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16:08 06.10.2015
Mit GPS-Gerät und Klemmbrett begaben sich diese drei Mädchen auf moderne Schatzsuche. Quelle: Foto: Christin Schmidt
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Rathenow

Dienstagmorgen um 8.30 Uhr am Kirchberg in Rathenow: Die Mädchen und Jungen der Klasse 5b der Grundschule „Geschwister Scholl“ sind bereit. Sie haben sich in sieben Gruppen aufgeteilt, um in kleinen Teams auf moderne Schatzsuche zu gehen. Dazu hat ihnen Daniel Vollrat, Praktikant beim Kreissportbund Havelland, GPS-Geräte und Klemmbretter mit je drei verschiedenen Zetteln gegeben. Auf einem Blatt ist die Bedienung des GPS-Geräts erläutert. GPS steht für Global Positioning Systems – zu deutsch: Positionsbestimmungssystem. Es ist eine Art moderner Kompass, in den man Zielkoordinaten eingibt. Auf den anderen beiden Blättern stehen jede Menge Fragen, die die Schüler lösen müssen, um ans Ziel zu gelangen.

Nach einer kurzen Einführung schwärmen die Schüler aufgeregt aus. Fünf Stationen müssen sie absolvieren um das erste Ziel zu erreichen und das befindet sich an der BMX-Halle, flüstert Daniel. Dort ist ein sogenanntes Logbuch angebracht, in das sich jeder, der die Tour geschafft hat, eintragen kann. Die ersten haben bereits die große Glocke vor der Kirche erreicht, Station Nummer Eins. „Wie viele Jahre nach Kriegsende wurde die Glocke gegossen?“, lautet die erste Frage. Die Antwort erfährt, wer aufmerksam die Inschrift liest.

Die ersten haben die Zahl 8 bereits notiert und machen sich wieder auf den Weg. Dabei folgen sie dem Pfeil, der auf ihrem GPS-Gerät blinkt. Noch 76 Meter bis zum nächsten Punkt. Von der Kirche geht es vorbei am Duncker-Haus Richtung Mühlendamm. Lehrerin Dolores Ihlefeld folgt ihren Schützlingen und gibt hin und wieder einen Gedankenanstoß, denn vor lauter Aufregung liest so mancher die Fragen nicht aufmerksam genug. „Ich hätte auch gern so ein Gerät“, sagt die Pädagogin. In Sachen GPS-Tour ist sie nicht ganz unerfahren. Vor den Sommerferien hatte sie sich mit ihrer ehemaligen Klasse in Milow auf Schatzsuche begeben und da die Schüler total begeistert waren, entschied sie sich, das noch einmal in Rathenow zu wiederholen.

Immer weiter flitzen die Grüppchen, jeder will natürlich der Erste sein, der das Ziel erreicht. Unter der Weinbergbrücke wartet wieder eine Aufgabe. „Wie viele runde Beete wurden hier bepflanzt?“ Das ist einfach, sieben Stück. Ab zur nächsten und letzten Station.

Auf einen ungewöhnlichen Stadtrundgang begaben sich die Schüler der Klasse 5b am Dienstagmorgen. Die nahmen an einer Geocaching-Tour teil, die die Kreissportjugend organisiert hatte. Nach gut drei Stunden hatten sie alle Aufgaben gelöst und wurden mit einer süßen Überraschung belohnt.

Während die Koordinaten der fünf Stationen im Gerät gespeichert waren, müssen die Kinder nun die Zielkoordinaten mittels der gesammelten Ergebnisse selbst errechnen und eingeben. Da brauchen sie nun doch die Hilfe von Daniel. Nach gut einer Stunde haben alle das Logbuch an der Halle gefunden. Über die Friedensbrücke, vorbei an der Mühle und am Kino geht es über den Platz der Jugend und die Schleusenstraße entlang zum Jugendhaus Oase. Dort wartet das zweite Logbuch und eine süße Überraschung.

Es ist das erste große Geocaching-Projekt der Kreissportjugend. Dafür wurden extra acht GPS-Geräte angeschafft. Aber auch mit dem Smartphone und einer entsprechenden App kann man sich auf die Suche begeben. Alle benötigten Daten sind auf www.geocaching.com einzusehen.

Digitale Schatzsuche in Rathenow

Seit einigen Monaten bietet die Kreissportjugend eine Geocaching-Tour durch Rathenow an.

Zwar kann die Tour auch jeder allein machen, die Kreissportjugend bietet aber insbesondere für Schulklassen begleitete Touren an.

Die aktuelle Tour, die unter anderem durch die Altstadt und über die Magazininsel führt, ist ein sogenannter Multicache, das heißt, es gilt mehrere Punkte zu finden.

Anmeldungen nimmt Martin Skowronek unter  0 33 85/61 99 04.

Von Christin Schmidt

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