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Havelland Letzte Ruhestätte in der Döberitzer Heide
Lokales Havelland Letzte Ruhestätte in der Döberitzer Heide
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18:13 08.03.2016
Kleine Schilder sollen an die Verstorbenen erinnern. Quelle: dpa-Zentralbild
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Dallgow-Döberitz

Die Nachfrage nach Bestattungen abseits normaler Friedhöfe ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen, sagt Michael Beier, Vorstand der Heinz- Sielmann-Stiftung. Aus diesem Grund plane die Stiftung, die in erster Linie um den Naturschutz bemüht ist, die Errichtung eines Bestattungswaldes in der Döberitzer Heide. Die rund 3400 Hektar umfassende Naturlandschaft ist seit 2004 im Besitz der Sielmänner. Für den Bestattungswald sollen davon rund zehn Hektar genutzt werden.

Zunächst muss die nötige Infrastruktur geschaffen werden

Die geplante Ruhestätte im Wald soll sich in der Gemarkung Dallgow-Döberitz, im Umfeld des Sperlingshofs an der Bundesstraße 5 befinden. Doch bevor dort auch Bestattungen durchgeführt werden können, müsse erst einmal die nötige Infrastruktur geschaffen werden, sagt Beier. Es müssen Wege angelegt und Parkplätze gebaut werden. Zudem muss das Gelände von Altlasten, insbesondere Kampfmitteln, beräumt werden. Außerdem soll ein zentraler Gedenkort geschaffen werden, an dem sich Trauernde treffen können. Wie genau dieser aussehen soll, stehe noch nicht fest. „Die gestalterische Planung ist noch völlig offen“ sagt Michael Beier.

Wer sich dazu entscheidet, den Wald als letzte Ruhestätte zu wählen, sucht sich in der Regel schon zu Lebzeiten einen Platz aus. „Es ist möglich, sich einen ganzen Baum auszusuchen oder nur einen einzelnen Platz“, sagt Michael Beier. Wie auf herkömmlichen Friedhöfen, gäbe es auch hier die Möglichkeit eines Familiengrabes.

Einäscherung ist Voraussetzung für eine Bestattung im Wald

Einzige Voraussetzung für die Beisetzung in einem Bestattungswald: Der Verstorbene muss eingeäschert werden. Denn beigesetzt werden die Urnen in Wurzelnähe des Baumes, knapp ein Meter unter der Erde. Zehn Gräber können so um einen einzelnen Baum herum angelegt werden. Da es in einem Bestattungswald keine herkömmlichen Gräber, also auch keine klassischen Grabsteine gibt, sollen an den Bäumen kleine Tafeln angebracht werden, auf denen die Namen der Verstorbenen stehen. Trotzdem lasse sich die Position jeder Urne genau bestimmen, sagt Michael Beier. „Jede Grabstelle wird per GPS vermessen. So lässt sich genau bestimmen, wer wo begraben wurde.“ Die Sielmann-Stiftung sei derzeit auch auf der Suche nach einem Betreiber, so Beier.

Die Gemeinde Dallgow-Döberitz und auch die zuständige Naturschutzbehörde würden dem Projet positiv gegenüber stehen, so Beier. „Wenn alles gut geht, sind in zwei Jahren die ersten Bestattungen möglich“, sagt der Stiftungs-Vorstand.

Von Danilo Hafer

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