebracht werden, wie es in den letzten Tagen in Falkensee passierte: Die Asylbewerber aus dem ehemaligen Agon-Möbelkaufhaus sind in Gemeinschaftseinrichtungen von Falkensee und Schönwalde gebracht worden.

Eine Antwort aus Potsdam wegen der Kostenerstattung steht noch aus. „Sollte die Antwort abschlägig sein, müssen wir beraten, ob wir die Einrichtungen weiter vorhalten oder eine andere Lösung finden“, sagte Roger Lewandowski.

562 ehemalige Flüchtlinge erhalten im Havelland inzwischen Leistungen nach SGB II. Sie wohnen zum Teil und auf absehbare Zeit noch in den Gemeinschaftsunterkünften, weil die Versorgung mit bezahlbaren Wohnungen für diese Frauen und Männer schwierig ist.

Von Marlies Schnaibel

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