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Havelland Leinentanz im Morgentau
Lokales Havelland Leinentanz im Morgentau
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02:16 28.06.2015
Konzentriert: Artur Pagenhardt setzt vorsichtig einen Fuß vor den anderen auf den gespannten Gurt. Quelle: M. von Imhoff
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Premnitz

Artur Pagenhardt balanciert auf ihm als tägliche Fitnessübung. Ob es regnet oder die Sonne vom Himmel brennt, er ist immer hier. Slacklinen ist die Trendsportart der vergangenen Jahre. Wie Seiltänzer gilt es, über mehrere Meter zu balancieren (siehe Infokasten).

Artur Pagenhardt steht für Sekunden. Dann verliert er das Gleichgewicht. Springt wieder ab. Kurz danach das Gleiche von vorn. Und wieder von vorn. Ein Schritt. Er schwankt nach links. Die Arme rudern. Er springt herab. „Von hundert Versuchen klappt einer“, sagt der Rentner. Und hat doch sein Ziel fest vor Augen. „Bis zum Ende der Buga will ich es können“. Wenn die Buga am 11. Oktober ihre Tore schließt, will er von einem Baum zum anderen balanciert sein auf dem schwingenden Riemen.

Was seinen Ehrgeiz anstachelt, ist sein Wunsch nach Fitness im Alter. Er fürchtet Stürze im Alter. Dann möchte sich Artur Pagenhardt behende abfangen können. Dazu glaubt er ist das Balancieren auf dem Slacklinen gut. „Meine Koordination wird verbessert. Und es macht Spaß! Deswegen trainiere ich seit dem ersten Tag der Buga.“ Selbst einen Gurt zu kaufen und ihn irgendwo zwischen Bäumen aufzuhängen, ist für den Premnitzer keine Alternative.

„Wir haben keinen Garten, ich müsste immer in einen Wald fahren, den Gurt anbringen, üben und wieder abbauen. Das ist mir zu mühsam.“

Slacklinen

Es ist eine Trendsportart: Slacklinen. Der Name bedeutet auf Deutsch schlaffe Leine.
Der Sport fördert Balance-Gefühl, Konzentration und Koordination. Es ist ideal zur Vorbereitung anderer Sportarten wie dem Reiten, Skifahren oder Snowboarden, bei denen ebenfalls ein gutes Gleichgewichtsgefühl nötig ist.
Im Buga-Ferienprogramm gibt es Kurse dafür: www.buga-2015-havelregion.de/Veranstaltungen.

Im mittleren Teil des Buga-Parks in Premnitz, der Bunten Mitte, wie dieser Bereich heißt, hängen die beiden Slacklines. Eine ist für etwas vorsichtigere Besucher mit einem Seil versehen, an dem sich der Balancierende festhalten kann. „Ich nehme nur das für Profis“, sagt Artur Pagenhardt. Bis 2002 führte er in Premnitz eine Kneipe.

Danach jobbte sich der aus Eilsleben im Harz stammende Mann durch ganz Deutschland. Malochte auf dem Bau bei München, in einer Großküche auf der Nordsee-Insel Borkum. „Wenn die Leute sagen, ab 50 finde man keinen Job mehr, stimmt das einfach nicht.“

Seit fast 40 Jahren lebt Artur Pagenhardt in Premnitz mit seiner ebenfalls aus dem Harz stammenden Frau. Gelernt hat er den Beruf des Schlossers. Er redet schnell, geht flotten Schrittes, das Alter ist ihm nicht anzusehen. Er könnte als agiler Anfang-Sechziger durchgehen. Seit drei Jahren ist er jetzt Rentner.

Die Gurte zwischen den Bäumen, das ist seine persönliche Gartenschau. „Wenn hier Gruppen herkommen, ist Aktion“, sagt Artur Pagenhardt. Vor allem Kinder wagen sich auf den schaukelnden Gurt, der bei Nässe auch noch glatt ist. Deswegen übt Artur Pagenhardt, sobald sich morgens um 9 Uhr die Buga-Tore öffnen. Seit 75 Tagen schon. Selbst an kühlen Tagen legt er dazu die Jacke ab. „Ach, dabei wird mir warm!“ Der Mann tritt erst mit einem Fuß auf den Gurt, dann mit dem anderen breitet die Arme auseinander, schwankt und springt ab. Und wieder von vorn.

Von Marion von Imhoff

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