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Letzte Kaisers-Filiale schließt

Falkensee: Gebäude für andere Anbieter zu klein Letzte Kaisers-Filiale schließt

Grauer Himmel und Nieselregen – trotzdem ist die Falkenseer Kaisers-Filiale in der Adlerstraße am Montagvormittag gut besucht. Der Parkplatz ist voll, im Sekundentakt öffnen sich die automatischen Schiebetüren. Doch auch den letzten Standort des Marktes im Falkenseer Ortsteil Falkenhorst wird es schon bald nicht mehr geben.

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Gut besucht: Die Kaisers-Filiale in der Adlerstraße.

Quelle: Foto: Laura Sander

Falkensee. Grauer Himmel und Nieselregen – trotzdem ist die Falkenseer Kaisers-Filiale in der Adlerstraße am Montagvormittag gut besucht. Der Parkplatz ist voll, im Sekundentakt öffnen sich die automatischen Schiebetüren. Doch auch den letzten Standort des Marktes im Falkenseer Ortsteil Falkenhorst wird es schon bald nicht mehr geben. Insgesamt sieben Filialen der Supermarktkette in und um Berlin schließen im Februar für immer ihre Pforten. Nach Angaben des Unternehmens laufen die Mietverträge aus und vor einer möglichen Übernahme durch Edeka wolle man keine neuen abschließen.

„Ich bin hier eigentlich immer einkaufen gegangen und es ist einfach schade, dass die Filiale jetzt für immer schließt“, findet Gertraud Marzahn, die mit ihren Einkäufen gerade den Markt verlässt. „Hier leben so viele alte Menschen, die Einkaufsmöglichkeiten ganz in ihrer Nähe brauchen. Und mal ganz ehrlich, der NP-Markt ist mit seinen zwei Kassen einfach viel zu klein“, so die 87-Jährige. Das sieht auch Anwohnerin Marlies Reips ganz ähnlich. „Ich gehe zwar oft im NP-Markt einkaufen, aber nur Kaisers hat auch eine Frischetheke. Die werde ich in Zukunft wirklich vermissen“, bedauert die 73-jährige Falkenseerin. „Ich hoffe nur, dass nach der Schließung ein anderer Lebensmittelanbieter den Standort übernimmt und weiterführt.“

Die Stadtverwaltung ist seit Längerem im Gespräch mit anderen Anbietern. „Der NP-Markt reicht für die Versorgung des Gebietes Falkenhorst nicht aus“, schätzt Bürgermeister Heiko Müller (SPD) ein. Es solle wieder ein zweiter Einkaufsmarkt in dem Bereich angesiedelt werden, allerdings scheint keine schnelle Lösung greifbar zu sein. „Das bisherige Kaisers-Gebäude ist für die anderen Anbieter zu klein“, fasst er die Ergebnisse der Gespräche zusammen. Es müsste möglicherweise neu gebaut werden, dafür muss der bestehende Bebauungsplan wohl geändert werden. In dem Bereich ist künftig weiterer Wohnungsbau geplant, die städtische Wohnungsgesellschaft Gegefa hat hier noch ein Grundstück, auf dem Geschosswohnungsbau möglich wäre und derzeit geprüft wird.

Von Laura Sander und Marlies Schnaibel

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