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Leipziger Zweierlei in Falkensee

Debatte über zentrale Straße Leipziger Zweierlei in Falkensee

Seit zwanzig Jahren ist die Leipziger Straße von Falkensee eine Sackgasse. Ob das künftig so bleibt, wird derzeit auf zweierlei Art diskutiert: Eine Öffnung oder das Beibehalten der geschlossenen Straße. Noch ist nichts entschieden.

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Frank Drömer will wieder eine durchgängige Leipziger Straße.

Quelle: Marlies Schnaibel

Falkensee. Als Verkehrsplaner Herbert Staadt im Bauausschuss drei Varianten für den Ausbau der Straße vorstellte, sprach er sich eher gegen eine Öffnung aus. Die würde eine zügigere Süd-Nord-Trasse bilden, aber deshalb zusätzlichen Verkehr ins Stadtzentrum locken, was nicht gewünscht sei. Das Beibehalten der geschlossenen Straße, so seine Informationen aus der Verwaltung, wäre auch der Wunsch der Anwohner.

„Stimmt nicht“, protestierte Erhard Pahl. Er wohnt seit 1960 hier und will, dass die Straße wieder aufgemacht wird. „Dann fließt der Verkehr besser“, sagte er. Und: „Ich steh mit der Meinung nicht alleine da.“ Frank Drömer gehört auch zu denen, die sich für eine Öffnung stark machen. Er kennt die Straße genau, kann sich noch erinnern, wie sie vor etwa zwanzig Jahren geschlossen wurde. „Damals wurde die Barkhausenstraße geöffnet, die bisher durch ein Betriebstor geschlossen war“, erzählte er. Mit Trafo-Werk und Landmaschinenbau schlug hier das industrielle Herz von Falkensee. Mitte der 90er-Jahre nicht mehr, da wurde die Barkhausenstraße geöffnet und führt seitdem Verkehr von Süden ins Zentrum.

„Es wäre logisch, die Leipziger Straße zu öffnen“, meinte Frank Drömer. Natürlich würde das mehr Verkehr in die jetzt ruhige Sandstraße bringen. „Aber ich fahre ja auch mit dem Auto durch andere Straßen, da muss ich auch andere Fahrzeuge vor meiner Haustür akzeptieren“, meinte er mit Blick auf die Allgemeinheit.

Bitte nicht noch mehr Autos – heißt es dagegen erwartungsgemäß aus der Kita „Leipziger Allerlei“. Die Kita ist auch einer der Gründe, warum die Falkenseer Stadtverwaltung gegen eine durchgängige Öffnung der Straße ist. Hinzu kommen andere Argumente, sagte Baudezernent Thoms Zylla (CDU). Einer ist der damit produzierte Verkehrsfluss. „Das würde auch Verkehr anlocken, der gar nicht zum neuen Einkaufszentrum will, sondern durch die Stadt“, sagte Zylla. Aber genau diese Verkehrsentwicklung soll vermieden werden.

Und der Baudezernent weist auf einen anderen, etwas verzwickten Zusammenhang hin: Würde die Straße geöffnet werden, müsse entschieden werden, ob sie noch als eine Anliegerstraße oder als Hauptstraße zu bewerten ist. Die Leipziger Straße stößt aber an der Kita auf die Schwartzkopffstraße, die wurde vor Jahren als Anliegerstraße ausgebaut, müsste aber dann an die Leipziger Straße angepasst werden. „Sie wäre als Hauptstraße zu schmal, müsste verändert werden, was wieder Kosten für die Anlieger bringen würde“, rechnete Zylla vor.

„Bei der Diskussion über den Verkehrsentwicklungsplan muss die Diskussion über die Straße geführt werden“, meinte er. Noch sei nichts entschieden, für die Erschließung des neuen Einkaufszentrums wäre die Straße nicht erforderlich. Im Masterplan des Anliegerstraßenbaus ist die Leipziger Straße als eine der letzten vorgesehen. Dann würden auch die Straßenlaternen erneuert werden. Denn die Leipziger Straße hat seit einigen Jahren gar keine Beleuchtung mehr. Da tappen die Anwohner im Dunkeln.

Von Marlies Schnaibel

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