Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Lernen im grünen Klassenzimmer
Lokales Havelland Lernen im grünen Klassenzimmer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:03 08.12.2017
In den wärmeren Monaten können sich die Wustermarker Grundschüler an der neuen Sitzhütte treffen. Quelle: Danilo Hafer
Wustermark

Schon jetzt können sich die Schüler der Wustermarker Otto-Lilienthal-Grundschule auf die warmen Sommermonate freuen. Denn seit Freitag bietet ihnen eine neu aufgestellte Sitzgruppe den Rahmen für ein grünes Klassenzimmer. „Damit hat sich für die Schüler, aber auch Lehrer, ein lang gehegter Wunsch erfüllt“, erklärte Schulleiter Michael Heinrich am Freitag bei der offiziellen Eröffnung des grünen Klassenzimmers. Die Sitzgruppe aus robustem Douglasienholz wurde in den bereits bestehenden Schulgarten integriert und soll in Zukunft als Treffpunkt während und außerhalb des Unterrichts dienen. „Hier können sich die Schüler treffen, zusammensitzen und sich nach getaner Arbeit ein wenig ausruhen“, so Heinrich.

Lernen über die Natur und in der Natur ist das Motto des grünen Klassenzimmers. „Die Biologielehrer können die Sitzgruppe nutzen, um ihren Unterricht nach draußen zu verlegen, was vor allem dann interessant ist, wenn das Thema Pflanzen behandelt wird“, erzählte die Vorsitzende des Schulfördervereins Anja Koch. Der Verein war es auch, der die Idee der Schüler und Lehrer aufgegriffen hat und seit März 2017 an der Umsetzung des grünen Klassenzimmers gearbeitet hat. „Wichtig war uns bei der Sitzecke vor allem, dass sie nicht klapprig ist, das bedeutete aber auch, dass es etwas teurer werden würde“, so Koch.

Rund 2700 Euro kostete das grüne Klassenzimmer. Dazu gehört nicht nur die Holzhütte, sondern auch das Fundament, das eigens dafür angelegt wurde, um einen ebenen Untergrund zu schaffen. Aus eigener Kraft hätte der Förderverein die Kosten für dieses Vorhaben nicht stemmen können. „Daher sind wir sehr froh, dass uns Herr Fleischer unterstützt hat“, so die Vereinsvorsitzende.

Andreas Fleischer ist Inhaber des örtlichen Rewe-Marktes und rief seine Kunden in diesem Jahr zu einer Spendenaktion auf. Insgesamt 5000 Euro kamen dabei für fünf Wustermarker Vereine zusammen. „Die Kunden konnten beim Einkauf selbst entscheiden, an wen sie spenden möchten“, erklärte Fleischmann. Rund 53 Prozent entschieden sich dabei für das grüne Klassenzimmer. So kam eine Summe von 2759 Euro zusammen. „Wir hätten nie damit gerechnet, dass wir so viel Geld bekommen. Ohne diese Unterstützung würde das grüne Klassenzimmer heute noch nicht stehen“, betonte Anja Koch.

Aufgestellt wurde die Sitzgruppe vom Wustermarker Bauhof. Mitarbeiter Maik Werther nutzte sein handwerkliches Können, um den Schülern ein kleines Lernparadies zu schaffen. „Mit kleinen Unterbrechungen habe ich fast vier Wochen daran gearbeitet“, erzählte er. Denn zunächst musste ein Fundament geschaffen werden, bevor es mit dem eigentlichen Aufbau weitergehen konnte. Als ausgebildeter Baggerfahrer und gelernter Schreiner war der Aufbau für Maik Werther fast ein Kinderspiel. „Bei solchen vorgefertigten Stücken muss man natürlich immer etwas nachbessern, damit alles perfekt zusammenpasst“, erklärte er.

Mit Blick auf den Erweiterungsbau der Grundschule soll auch das Umfeld des grünen Klassenzimmers weiter gestaltet werden. „Wir werden in Zukunft schauen, wie wir die Zuwegung zur neuen Sitzgruppe umsetzen, damit sie gut in den Schulhof und den Schulgarten integriert wird“, erklärte Schulleiter Michael Heinrich.

Von Danilo Hafer

Mit gut einjähriger Verspätung durften die Paretzer Kameraden jetzt ihr zweites Auto in Empfang nehmen. Das Mannschaftstransportfahrzeug ist ein Achtsitzer, den die Stadt Ketzin/Havel geleast hat.

08.12.2017

Die vom Oberlandesgericht für unwirksam erklärte Rathenower Kita-Satzung will die Stadtverwaltung durch eine neue, nur wenig veränderte Satzung rückwirkend zum 1. Januar 2015 ersetzen. Im Bildungsaus-schuss am Donnerstagabend waren die Abgeordneten unsicher, ob das rechtlich möglich ist. Mit zwei Ja, zwei Nein und vier Enthaltungen votierten sie unentschieden.

08.12.2017

Nach einem Urteil des Amtsgerichts Rathenow sollen einer Premnitzer Familie ihre im Jahr 2016 gezahlten Elternbeiträge für eine Kita zurück gezahlt werden. Es geht um rund 4000 Euro. Der freie Träger hat die Elternbeiträge auf Basis der städtischen Satzung erhoben, hätte aber eine eigene Beitragssatzung erstellen müssen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

11.12.2017